Aorta – wenn die Hauptschlagader entscheidet

Shownotes

Aortenoperationen – verstehen, entscheiden, weiterleben

Die Aorta ist die größte Schlagader des menschlichen Körpers. Sie versorgt Gehirn, Organe und Extremitäten – und ist zugleich anfällig für Erkrankungen, die lange unbemerkt bleiben können.

In dieser Episode von MEDIZIN DIREKT sprechen wir ausführlich über die Medizin hinter der Aorta – ruhig, verständlich und ohne Panikmache.

Zu Gast: Julia Rogaczewski Angehende Herzchirurgin, wissenschaftlich tätig im Bereich Aortenpathologien, klinisch angebunden u. a. an die Universität Bonn und Zürich.

Transkript anzeigen

00:00:01: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von Medizin direkt dem Medizin Podcast.

00:00:10: Medizin ist oft dann am stärksten, wenn sie leise beginnt.

00:00:13: Lange bevor Symptome auftreten, lange bevor ein Mensch merkt, dass etwas nicht stimmt.

00:00:18: In dieser Folge geht es um Entscheidungen, die Zeit brauchen und um Situationen.

00:00:23: in denen plötzlich jede Minute zählt.

00:00:26: Wir sprechen über ein zentrales Gefäß des Körpers, über Erkrankungen, die oft lang unbemerkt bleiben und über Eingriffe die höchste Präzession erfolgen.

00:00:35: Es geht um Diagnosen und Zufallsbefunde, um Abwarten oder Operieren, um hochkomplexe Herzschirurgie und um die Zeit danach, über Intensivstation, Rehabilitation und das Zurückfinden in ein normales Leben.

00:00:52: angehende Herzchirurgien mit einem klaren Schwerpunkt auf die Chirurgie der Erörter.

00:00:58: Medizin direkt steht für Aufklärung, für Einordnung und für Medizin, die man verstehen kann.

00:01:08: Ja, hallo und herzlich willkommen zu Medizin direkt, der Medizin Podcast.

00:01:13: Und heute feiern wir tatsächlich Premiere.

00:01:15: Wir haben unser Format ein bisschen angepasst und haben beschlossen, dass wir unser Format ein bisschen mehr in die Richtung mehr Aufklärung machen.

00:01:25: Und ich kann schon mal sagen, wir haben heute eine wirklich klasse Frau, das ersten Gast in unserer Folge, Julia Rokashevski.

00:01:35: Gerade im Bonn, aber eigentlich in Zürich, vielleicht wird es uns gleich noch ein bisschen mehr dazu sagen, zum Thema Aortenschirurgie.

00:01:44: Und in diesem Thema, es gibt im menschlichen Körper ein Gefäß, das größer, wichtiger und gleichzeitig verletzlicher ist als fast jedes andere.

00:01:55: Und zwar die Erurter.

00:01:57: Sie ist nämlich die Hauptschlag-Ara unseres Körpers.

00:02:00: Sie versorgt unser Gehirn, unsere Organe, unsere Beine.

00:02:05: Und wenn hier etwas schief läuft, zählt jede Minute.

00:02:11: Trotzdem wissen viele Menschen nicht, was die Erurter eigentlich genau ist, welche Erkrankungen sie betreffen können und wann aus einem Zufall befunden plötzlich eine lebensmotorliche Situation werden kann.

00:02:24: In einem Deutschland werden jedes Jahr über größere Aorten, assoziierte Eingriffe durchgeführt von geplanten Operationen über Anarismen, es sind so hoch akut Notfällen wie Aortendiskussionen.

00:02:39: In Österreich sind es bezogen auf die Bevölkerungsgröße, mehrere Tausende Aortenoperationen pro Jahr, meist gebündelt in hoch spezialisierten Zentren.

00:02:48: Die Erkrankungshäufigkeit von der Aorta ist tatsächlich bei Aortenanarismen hat das ungefähr zwei bis fünf Prozent der Menschen über sixty-fünf, bei der Erordnete Sektion, circa drei bis sechs Fälle pro hunderttausend Einwohner im Jahr, um.

00:03:05: viele Betroffene, und das ist eigentlich das erschrecken wir, leben jahrelang ohne Symptome.

00:03:12: Das heißt, Erordnerkrankungen sind keine Randerscheinungen, sie bleiben nur oft lang unentdeckt.

