Vom Kinderwunsch zur Geburt – mit Klarheit, Haltung und Herz: Dr. Kerstin Aiginger im Gespräch

Shownotes

Unsere Gästin: 👩‍⚕️ Dr. med. univ. Kerstin Aiginger Wahlärztin für Gynäkologie & Geburtshilfe, Wien https://gyn-hietzing.at/

Themen dieser Folge: – Kinderwunsch & hormonelle Abklärung – Die Rolle der Zyklusdiagnostik – Wenn es nicht klappt: Was ist „normal“? – Aufklärung, die wirklich begleitet – Schwangerschaftsbegleitung & Unterschiede zur Kassenmedizin – Wie Haltung, Zeit und Sprache Vertrauen schaffen – Patientinnenfragen ehrlich beantwortet

Moderation: 🎙 Mr. F

Transkript anzeigen

00:00:01:

00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Zwischen Visite und Vision, Medizin im Gespräch mit Dr.

00:00:12: T.

00:00:12: und Mr.

00:00:13: F.

00:00:17: Beinchen.

00:00:18: Gespräche beginnen nicht mit einer Diagnose, sondern mit einem Wunsch, dem Wunsch nach einem Kind, dem Wunsch verstanden zu werden, dem Wunsch nach Sicherheit, Aufklärung, einem Gegenüber, das zuhört.

00:00:30: Und genau dort beginnt auch heute unsere Folge.

00:00:33: Mein Name ist Florian Beigebeck und ich begrüße euch zu einer besonderen Episode von Zwischenbesiedung des Jungmedizin im Gespräch, dem Podcast der Gesundheit nicht nur erklärt, sondern erlebbar macht.

00:00:43: Heute geht es weit näher als ein medizinischer Abläufe.

00:00:47: Es geht um Vertrauen, Verantwortung und eine Stimme, die Frauen in allen Lebensphasen begleitet.

00:00:53: Von der ersten Vorsorge über die Schwangerschaft und die Geburt bis weit darüber hinaus.

00:00:59: Unser Gast ist eine Ärztin, die Haltung mit Herz verbindet, die zwischen Klinik und Praxis agiert, aber vor allem zwischen den Menschen.

00:01:07: Dr.

00:01:08: Med, Kerstin Eyinger, Fachärztin für Kynikologie und Geburtshilfe, Oberärztin im renommierten St.

00:01:14: Josephs Krankenhaus in Wien und Wahlärztin in ihrer eigenen Ordination im Wienhitzing.

00:01:20: Sie begleitet Frauen medizinisch, aber auch menschlich und sie bringt genau das mit, worüber wir heute sprechen wollen.

00:01:26: Klarheit, Haltung und echtes Arrangement.

00:01:30: Wir sprechen über Kinderwunsch und Geburt, über moderne Frauenmedizin, über das, was fehlt und das, was stärkt.

00:01:37: Wir blicken gemeinsam auf einem Fachgebiet, das zu oft als selbstverständlich gilt, aber so viel Tiefe hat.

00:01:43: Ich freue mich wirklich sehr, Sie heute bei mir zu haben.

00:01:46: Willkommen, Kerstin Eyinger.

00:01:51: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Zwischenvisiten und Visionen Medizin im Gespräch.

00:01:57: Wir hatten heute schon einen spannenden Morgen und ich freue mich total drauf, Frau Dr.

00:02:02: Kerstin Eiginger bei uns begrüßen zu dürfen.

00:02:04: Hallo Kerstin.

00:02:05: Ja, hallo.

00:02:06: Danke für die Einladung.

00:02:08: Ja, wir sagen danke, dass du der Einladung entgegen gekommen bist und gesagt hast, hey, das machen wir, das ist super.

00:02:15: Vor allem dürfen wir eins verraten.

00:02:18: Wir haben hier so eine kleine Spezialisierung tatsächlich ja bei dir.

00:02:24: weil du hast ja eine Praxis mit deinem Mann zusammen und jetzt, wenn man das hört, dann denkt sich, okay, gut, Mann und Frau in einer Praxis, das ist jetzt nicht so selten, aber tatsächlich total interessant.

00:02:37: innere Medizin und Gynäkologie, aber getrennt voneinander.

00:02:44: Ja, es ist gar nicht so getrennt voneinander, finde ich.

00:02:47: Also, wir können das gut kombinieren und ich finde, es ist total spannend.

00:02:53: Ich lerne viel von ihm und er lernt viel von mir.

00:02:56: Ich finde es vor allem spannend, weil ich finde, bevor wir jetzt einsteigen, wie du eigentlich so zu dem Ganzen gekommen bist, weil ich es wirklich toll finde, diese zweifache Richtungen, die so viel gemeinsam haben.

00:03:12: aber dann doch unterschiedlich sind.

00:03:15: Und ich bin ja tatsächlich ein Freund für alle, die die Folge heute zum ersten Mal hören.

00:03:20: Ich bin ja tatsächlich der Riesenfreund der interdisziplinären Zusammenarbeit.

00:03:24: Ich würde das ja am liebsten noch viel mehr fördern, was aber leider nicht geht und deswegen freut mich immer so eine Kombination.

00:03:32: Aber Kerstin, jetzt steigen wir mal ein.

00:03:34: Wie

00:03:36: bist du denn eigentlich zur Frauenhaltkunde?

00:03:39: Wie hat denn das alles begonnen und was hat dich persönlich in dieses Fach gezogen?

00:03:44: Eigentlich wollte ich ja Kinderärztin werden.

00:03:47: Ich habe nicht die klassische Matura, also das Abitur gemacht, sondern habe eine berufsbildende Schule, nämlich Kindergartenbädagogen, bin ich.

00:03:58: hat damit zu tun, weil ich oft auch beim Jugendkreuz mitgemacht habe und ich einen Fall erlebt habe, wie die Rettung mit einem kleinen Kind ins Krankenhaus gefahren ist und nicht das Kind gesehen hat, sondern nur die Verletzung.

00:04:15: Und dieses Kind hat ... Irrsinnige Angst und das war so prägend für mich, dass ich gesagt habe, ich möchte das anders machen.

00:04:21: Ich möchte schauen, dass man einfach dem Patienten oder das Kind oder die Frau da abholt, ihr die Ängste nimmt und dann erst die Medizin.

00:04:31: Ist dann doch anders gekommen.

00:04:34: Im Praktikum hat mir dann nämlich ein Professor gesagt, das funktioniert überhaupt gar nicht mit mir.

00:04:40: Ich als Kinderärztin, das wird nix.

00:04:42: weil ich dann tatsächlich eher diese pädagogische Seite in meinem Hinterkopf hatte, als ich immer Boxen mitgenommen habe mit Spielzeug und habe dann einfach mit den Kindern mehr gespielt, als ich dann wirklich die Medizin im Vordergrund hatte.

00:04:56: Aber ich habe dann den Turnus gemacht.

00:04:59: Das ist, glaube ich, in Österreich ein bisschen anders als in Deutschland.

00:05:02: Das ist sozusagen eine dreijährige Ausbildung zum praktischen Arzt.

00:05:07: Und im Rahmen dieser Ausbildung ist man auf der Gynäkologie.

00:05:12: Und die haben dringend Ärztinnen gesucht, die auch Nachtdienste dort machen.

00:05:19: Das war nämlich nicht ganz so beliebt.

00:05:21: Erstens, die Gynäkologin-Geburtshilfe, da ist man meistens immer, vierundzwanzig Stunden oder fünfundzwanzig Stunden wach.

00:05:27: Man muss sehr viel arbeiten und kommt wenig zur Ruhe.

00:05:31: Also das ist nicht ganz so ein beliebtes Fach.

00:05:34: Und ja, dann bin ich da reingerutscht und ich war plötzlich alleine in der Ambulanz.

00:05:39: genial, weil sonst macht man als Tunisarzt jeder, der das durchlebt hat, weiß, man spritzt, also man hängt die Infusionen an.

00:05:48: Das war damals, das hat sich Gott sei Dank geändert.

00:05:51: Man macht eigentlich wenig Medizin, sondern ja, wenig, gerade an einem Nese vielleicht.

00:05:57: und dann gibt man das ab und der Oberarzt macht weiter.

00:06:00: Und das hat mich relativ schnell frustriert und in der Gynn- und Geburtshilfe war das perfekt.

00:06:05: Ich bin alleine gesessen, durfte plötzlich alleine entscheiden, natürlich immer im Hintergrund.

00:06:10: Ach, es war herrlich und so bin ich dazugekommen und habe mich verliebt.

00:06:15: Würde es nicht anders mehr machen.

00:06:18: Einer sehr, sehr schönen Weg und ich muss wirklich sagen, ich bin immer wieder fasziniert.

00:06:24: Jetzt haben wir ja schon über sechzig Folgen aufgezeichnet und rausgebracht.

00:06:30: dass man einfach diese Unterschiede wie jemand zu den Job gekommen sind.

00:06:37: Wir haben ganz oft schon gehört, dass zum Beispiel Ärzte davor Bankkaufmann gelernt haben oder IT-ler werden wollten und da schon in den ersten Schritten waren und festgestellt haben, dass es doch zu fahrt oder ich möchte was ganz anders machen.

00:06:52: Deswegen finde ich die Geschichte wirklich klasse, also wirklich toll.

00:06:58: Jetzt haben wir ja heute noch eine ganz spezielle Person da als Gast mit dir.

00:07:05: Denn du hast ja auch noch die Kombination aus stationär und ambulanter Versorgung.

00:07:10: Was bedeutet für dich diese Kombination?

00:07:15: Es ist sehr spannend, weil das Spektrum einfach so unglaublich groß ist, gerade gönneklugelnde Geburtshilfe.

00:07:24: hat man natürlich mit ganz jungen Patienten, nämlich auch mit Neugeborenen zu tun, aber auch mit den älteren Patienten.

00:07:32: Und in der Praxis sieht man einfach Dinge, die man im Krankenhaus nicht sieht und umgekehrt genauso.

00:07:39: Und in Österreich, glaube ich, ist es mehr als in Deutschland, dass das auch sehr etabliert ist, dass man beides hat, also dass man im Krankenhaus arbeitet und die Ordination hat.

00:07:51: Aber natürlich diese Betreuung, die macht das einfach, dass man weiß, wie man operiert, dass man den kennt, die Sorgen.

00:08:01: Was der gerade erlebt hat, ich kenne einfach sehr, sehr viele Patienten und das macht es einfach sehr spannend.

00:08:07: Ich glaube auch, dass es ... vor allem was du angesprochen hast, dass man Patienten kennt und weiß, man hat mir den noch vorher schon Kontakt gehabt.

00:08:15: Gibt's in Deutschland schon auch?

00:08:16: Allerdings in der Gynäkologie eher seltener oder immer seltener werden.

00:08:20: In der Orthobedie ist das so wirklich gar nicht so selten.

00:08:24: Da sind ganz viele Orthopäden, Neurochirurgen, die operieren in der Klinik dann ihre Patienten, die sind dann aus Konsegnationsärzte oder aus Belegärzte in der Klinik dann noch.

00:08:37: Aber tatsächlich so speziell wie es bei dir ist in der Gynäkologie und in dem Bereich ist es bei uns definitiv in Deutschland nicht mehr.

00:08:49: Jetzt sind wir ja heute in einem ganz speziellen Fach oder in einem ganz speziellen Thema mit Kinderwunsch.

00:08:55: Was braucht denn deiner Meinung nach wirklich in dieser sensiblen Lebensphase wie Kinderwunsch, Schwangerschaft oder Geburt?

00:09:08: Prinzipiell ist mir das Thema ein großes Anlegen, weil wir versuchen ja den Frauen ständig oder viele kommen natürlich wegen der Verhütung.

00:09:19: Das heißt, man versucht jahrelang kein Kind zu bekommen, nicht schwanger zu werden.

00:09:24: Und ich glaube, die größte Aufklärung ist dahingehend, dass man den Frauen sagt, es ist gar nicht so leicht schwanger zu werden.

00:09:33: Natürlich durch die Ausbildung wird man auch, also auch der Kinderwunsch hat sich nach hinten verschoben, das wissen wir alle.

00:09:39: Und plötzlich funktioniert das nicht.

00:09:40: Ich glaube, die Aufklärung ist ganz wichtig, dass man den Frauen sagt, nach einem Jahr, wenn man wirklich jedes Monat versucht hat, also wirklich auch in dem Zeitraum, wo man auch schwanger werden kann und das wirklich zwölf Monate durchgehen, das probiert, dann muss man noch einmal zum Arzt gehen und dann muss man das genauer abklären.

00:10:02: Das wird ja oft jahrelang probiert und dann kommen erst die Patienten an.

00:10:06: Und eine gute Freundin von mir, die hat ein ähnliches Problem und dir zu mir gesagt, Kirsten, eigentlich, es wird überhaupt nicht darüber geredet, dass man nicht schwanger wird.

00:10:15: Es wird ständig darüber geredet.

00:10:17: Ja, also gerade ich mache auch nicht die Mädchen-Sprechstunde.

00:10:20: Das erste Thema ist, was kann ich tun, dass ich nicht schwanger werde?

00:10:24: Und ich glaube, da haben wir extrem großen Aufklärungsbedarf.

00:10:28: Das liegt mir enorm am Herzen.

00:10:30: Jetzt

00:10:31: tatsächlich so, dass wir recherchiert haben.

00:10:33: In Österreich und Deutschland bleiben ca.

00:10:35: eins von sieben Paaren ungewollt kinderlos.

00:10:37: Emotionale Belastungen, gesellschaftlicher Druck, medizinische Unsicherheit treffen hier aufeinander.

00:10:43: Was sind aus deiner Sicht die häufigsten Sorgen mit den Paaren beim Thema Kinderwunsch auf sich zukommen?

00:10:51: Zum einen, dass sie wirklich gesund sind.

00:10:55: Bei den Männern die Spermenqualität, ob das wirklich passt, ob sie zu viel Sport machen sollen, zu wenig, was sie nehmen sollen, wie man sich vorbereiten kann auf die Schwangerschaft, welche Vitamine wichtig sind, ob man noch zusätzliche Untersuchungen machen soll.

00:11:14: Und auch der Zeitpunkt tatsächlich.

00:11:16: Man ist der richtige Zeitpunkt, ist man schon zu alt.

00:11:19: Wie gesagt, ich habe oft Patienten, die um die Dreißig sagen, sie sind schon zu alt, ob sie spezielle Untersuchungen brauchen.

00:11:28: Und da gibt es auch das Anti-Müller-Hormon, wo man schauen kann.

00:11:32: Da muss man aber auch immer vorsichtig damit sein, wie die ovarielle Reserve ist.

00:11:38: Das heißt, wie viele Folignen eigentlich noch im OV sind.

00:11:42: Und wenn der natürlich sehr niedrig ist, haben Patienten natürlich ... die absolute Panik, ob sie dann noch schwanger werden können.

00:11:48: Sagt aber nichts darüber aus, ob man leicht schwanger wird.

00:11:54: Da braucht man sich jetzt im Prinzip keine Sorgen machen.