00:03:18: Und deshalb haben wir heute einen ganz, ganz speziellen Gast hier bei Medizin.

00:03:25: direkt Julia Rokashevski, angehende Herzchirurgen und die wird uns heute mal ein bisschen mehr sagen und zeigen über die Aorten.

00:03:36: Schirurgie, hallo Julia.

00:03:38: Hallo, es freut mich sehr, Teil des Podcasts zu sein und heute über die Hauptschlagader zu sprechen, über die Aorta.

00:03:45: Julia, bevor wir über die Krankheiten, Risiken und Operationen sprechen.

00:03:50: Lass uns ganz vorne anfangen, was ist die Erörter eigentlich und warum ist sie so entscheidend für unser Leben?

00:03:56: Die Erörter ist die Hauptschlagader unseres Körpers und ich zeige einmal auch ein Modell wo sie entspringt.

00:04:02: Sie entspringt quasi dem linken Teil des Herzens und hier sieht man einmal die Erörter und sie wurde zwanzig für zwanzig von den herzchirurgischen Fachgesellschaften sogar als eigenes Organ bezeichnet.

00:04:14: Und sie versorgt, wie schon im Intro auch erwähnt, den gesamten Körper, alle Organe, inklusive der Extremitäten, die hörenversorgenden Gefäße, entspringen direkt der Hauptschlagader und somit ist sie ein sehr wichtiger Bestandteil unseres Körpers und wie auch schon angesprochen auch sehr anfällig für zahlreiche Erkrankungen.

00:04:33: Und da geben wir auch später so ein bisschen drauf ein, welche Risikogruppen gibt es und welche Patienten sind besonders anfällig?

00:04:39: und was ist wichtig bei den Erkrankungen zu beachten, der Hauptschlag.

00:04:43: Klasse, Julia ist sehr schön schon mal am Anfang erklärt.

00:04:46: Vielen Dank schon mal dafür.

00:04:48: Kann man sich denn die Erurter dann so vorstellen wie so eine Hautleitung?

00:04:53: Richtig, also man kann sich das so ein bisschen vorstellen wie eine Autobahn und von der Autobahn gehen verschiedene Straßen ab und versorgen dann die zahlreichen Organe und die Erurter, die besteht aus drei Bestandteilen, wenn man sich das quasi am Modell hier auch anschaut.

00:05:06: Also wichtig ist vielleicht generell zum Aufbau des Herzens zu sagen, wir haben zwei Vorhöfe und zwei Herzkammern und die Hauptschlagader entspringt quasi der linken Herzkammer.

00:05:16: Und direkt an der Hauptschlagader hier unten quasi befindet sich eine Herzklappe, die sogenannte Aortenklappe.

00:05:22: Davon hängt auch viel ab, ob die Aortenklappe mit betroffen ist von der Erkrankung oder nicht.

00:05:26: Da gehen wir auch später so ein bisschen ausführlicher auf die operativen Verfahren auch mit ein.

00:05:31: Aber wichtig zu wissen, wir haben zwei Vorhöfe, zwei Herzkammern und vier Herzklappen.

00:05:36: Und bezogen auf die Aorta ist die Aortenklappe besonders relevant, was Erkrankungen betrifft.

00:05:41: Julia.

00:05:42: Welche Abschnitte der Orta sind denn besonders kritisch?

00:05:46: Also besonders wichtig ist zu schauen, welcher Teil betroffen ist.

00:05:49: Also ist der Aufsteigende, Ascendierende Teil betroffen oder der Bogen der Orta oder der Absteigende, Descendierende Teil der Orta.

00:05:56: Also wenn man sich das hier anschaut, wir haben den Aufsteigenden, wir haben dann den Bogen.

00:06:00: wo quasi diese drei Abgänge, die Hörnversorgung und Arterien abgehen und quasi hinten einen absteigenden Teil.

00:06:06: und ist dieser aufsteigende Teil betroffen, dann sind die Sektionen, also die Erkrankungen besonders gefährlich.

00:06:12: Ist der absteigende Teil betroffen, dann ist das quasi eine Typ B der Sektion, die weniger gefährlich ist für den Patienten.