00:11:56: Aber natürlich gibt es spezielle Erkrankungen, wo das sehr niedrig ist und wo man natürlich die Frauen dahingehend beraten muss.

00:12:04: Wenn dann so eine Schwangerschaft eintritt, gerade bei Paaren, die diesen Kinderwunsch hatten und vielleicht auch, wo du es gerade gesagt hast.

00:12:14: vorher Diagnosen waren, die es vielleicht etwas komplizierter gestaltet haben, tatsächlich die Schwangerschaft einzuleiten und dann ist endlich dieser Moment auch für die Paare da, wir sind jetzt schwanger, weil da sind wir ja immer schwanger, tatsächlicherweise.

00:12:34: Wie siehst du das?

00:12:36: welche medizinischen Versorgungen oder welche Therapien werden dann aus nächstes gemacht?

00:12:41: oder was ist dann ganz ganz wichtig, auf was die Patienten achten sollten.

00:12:46: Es gibt ja die Mutter-Kind-Pers-Untersuchung und da ist vorgegeben die erste Laber-Untersuchung und da ist ganz wichtig Vorsorge, Fulsäure, der Röteltiter, Toxoplasmose, dass man einfach gewisse Infektionen ausschließen kann, auch wie der Hemoglobin-Wert zum Beispiel bei der Patientin ist, dass man einfach schaut, dass die keinen Eisenmangel hat, Vitamin D-Mangel, dass das einfach wirklich abgeklärt wird.

00:13:14: und der Ultraschall.

00:13:15: Aber Fohlsäure ist natürlich, und das ist ganz wichtig, sollte man für jeden, der sich überlegt, mit dem Kinderwunsch zu beginnen, sollte man drei Monate tatsächlich vorher schauen, dass man Fohlsäure zu sich nimmt.

00:13:31: Schon mal vielen lieben Dank von den ganzen Zuhörern für die Tipps.

00:13:37: Speziell um dieses Thema Kinderwunsch.

00:13:43: schon mal so ein bisschen den Grundstock zu geben und da auch so in die Richtung Abschluss zu geben, was gibst du denn den Leuten draußen für einen Tipp mit dem Thema Kinderwunsch umgehen sollten, wie du das aus Gynäkologien siehst und vor allem ja auch mit der Praxis Gynäkologie und ja du ja kein Kinderwunschzentrum bist, weil viele glauben ja immer, Ich muss dann im Kinderwunschzentrum oder so, sondern eben genau der andere Ansatz, dass du ja praktisch das in der Praxis Betreuungsbegleit hast, aufklärst.

00:14:23: Also in der Tat ist es so, dass ja die Gynäkologen, außer man ist eben darauf spezialisiert, die Vorbereitung machen.

00:14:33: Bedeutet also alle Blutbefunde, alle Abstriche, das ist auch ein Riesenthema.

00:14:38: Und mit denen gehen Sie ja dann in die Kinderwunschklinik.

00:14:41: Kinderwunschklinik, möchte ich auch noch dazu sagen, man braucht, man hat immer Angst, wenn man das Wort Kinderwunschklinik hört.

00:14:47: Das bedeutet nicht, dass sofort eine IVF gemacht wird oder dass man dahingehend betreut wird und hingeschoben wird, weil das ist natürlich auch ein Kostenfaktor.

00:14:58: Das ist es überhaupt nicht.

00:14:59: Die machen wirklich wahnsinnig tolle Aufklärung und erklären auch, nämlich auch mit den Männern zusammen.

00:15:08: Das ist ganz wichtig, dass man da viel mehr zusammenarbeitet und ich habe ein Glück, dass ich da auch ein paar Institute habe, mit denen ich es gut zusammenarbeiten kann.

00:15:19: Jetzt zu deiner Frage zurück.

00:15:22: Ja, Gott, ich bin jetzt abgeschweift.

00:15:25: Die Heber ist leider so unendlich groß.

00:15:27: Ich könnte wahrscheinlich stundenlang oder wir könnten wahrscheinlich stundenlang darüber reden.

00:15:30: Das

00:15:31: ist ja auch so schön dabei, weil es eben so diesen Groß ist und so viel aber mit sich bringt, weil das ja nicht nur am Anfang ist und zwar vom ersten Gedanken der Patienten, sondern weil das ja wirklich über die Geburt hinausgeht.

00:15:46: Ich habe mich vor kurzem mit einem Ärzteepaar tatsächlich unterhalten, die auch gesagt haben, das ist ja immer noch so ein No-Go, dass man darüber spricht überhaupt und für viele auch das Problem, dass sie gar nicht wissen, was da eigentlich alles dahintersteckt und wie man damit umgeht.

00:16:03: Deswegen ist es heute vor allem sehr, sehr schön, dass wir da in dieses Thema schon mal so einsteigen.

00:16:10: Ich glaube wirklich, man sollte so entspannt wie möglich an die Sache rangehen.

00:16:14: Ich glaube, das ist einer der wichtigsten Sachen.

00:16:18: Kinder kann man.

00:16:19: nicht planen.

00:16:20: Es gibt Hopperlass, wo man sich denkt, Wahnsinn, das hätte man nie gerechnet, man ist schwanger.

00:16:25: Und dann plant man und plant und plant, nimmt alles und es funktioniert einfach nicht.

00:16:30: Also ich glaube, den Druck rausnehmen, das ist am wichtigsten.

00:16:35: Und meine Großmutter hat mir schon erzählt, die sagt immer, was ihr alles da immer mit eurem Pimper macht, schickt doch einfach die Paare in den Urlaub.

00:16:45: Wirklich tatsächlich so.

00:16:47: Wenn beide entspannt sind, mal nicht über das Thema denken, wann ist jetzt meine Zeit?

00:16:52: Wann ist die Ovulation?

00:16:54: Wann könnten wir?

00:16:55: Welche Position könnten wir machen?

00:16:57: Dann ist es meistens natürlich nicht immer, aber oft wirklich so ein Gamechanger.

00:17:02: Das kann ich mir ja sehr gut vorstellen.

00:17:04: Es gibt ja auch immer diese faszinierenden Geschichten, wo ganz, ganz lange das ist ja auch so ein Thema, das über das selten gesprochen wird.

00:17:15: in der Öffentlichkeit, aber bei ganz vielen Paaren auch mitwirkt, was du ja vorher auch schon gesagt hast, da ist dann dieser Wunsch da und man beschäftigt sich gefühlt, mit dem Thema Kinderwunsch und beide sind dann schon so in diesem Fokus drin, so wie du sagst, da ist der Eisprung, da müssen wir das, da gibt es ja gibt es ja auch Filme mittlerweile schon, wo Paare sich dann tatsächlich schnell schnell daheim treffen während der Bürozeiten oder sonst irgendwas.

00:17:51: Und dann gibt es gegebenenfalls ja auch immer diesen Punkt, wo sich dann Paare trennen und komischerweise beim nächsten Partner oder sowas ist es dann, so wie du sagst, zapp passiert, weil eben wahrscheinlich dieser Druck gar nicht da ist.

00:18:04: Ist es viel psychisch dann, Kerstin?

00:18:06: Oder ist das... Hat das viel mit der hormonellen Sitation zu tun?

00:18:13: Nein, ich würde es jetzt nicht auf die Psyche schieben.

00:18:15: Nein.

00:18:16: Aber die Psyche macht viel aus, damit man lockerer damit umgehen kann.

00:18:21: Aber nicht, das würde ich überhaupt nicht unterschreiben.

00:18:25: Nein, nein, nein.

00:18:26: Aber wenn man lockerer damit umgeht, und da ist eben Aufklärung ganz wichtig, dann ... ist es, glaube ich, einfacher.

00:18:34: Und auch Aufklärung dahingehend, dass man darüber redet, dass es eben auch sein kann, dass man nicht schwanger wird.

00:18:40: Ich sage allen meinen Patienten, rechnen Sie mal die ersten sechs Monate nicht damit, dass sie schwanger werden.

00:18:45: Das sage ich jeder Patientin.

00:18:48: Das ist auf jeden Fall sehr ehrlich.

00:18:52: Kessin, jetzt begleitest du ja auch Geburten persönlich und du hast sicher auch schon hunderte erlebt.

00:18:59: Was macht den Geburt für dich heute noch besonders und was hat sich für dich in dem Gesundheitswesen das Geburtenangeht verändert?

00:19:14: Ich habe tatsächlich in einer Klinik begonnen, wo wir, glaube ich, tausend achthundert Geburten hatten.

00:19:21: Jetzt sind wir bei knapp viertausend dreihundert Geburten.

00:19:27: Da muss man ganz schön, da hat sich einiges geändert.

00:19:30: Es ist natürlich nicht mehr ganz so persönlich.

00:19:34: Aber die Geburtshilfe ist ja nicht nur der Arzt, sondern auch die Hebamme.

00:19:40: Und diese Kombination macht es aus.

00:19:43: Das ist das Um- und Auf.

00:19:46: Die Hebamme macht so viel.

00:19:48: drumherum nimmt die Patientinnen da, holt sie da ab, wo sie auch abgeholt werden müssen.

00:19:55: Ich bin ja eigentlich für eurer Weise, wenn man das jetzt nur vom Krankenhaus sieht, wenn ich dort Dienst habe, komme ich eigentlich nur hin, wenn etwas nicht passt, wenn ein Notfall ist.

00:20:06: Das heißt, für uns ist natürlich, für die Hebamme ist das ein sehr natürlicher Prozess, ist für uns auch, aber da ist meistens eine Pathologie dahinter, weil Ärzte kommen oder Geburtstelle bekommen halt.

00:20:18: dann, wenn was nicht passt.

00:20:20: Und das muss ich sagen, wie ich begonnen habe, dann privat oder auch meine Patienten aus der Ordination oder aus der Praxis zu begleiten, habe ich plötzlich gemerkt, wie schön das ist, wenn ich einfach bei den ganz normalen, null acht, fünfzehn Geburten dabei sein kann.

00:20:37: Und wirklich sage ich immer, ich bin eher der Zuschauer und darf genießen.

00:20:41: Und wenn natürlich dann eine Notfall ist, bin ich da.

00:20:43: Also, da hat sich irrsinnig viel getan, nämlich auch, ich glaube, da habe ich noch einmal mehr verstanden, was die Hebammen eigentlich damit meinen, die natürliche Geburt, weil das einfach wirklich ein Unterschied ist.

00:20:59: Aber natürlich, und das ist auch immer ganz wichtig, eine Geburt kann wunderschön, unkompliziert verlaufen, aber von einem Moment auf den anderen kann es zu einer Katastrophe werden.

00:21:11: Und das ist natürlich bei uns Ärzten Viel mehr im Hinterkopf als bei Hebammern.

00:21:17: Ja, glaube ich auch definitiv.

00:21:19: Und ich finde es total schön zu hören, dass du sagst, es ist auch ganz schön, einfach im Hintergrund zu stehen und dabei zu sein aus Zuschauern, wenn alles super läuft.

00:21:31: glaube ich auch ein ganz ganz anderes Feeling dann dafür für kriegt.

00:21:33: und ich finde es auch toll, dass du das auch nochmal angesprochen hast, was die Hebammen dann so meinen, weil das ja auch mal ein ganz groß diskutiertes Thema ist mit natürlichen Geburten.

00:21:43: Da gibt es ja unter diesem Wort natürliche Geburt ist ja alles mit in Begriff mittlerweile wirklich sehr, sehr toll zu hören.

00:21:54: Aber trotzdem die Frage, was siehst du für Verbesserungspotenziale?

00:22:01: was die Zusammenarbeit im Team angeht zwischen Hebammen, Ärzte, Krankenschwestern.

00:22:12: Die Kommunikation.

00:22:13: Ich glaube, das ist aber in jedem Bereich.

00:22:17: Die Kommunikation ist das Um- und Auf.

00:22:20: Alles, was unausgesprochen ist, wird zu einem Problem.

00:22:24: Das ist meine Erfahrung.

00:22:26: Viele Teambildungs, glaube ich tatsächlich, also gerade dieses, dass man auch privat sich einmal zusammensetzt, dass man merkt, wie geht der andere mit dem Thema eigentlich um?

00:22:37: Wie ist der privat so?

00:22:39: Wir verbringen einfach extrem viel Zeit.

00:22:41: Das ist ein Nachtdienst.

00:22:44: Wenn man das selber erlebt, das ist wirklich sehr intensiv.

00:22:48: Man ist wirklich vierundzwanzig Stunden mit gewissen Menschen in einem Zimmer.

00:22:55: wo es vielleicht manchmal heiß hergeht, wo auch Notfälle sind, wo man schnelle Entscheidungen treffen muss, die vielleicht im Nachhinein manchmal hätte man das anders gemacht.

00:23:06: Aber ich glaube Wertschätzung, das ist ganz wichtig, also diese Wertschätzung und das Fehler nicht verurteilt werden, dass man da ganz offen drüber redet.

00:23:20: Wir gehen jetzt mal noch ein weiteres Thema der Frauengesundheit rein, weil ich das total spannend finde, mit dir darüber zu sprechen.

00:23:29: Themen wie Wechseljahre, hormonelle Veränderungen, Verhütung oder Brustgesundheit sind im vielen Gespräch mit Patienten.

00:23:36: Sie nennen noch immer auch mit Schambesetzungen und der repräsentiert eigentlich, wo erlebst du denn die größten Aufklärungsbedarf bei Frauen, egal in welchem Alter?

00:23:58: Tatsächlich gerade, was das Thema Menopause betrifft, weil das eine Generation war, die sehr wenig darüber geredet haben.

00:24:09: Und man muss schon sagen, vor zwanzig, dreißig Jahren waren einfach fast nur Männergönäkologen.

00:24:15: Jetzt, wenn man sich das anschaut, wenn man auf Kongressen geht, hat man vielleicht, puh, das ist jetzt wirklich eine Schätzung von mir, aber vielleicht zehn, fünfzehn Prozent sind Männer und sonst sind Frauen.

00:24:27: Und ich glaube, wenn man das selber durchmacht, gerade auch eine Schwangerschaft oder auch das Thema Perimenopause, also alles, was davor sich so anbahnt, ist natürlich leichter, glaube ich, das anzusprechen.

00:24:43: Das ist das Erste, was ich glaube, wo wahrscheinlich wir Frauen einen Vorteil haben.

00:24:50: Früher ist das einfach ja so ein bisschen unter den Tisch gekehrt worden und man hat dann das zwar angesprochen aber das ist dann so.

00:24:58: ja damit muss man halt leben und das ist glaube ich in vielen Bereichen von der Frauenmedizin so gewesen.

00:25:05: Da muss man halt einfach leben.

00:25:07: Nach der Geburt die Inkontinenz, die keiner anspricht.

00:25:10: Damit muss man halt leben.

00:25:12: Das ist halt jetzt einmal so.

00:25:13: Ja, noch drei Kinder ist halt die Inkontinenz.

00:25:16: Oder wenn man Regelschmerzen hat, damit muss man halt leben.

00:25:19: Es sind halt die Schmerzen.

00:25:20: Man hat halt die Regelblutung.

00:25:22: Und ich glaube, da muss man während meins sagen, nein, das stimmt nicht.

00:25:26: Man muss nicht damit leben.

00:25:28: Man muss darüber reden.

00:25:30: Das ist das Wichtigste.

00:25:31: und offen auch ansprechen.

00:25:34: Gerade auch das Thema Sexualität, das ist unglaublich.

00:25:38: Wie scham behaftet das alles immer noch ist?

00:25:42: Und mit mir redet man natürlich darüber, das ist doch klar, weil mit wem redet man sonst über die Sexualität?

00:25:47: Frauenärzte, oder?

00:25:49: Würdest du doch auch.

00:25:51: Vielleicht nicht direkt, dass du zu mir in die Praxis kommst, aber das ist schon ein Thema, wo man mit der Frauenärztin und vielleicht nicht mit der Hausärztin redet.

00:26:00: Ja, definitiv.

00:26:01: Also da bin ich bei dir und das ist tatsächlich ein Thema.

00:26:05: Wir hatten das ja schon mal in einer anderen Folge, wo es auch um die Männer geht, weil wir Männer haben niemanden zum reden.

00:26:11: Es gibt kein Männerfach hart.

00:26:14: Aber ich finde das auch sehr toll und ich finde das auch super vor allem.

00:26:19: Ich glaube, dass es für viele Frauen schon auch nochmal speziell ist, eine weibliche Gynäkologin zu haben, dass man da vielleicht auch nochmal anders spricht.

00:26:30: Es war ja früher so, dass immer jede Frau eigentlich gesagt hatte, ich habe männlichen Gynäkologen, ich verstehe es aber eigentlich gar nicht, weil da weiß ich nicht, das ist anders.

00:26:42: Mittlerweile ist es ja schon viel viel öfter da auch geworden und ich finde auch... gut, dass da mehr darüber gesprochen wird und dass es auch Publiker ist.

00:26:50: Also dass es auch nicht mehr so dieses Schamgefühl gibt, was wir ja schon ein paar Mal gehabt haben in der Folge, dass man darüber auch spricht.

00:27:01: Viele Frauen suchen nach sanften natürlichen alternativen.

00:27:05: Stichwort pflanzliche Präparate, bioidentische Hormone.

00:27:11: Wie begegnest du diesen Wunsch?

00:27:13: medizinisch fundiert, aber offen?

00:27:17: Ich bin ein großer Fan davon, muss ich gestehen.

00:27:20: Ich habe ja in der Ausbildung, lernt man ja gar nicht darüber, ja, also auch die Menopause.

00:27:28: Das ist, glaube ich, auch generell die Praxis.

00:27:30: Alles, was meiner Praxis anbietet oder wie man mit den Patienten arbeitet, das lernt man eigentlich nicht im Studium, auch nicht im Krankenhaus übrigens.

00:27:39: Das ist wirklich Learning by Doing.

00:27:44: habe dann natürlich auch mich da reinlesen müssen und ich sehe einfach... wie gut das ankommt und wie viel man damit bewirken kann.

00:27:52: Also ich bin ein absoluter Fan davon.

00:27:55: Auch übrigens von Akkupunktur gibt es ganz viele Daten, die auch unterstützen.

00:28:01: Ich sage immer, unterstützen.

00:28:03: Und gebe auch immer zu bedenken, wenn es nach sechs Monaten überhaupt zu keiner Verbesserung kommt, dann muss man sich natürlich auch alternativen überlegen.

00:28:13: Ja,

00:28:14: definitiv.

00:28:15: Wie siehst du das mit dem schlandlichen Beladen gerade auch was Hormonell angeht beim Thema Kinderwunsch?

00:28:25: Da ist der Mönchspfeffer, glaube ich, den du vielleicht da ansprichst.

00:28:29: Das ist auch ein Thema, ist zusätzlich natürlich unbedingt, ja, das macht auf alle Fälle Sinn, bin ich ein großer Fan.

00:28:39: Jetzt kommen wir noch zum ganz großen Thema, was eigentlich auch bekannt ist, aber man eigentlich auch wenig drüber spricht.

00:28:48: Der Beckenboden ist ein... Spezielles Thema und doch kommt er also selten zur Sprache eigentlich.

00:28:55: Warum ist dieses Thema so wichtig und warum wird es trotzdem oft verdrängt?

00:29:02: Wegen der Scham, dass es wirklich also keine Frau will zugeben, keine junge Frau, dass sie, wenn sie hustet, sie eine neue Unterhose wechseln muss.

00:29:14: Also Entschuldigung, das glaube ich will keiner, das will man einfach nicht und man verdrängt das auch.

00:29:21: ist auch fairerweise in der Praxis geht das, muss ich auch mich dann auf der Nase nehmen, geht das oft unter.

00:29:31: Ich glaube, da braucht es auch da wieder viel Kommunikation und auch viel gute Zusammenarbeit.

00:29:37: Ich habe ganz tolle Physiotherapeutin, die genau auf dieses Thema auch spezialisiert sind.

00:29:44: Das bringt nichts einer Patientin zu sagen, geht zu dem Physiotherapeutin, der gar nicht mit den Beckenbohnen zu tun hat.

00:29:50: Da gibt es ganz tolle Methoden, wo sogar auch vaginal ertastet wird, damit man den Beckenbohnen, dass man überhaupt weiß, wie der aktiviert wird.

00:29:59: Das ist nämlich das größte Problem.

00:30:01: wenn man die Bobakten zusammenzieht, aktiviert man den Beckenboden.

00:30:05: Das stimmt nicht.

00:30:06: Das war früher auch so, als würde man den Hahn zurückhalten, dann trainiert man den Beckenboden.

00:30:13: Das ist es leider nicht.

00:30:14: Wenn man wirklich mal das richtig macht, richtig trainiert, dann ist es wirklich, das tut weh, das ist wirklich unangenehm.

00:30:22: Das ist definitiv.

00:30:25: Kerstin, wir gehen jetzt wieder zurück in unser ... Thema Kinderwunsch.

00:30:32: Einz deiner Lieblingsthemen, ja, wie wir gehört haben.

00:30:36: Wann ist denn der richtige Zeitpunkt, aus deiner Sicht ärztlichen Rat zu suchen, um mit dem Thema auch auf dich als Gynäkologin zuzukommen?

00:30:50: Prinzipiell, glaube ich, ist immer wichtig zu fragen, oder immer wieder neu zu fragen, weil es ist ja einmal im Jahr, kommende Patientinnen zu mir, ist das Thema Kinderwunsch.

00:31:03: Ist das jetzt aktuell?

00:31:06: Gibt es da Neuigkeiten?

00:31:07: Ich frag da eigentlich immer nach.

00:31:09: Aus dem Grund, dass man ... Das weiß ich auch von meinem Mann, der Internist ist, dass man mal ein großes Blutbild macht, dass man mal die Vitamine sich anschaut, dass man da einfach mal grob darüber schaut, ob die Patientin Zyklusch Probleme hat und, und, und, also dass man das einfach im Blickfeld hat.

00:31:29: Wenn mir die Patientin sagt, das ist jetzt noch lang kein Thema.

00:31:31: Da gibt es dann keinen Zeitpunkt.

00:31:34: Es ist, glaube ich, einfach jedes Mal hinterfragen, gibt es da schon was Neues?

00:31:40: und das macht sich so fein, weil man ja eigentlich schon so ein bisschen, würde ich sagen, ein freundschaftliches Verhältnis hat, weil das ja schon ein sehr intibles Thema ist.

00:31:51: Und auch ein schwieriges, übrigens, weil wenn Frauen sagen, sie wollen keine Kinder, muss man dann schon aufpassen, dass sie sich nicht an den Schlips getreten fühlen.

00:32:03: Das muss man schon sehr aufpassen.

00:32:06: Aber eine wichtige Frage.

00:32:07: Ich sage immer, das frage ich als Gynäkologin.

00:32:09: Das ist eine für mich medizinisch wichtige Frage, damit ich gut beraten kann.

00:32:16: Jetzt bist du eine Gynäkologin, die damit offen umgeht und die Patientin direkt drauf anspricht.

00:32:22: Was würdest du denn aber Patienten raten, die sich mit diesem Thema beschäftigen, aber nicht wissen, wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, um das mit meinem Gynäkologin oder mit meiner Gynäkologin, die das vielleicht nicht so toll anspricht wie du und darauf eingeht, zu besprechen?

00:32:43: Drei Monate, das habe ich ja gesagt.

00:32:45: Drei Monate vorher, habe ich schon vorhin erwähnt, sollte man ja mit dem Fulsare Spiegel, dass der schön hoch ist.

00:32:52: Und da könnte man auch, wenn man jetzt schon überlegt, eventuell, dass man beginnt, ein gutes halbes Jahr vorher, dass man dann sagt, okay, man bespricht, dass man mit der Kinekologin, dass man das gar nicht im Rahmen einer Vorsorge untersuchen, sondern man sich wirklich extra auch an einen Termin ausmacht und bespricht.

00:33:11: Zum einen auch ganz wichtig Impfungen, ja, Röteln zum Beispiel.

00:33:16: Wie schaut mein Impfstatus aus?

00:33:17: Muss ich da irgendwas vorher, bevor ich schwanger werden will?

00:33:21: Wie sind meine Blutwerte?

00:33:24: Gibt es irgendwelche Erkrankungen?

00:33:28: Zum Beispiel wenn man mal zu Grippe oder Long Covid, was jetzt überall jetzt im Munde ist, ist ganz oft eine Frage, ich hatte erst Covid, darf ich schwanger werden?

00:33:36: Also ich glaube, Da ist es wichtig, sich wirklich zusätzlich wahrscheinlich einen Termin auszumachen und das dann anzusprechen.

00:33:43: Also halbes Jahr, bevor man sagt, okay, wir könnten uns das gut vorstellen, so würde ich es empfehlen.

00:33:51: Da muss ich ja gleich noch die nächste Frage rein schieben, weil die würde ansonsten Postwänden auf uns zukommen, Kerstin.

00:34:00: Erlebst du eine Veränderung nach Covid bei dem Thema Kinderwunsch?

00:34:08: Ja.

00:34:10: viele geben dem gerade das Impfen, die ganze Situation, die psychische Situation, dass sie vielleicht auch mehrere Infektionen durchlebt haben, dass es eigentlich immer das erste Punkt ist, dass der Grund ist.

00:34:28: warum wir nicht schwanger werden können oder warum ich nicht schwanger werden.

00:34:38: Das ist schwierig, da gibt es auch noch keine Daten dazu.

00:34:45: Das ist ein schwieriges Thema.

00:34:46: Aber ich glaube, dieses Kinderwunsch, also Infektionen hat es immer schon gegeben.

00:34:55: Einmal mehr, einmal weniger.

00:34:56: Und Kinderwunsch gibt's auch immer.

00:34:59: Natürlich, wenn was nicht läuft, ist das Erste, dass man versucht, jemanden die Schuld zu geben oder zu sagen, das könnte der Grund sein.

00:35:09: Weil es einem für sich selber auch leichter ist.

00:35:13: Das ist auch für die Frauen sicher immer, wenn man das abklärt, alle Abstriche macht, alle Blutuntersuchungen, dann ist immer so, ah gut, okay, also ich bin nicht ich Schuld.

00:35:21: Dann muss es jetzt mal Manns Abklärung machen.

00:35:25: Das finde ich auch übrigens ganz wichtig.

00:35:27: Frauen werden unendlich lange abgeklärt und Männer relativ spät.

00:35:32: Und das ist auch etwas, was gerade beim Kinderwunsch betrifft, das sage ich tatsächlich, auch Männer müssen, wo das sollten ist, nicht ganz richtig.

00:35:42: Das sollten, bevor sie mit dem Kinderwunsch starten, auch abgecheckt werden.

00:35:48: Da werden wir aber wieder bei der Männermedizin.

00:35:52: Jetzt bin ich heilfroh, dass du mir nicht die Frage genommen hast, die ich eigentlich aus Überlegstes hatte, aber wir schieben sie jetzt gleich mal hinten nach, weil du es schon angesprochen hast.

00:36:05: Das ist ja, und du sagst es ja gerade auch schon so in einem sensiblen Ton, ein sehr spezielles Thema mit der männlichen Fruchtbarkeit.

00:36:18: Wie sprichst du denn das an oder wie gehst du denn damit um?

00:36:24: Wenn du siehst, bei der Frau ist alles in Ordnung, wir sollten das mal vielleicht mit dem Mann ansprechen.

00:36:30: Das ist ja schon ein heikendes Thema, so wie du es gerade schon beschrieben hast.

00:36:35: Extrem heikel, ja.

00:36:37: Aber ich sage immer, man braucht zwei, es sind zwei Personen, um schwanger zu werden.

00:36:45: Es geht nicht ganz alleine.

00:36:47: Und beide ... müssen genauso gleich abgeklärt werden.

00:36:50: Das versuche ich so sachlich wie möglich, ohne Emotion.

00:36:53: Ich glaube, da glaube ich tatsächlich, sonst sollte man sehr empathisch und mit viel Emotion da reingehen.

00:37:01: Aber hier versuche ich das wirklich sehr emotionslos.

00:37:04: Einfach gerade raus, ich glaube, da muss man wirklich sagen, okay, jetzt muss ein Partner abgeklärt werden.

00:37:11: Punkt.

00:37:12: Ohne irgendwie eine Wertung dahin zu geben.

00:37:15: Kerstin, ich kann mir das zu gut vorstellen, dass du das genau so machst.

00:37:20: Aber genau weil du das so machst, eben so gut ankommt und dann aber auch verstanden wird, weil, wie du es jetzt alleine schon erklärst, ist es für jedes Paar dann auch leichter, dann damit umzugehen.

00:37:34: Und manchmal braucht man einfach diesen Punkt mal so ein bisschen direkter, aber auf eine spezielle Art da rein zu stoßen.

00:37:44: Da müssen wir uns nichts vormachen, das kann ich zugeben, wir Männer sind schon sehr speziell, was dieses Thema angeht, weil das ist ja, es gibt ja generationstechnisch überhaupt nicht, dass Männer schuld sind an sowas.

00:37:57: Schuld sind ist auch das falsche Wort wieder, das muss man schon sagen.

00:38:02: Das

00:38:02: ist nicht

00:38:02: ganz korrekt.

00:38:03: Aber schau gut, dass ich es angesprochen habe, weil das ist nämlich dann das Gefühl von Männern, dass Sie da, also... Ja,

00:38:11: das sind tatsächlich... Ja, schuld.

00:38:13: Aber das ist genauso bei Frauen.

00:38:14: Es ist nicht nur bei Männern, das muss man schon sagen.

00:38:16: Und das ist tatsächlich auch ein Punkt, wo viele Paare dann auch das nicht schaffen als Paar, wenn wirklich bei einem rauskommt, dass wirklich da etwas nicht passt oder einfach nicht so optimal ist, sagen wir mal so, dass die das dann auch nicht schaffen als Paar.

00:38:35: Das ist wirklich ein großes Thema.

00:38:37: Und da gehört wirklich auch eine psychologische Betreuung, das sollte auf alle Fälle.

00:38:42: Ist übrigens in einigen Kinderwunschkliniken, dass auch die Männer psychologisch betreut werden.

00:38:47: Das finde ich genial.

00:38:48: Das ist nämlich ganz wichtig.

00:38:50: Das finde ich auch ganz, ganz wichtig.

00:38:51: Und es ist ja auch ein sehr spezielles Thema und es ist auch ganz wichtig, dass man nicht nur da auch an die Frauen denkt, sondern eben auch an die Männer und dass das, und so wie du sagst, das muss gemeinsam gemacht werden und nicht getrennt.

00:39:06: Jetzt muss ich aber die Frage trotzdem noch stellen, die eigentlich davor gekommen wäre.

00:39:12: Kannst du uns dann einfach mal so drei typische medizinische Gründe von unerfüllten Kinderwunsch kurz erklären, also aufzählen, erklären, auch wenn du vorher schon mal so kurz dieses Thema angeschnitten hast, aber so dass es die Zuhörer mal so drei Punkte schon mal gehört haben, im direkten Sinne.

00:39:37: Da würde ich tatsächlich bei den Männern beginnen, die zum Beispiel ein Thema die Samenqualität.

00:39:46: Das wird ja bestimmt, wie schnell die Samen sind, wie viele da drinnen sind und wenn es da Probleme gibt, kann das durchaus dann auch eine Problematik beim Kinderwunsch sein.

00:39:59: Das heißt, das ist mal das eine Thema.

00:40:02: Bei den Frauen oft zyklusunregelmäßigkeiten, wenn der Zyklus sehr, sehr unregelmäßig ist, kann zum Beispiel, wenn man jetzt schon bei dem Thema Diagnose sind, PCOS, diese Patientinnen, die haben einfach auch vom Hormonstartus so eine Verschiebung mehr, die männlichen Hormone haben deshalb auch weniger Einsprünge und das dann auch oft Probleme mit dem Kinderwunsch.

00:40:33: Das ist das eine.

00:40:35: Und der dritte Punkt, der mir jetzt so auf die Schnelle einfallen würde, wäre ... zum Beispiel auch eine hormonelle Geschichte, wenn sie einen Brokestoronmangel haben, das auch sehr oft vorkommt.

00:40:50: Ja, wenn Frauen oft bevor die Regelblutung kommt, immer wieder so Zwischenblutung, so Spottings haben, sollte man sich das auch genau anschauen.

00:40:59: Also die Hormone, das sieht man, die Hormone machen viel aus.

00:41:03: Das ist ganz wichtig.

00:41:04: Aber ich sage immer, Hormone ist das Leben.

00:41:06: Also ohne Hormone könnten wir gar nicht

00:41:08: da sein.

00:41:09: So ist es, genau.

00:41:13: Jetzt muss ich aber am Ende des Hauptthemas Kinderwunsch doch noch eine Frage stellen, die ja viele Paare dann auch treffen könnte.

00:41:27: Gibt es den Grenzen medizinisch oder ethisch, bei denen du sagst, ich ziehe eine Linie oder berate bewusst in eine andere Richtung?

00:41:41: Tatsächlich hatte ich eine Patientin, die ... was geschlecht.

00:41:48: Also die wollten nur ein bestimmtes Geschlecht haben.

00:41:54: Und da muss ich sagen, da ist es schon schwierig für mich da eine Beratung zu machen.

00:42:02: ist aber auch wiederum leicht, weil es da jetzt in Österreich nicht sehr viele Möglichkeiten gibt.

00:42:07: Das kann ich dann ganz gut abgeben.

00:42:09: Aber dieses sehr spezielle Vorstellungen, wie ein Kind zu sein hat, was man machen kann, damit es so und so ist oder so und so intelligent ist, finde ich ein bisschen schwierig.

00:42:27: Also das muss ich zugeben.

00:42:30: Das ist ein sehr schwieriges Thema.

00:42:33: Ist auch tatsächlich ein sehr sehr schwieriges Thema, vor allem weil es ja in den Medien auch immer wieder mal so kommt.

00:42:38: Vor kurzem habe ich gehört, dass schon Roboter Schwangerschaften völlig verrückt.

00:42:44: Klar, aber dass die Frage da mal kommt, wundert mich jetzt nicht wirklich.

00:42:51: Aber ich finde es toll, dass du das dann auch mal so offen sagst.

00:42:53: Ja, das muss ich dann einfach sagen, geht halt so nicht.

00:43:00: Was möchtest du dem Pan sagen, die Gerade in der belastenden Kinderwunschphase stecken ohne einfache Lösungen, aber mit ehrlichen Blick.

00:43:16: Es ist so offen wie möglich miteinander umgehen.

00:43:21: Es ist alles ansprechen.

00:43:23: Jede Sorge, jede Angst, die noch so klein erscheint, trotzdem ansprechen.

00:43:35: Und wirklich die Sorgen auch.

00:43:38: Ja, es ist oft, dass Frauen ganz andere Sorgen haben als jetzt Männer.

00:43:42: Und umgekehrt genauso.

00:43:44: Ich glaube einfach, man muss sich Zeit schaffen, auch wieder als Paar zu sehen.

00:43:49: Das ist auch genau das gleiche Thema dann, wenn man ein Kind hat.

00:43:53: dass man dann nur noch Eltern ist.

00:43:55: Und so ist es, man ist nur ein Kinderwunschpaar.

00:43:58: Und das ist, glaube ich, ganz wichtig, sich da auch wieder, so wie meine Großmutter schon gesagt hat, Auszeit zu nehmen, sich mal nur als Paar, wirklich, du musst ja nichts, was ausgefallenes sein.

00:44:10: Es ist oft ganz gut, wenn man in die Berge geht, in den Wald, einfach mal wieder Spaß hat, einfach nur lacht und mal nicht über das Thema redet und vielleicht auch nicht sehr redet.

00:44:23: was ich dem gesagt habe, aber nicht immer nur was, was können wir jetzt tun, damit es noch einmal optimale wird.

00:44:30: Warum passiert das?

00:44:32: Das ist einfach, ja, einfach sich die Zeit als Paar zu nehmen, sich als Paar zu sehen.

00:44:39: Warum hat man sich verliebt?

00:44:41: Ja,

00:44:42: definitiv.

00:44:42: Ist

00:44:42: man zusammen.

00:44:45: Was?

00:44:46: Es ist ja gar nicht zerreden, sondern es ist miteinander reden.

00:44:50: Und das zerreden ist nochmal eine ganz andere Geschichte, aber es ist natürlich relativ nah zusammen.

00:44:57: Es ist sehr nah zusammen.

00:44:59: Das macht es, glaube ich.

00:45:06: Was würdest du denn in der Versorgung von Frauen ganz konkret verbessern und das mit sofortiger Wirkung?

00:45:19: viel mehr Zentren machen, wo Frauen wirklich alles auf... einem Platz haben, also diese interdisziplinäre Arbeit, die finde ich ganz wichtig, dass man weiß, da ist der Hausarzt oder Hausärztin oder der Internist, Internistin oder auch Schilddrüse, Schilddrüsenerkrankungen ist auch oft bei Kinderwunsch ein Thema, dass man das alles auf einem Platz hat, weil wenn man sich das anschaut, was wir, auch natürlich Männer, aber was wir im Alltag leisten, egal ob man schon Kinder hat oder nicht, das ist einfach der Anspruch schon sehr hoch.

00:45:58: Man hat oft nicht die Zeit, dass man von dort nach dort hin fährt, dann wieder dahin.

00:46:03: Das finde ich einfach genial, wenn es viele, viele Zentren geben würde, wo man alles auf einmal hat und gleich von einem Zimmer vielleicht den anderen die Beratung hat.

00:46:17: Psychologen, Physiotherapeutin, das finde ich sehr schön.

00:46:22: Das wäre glaube ich aber mein Traum.

00:46:24: Das wäre auch, da würde ich mich voll und ganz mit anschließen.

00:46:26: Da bin ich voll bei dir.

00:46:29: Kerstin, jetzt haben wir ja egal, in welchem Land wir uns bewegen, ob es in Deutschland, Österreich oder Schweiz ist, wo unsere Zuhörer ja am häufigsten vorkommen.

00:46:40: Ihr habt immer das Thema auch mit der Gesundheitsversorgung und mit der Angst, was geht's da weiter.

00:46:47: Und wir haben dafür eine spezielle Kategorie und die heißt, da fragen wir noch mal die Kleinen.

00:46:54: Hallo, ich bin Marie.

00:46:55: Ich bin sechs Jahre.

00:46:57: In drei Wochen habe ich Geburtstag.

00:46:59: Ich habe eine Frage.

00:47:00: Wer kümmert sich und zukunft um meine Gesundheit?

00:47:08: Du darfst einfach los.

00:47:11: Wer kümmert sich um die Gesundheit?

00:47:14: Natürlich die Ärzte, die Schwestern, das Krankenhaus, die Ambulante im ambulanten Setting im Krankenhaus.

00:47:24: Ich glaube einfach, wir müssen das Gesundheitssystem komplett erneuern.

00:47:30: Das muss jetzt einfach.

00:47:31: diese alten Strukturen müssen raus und es muss was Neues her.

00:47:37: Und ich glaube auch, dass diese Zentren nicht nur Gutes bringen.

00:47:43: Ich glaube wirklich, wir müssen wieder zu dem zurück, dass ein Spital nicht nur ein Zentrum ist, sondern eine Anlaufstelle führt.

00:47:51: alle Probleme, gerade auch am Land.

00:47:54: Das ist ein unglaubliches Problem, das man vielleicht ein paar Stunden braucht, bis man dann in einem Zentrum ist.

00:48:01: Das gehört wieder mehr allgemeine Krankenhäuser, wo eine kleine Gynäkologie, eine kleine Orthopädie vielleicht, eine kleine Chirurgie.

00:48:11: Es muss nicht immer das Spezielle sein.

00:48:13: Ich glaube, man würde damit schon sehr viel abfangen können.

00:48:17: Und dann kann man immer noch in den Spezialzentren, die Spezialzentren und Gotteswillen, die sind wichtig.

00:48:22: Aber ich glaube, man hat sich so auf das fixiert, dass man das ganz einfache unter Anführungszeichen, es ist nicht einfach, dass man das vergessen hat.

00:48:32: Und ich glaube, das wäre vielleicht die Lösung.

00:48:38: Wirklich sehr schön, wie du das gesagt hast.

00:48:41: Und dann komme ich auch gleich zu unserer Abschlussfrage.

00:48:45: Zwischen Visite und Vision.

00:48:48: Das Fachliche darf gehen, das Persönliche darf bleiben.

00:48:51: Was war Ihr schönster Moment im Klinik- oder Praxisalltag?

00:48:58: Ich habe wirklich verkürzen, darum habe ich mir gedacht, das muss ich da erzählen, habe ich eine E-Mail bekommen von einer Patientin, die mir jetzt schon das dritte Mal eine E-Mail geschrieben hat.

00:49:12: Vor zehn Jahren habe ich das Kind auf die Welt gebracht.

00:49:17: Und da war ich, glaube ich, noch Assistenz.

00:49:19: Ja, da war ich Assistenz.

00:49:20: Ja, glaub ich.

00:49:21: Da war ich definitiv Assistenz.

00:49:24: So alt bin ich jetzt noch nicht.

00:49:26: Und ich würde gerne das vorlesen, wenn ich darf.

00:49:30: Weil es so schön geschrieben ist, das kann ich gar nicht wiedergeben.

00:49:35: Eine Sekunde.

00:49:36: Liebe Frau Dr.

00:49:37: Eyinger, gestern ist meine älteste Tochter zehn Jahre alt geworden.

00:49:41: Ein hübsches, talentiertes und unglaublich schlaues Mädchen, die bisher nur Einser hatte und Klassenbeste ist.

00:49:47: Außerdem ist sie ein verantwortungsbewusstes, hilfsbereites, fürsorgliches und kreatives Mädchen.

00:49:53: Einfach ein Wunder.

00:49:54: Ein Wunder, das um ein Haar zu wenig Sauerstoff bekommen hätte und eventuell heute noch Schäden davon tragen würde.

00:50:00: Wenn sie nicht trotz Dienstschluss nochmal in den Kreißsaal geschaut hätten und den einen oder anderen Handgriff gekonnt durchgeführt hätten.

00:50:08: Ich weiß, ich habe in diesem Besuch schon ein paar Mal geschrieben, aber speziell an Ihren Geburtstag muss ich immer wieder daran denken und daran, wie Gott offenbar Menschen als Engel benutzt, um seine Wunder geschehen zu lassen.

00:50:23: Vielen Dank, dass es Sie gibt.

00:50:24: Ich wünsche Ihnen das allerbeste und dass es noch andere viele Menschen gibt, die so helfen können.

00:50:31: Das hat mich extrem getroffen und berührt.

00:50:36: Ich finde es so eine Wertschätzung.

00:50:42: Die Arbeit, die wir tun, auch Krankenschwestern, OB-Pfleger, Hebammen, alle.

00:50:48: Diese Wertschätzung, die hört man natürlich nicht ganz so oft.

00:50:53: Und vor allem in deinem speziellen Fall, die nach zehn Jahren sogar noch

00:50:57: ... Ja, das ist die einfach noch einmal ...

00:50:59: ... wirklich sehr, sehr schön.

00:51:02: Kerstin, ich danke dir von Herzen für deine Zeit, deine Haltung und deine Offenheit.

00:51:09: Es war ein Gespräch, das gezeigt hat zwischen Wunsch und Wissenschaft, zwischen Klinik und Vertrauen braucht das Menschen, die zuhören und die begleiten.

00:51:19: Danke, dass du ein Gast bei uns warst im Podcast und ich freue mich jetzt schon, wenn wir irgendwann die zweite Folge dazu machen.

00:51:26: Unbedingt.

00:51:33: Das war zwischen Visite und Vision, Medizin

00:51:36: im Gespräch.

00:51:37: Wenn

00:51:38: dir diese Folge gefallen hat, freuen wir uns, wenn du unseren Podcast abonnierst, weiter empfiehlst und natürlich wieder reinhörst.

00:51:47: Hier sprechen wir mit Menschen, die Medizin

00:51:49: leben.

00:51:50: Über Herausforderungen, Chancen und das, was wirklich zählt.

00:51:54: Vertrauen, Wissen und der Blick nach vorn.

00:51:58: Du findest uns auf allen gängigen Podcast-Plattformen sowie auf Instagram unter

00:52:04: et zwischen

00:52:05: Visite und Vision, wo wir dir spannende Einblicke und Updates zu den kommenden Folgen bieten.

00:52:12: Noch näher dran bist du über unseren WhatsApp-Kanal oder du schreibst uns einfach direkt an Kontakt.

00:52:18: et zwischen

00:52:19: visite und vision.com.

00:52:21: Mit

00:52:22: deinen

00:52:22: Fragen, Themenwünschen oder Anregungen.

00:52:26: Leib gesund, neugierig, und offen für neue Perspektiven.

00:52:31: Dein Podcast-Team zwischen Visite und Vision, Medizin im Gespräch.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.