00:06:18: Das heißt, man muss unterscheiden zwischen Typ A-Desenktion, wo quasi die ascendierende, aufsteigende Orte betroffen ist und Typ B, die nicht so akut sind, nicht so akute Notfälle wie die Typ A-Desenktionen.

00:06:29: wo quasi auch später gehandelt werden kann.

00:06:31: Da muss man nicht direkt in den OP, wie bei der Typ-Ade-Sektion.

00:06:35: Das heißt, die Lokalisation ist wichtig.

00:06:37: Und auch das Wachstum dieser Aussackung, die dann quasi entsteht, das ist auch dieses Erkrankungsbild, was häufig auftritt, ist quasi eine Aussackung der Hauptschlagader.

00:06:46: Und diese Aussackung wächst mit der Zeit.

00:06:48: Und da muss man sich auch anschauen, wie schnell wächst quasi diese Aussackung und ist eine Indikation für die Operation gegeben.

00:06:54: Julia, warum ist denn, Gerade der Anfang der Erörter ist so sensibel.

00:07:00: Das ist vorwiegend auch deshalb, weil die Herzklappe da ist und die Erortenklappe ist auch manchmal bei den Einrissen mit betroffen.

00:07:08: Das Wichtig ist, was passiert überhaupt bei diesem Einriss?

00:07:11: Wir haben eine Aussackung der Hauptschlagader, die so wächst mit der Zeit und kann dann platzen.

00:07:16: Dann sprechen wir von einer Erortende-Sektion.

00:07:19: Dann befindet sich quasi Blut zwischen den Wandschichten der Hauptschlagader.

00:07:23: Das ist halt sehr gefährlich, weil die Ortenklappe direkt sich dort befindet und die muss dann in der OP oft mitersetzt oder rekonstruiert werden.

00:07:31: Da muss man quasi darauf achten.

00:07:32: Und ist die Herzklappe mit betroffen?

00:07:34: Also schließt sie nicht richtig?

00:07:35: Zum Beispiel haben wir eine Insuffizienz oder öffnet sie nicht richtig eine Stinose der Herzklappe?

00:07:41: Und dann ist die OP viel größer, weil wir die eben mit ersetzen müssen.

00:07:45: Bei den Typedesektionen, wo der quasi deszendierende Teil der Orte betroffen ist, den ich gezeigt hatte, da kann man auch ein einfach einbauen.

00:07:53: Das heißt, da muss man nicht diesen großen operativen Vorgang vollziehen, sondern man kann über die Leiste vorgehen und dann einfach so eine Art Prothese in das Lumen der Aorta hineinbringen.

00:08:04: Das heißt, da sind viel kleinere operative Eingriffe und das ist einfach weniger gefährlich.

00:08:08: schlussendlich für den Patienten, die Tip B-Desektion.

00:08:12: Wenn man das so hört, Julia, dann weiß man gleich, wenn an dieser Hauptleitung etwas schiefläuft, wird es ernst.

00:08:21: Was sind denn die häufigsten Erkrankungen der Erurter?

00:08:25: Am häufigsten sind das diese Aussackungen.

00:08:27: und dann sprechen wir quasi von Aneurismat haben und dadurch wächst quasi an dieser Stelle die Erurter, die nimmt zu und an Durchmessern und die Wand ist fragil und kann einreißen.

00:08:39: Und wir sprechen quasi von einer Desektion, wenn es zu diesem Einriss kommt und dann zwischen die Wandschichten sich wie ein falsches Lumen ausbildet.

00:08:47: Da sammelt sich das Blut an und das ist eben dieser sehr gefährliche gesundheitliche Zustand der Patienten.

00:08:52: Wir müssen unterscheiden zwischen Aussackung, ein Neurisma der Orte, das ist die häufigste Erkrankung und zwischen Desektion, wenn es zu diesem Einriss kommt.

00:09:01: Und dann kann man quasi unterscheiden zwischen direkter Notfall, Typ A-De-Sektion oder Typ B-De-Sektion, wo man nicht akut handeln muss.

00:09:10: Jetzt hast du gerade schon zweimal schön dieses Wort genannt.

00:09:20: Das kann man sich quasi vorstellen wie eine Ausdackung, eine Erweiterung der Hauptschlagader und das ist wie ein Ballon, der sich konstant quasi aufbläst und einem gewissen zeitlichen Rahmen wächst und das ist bei einigen Patienten viel schneller, bei anderen weniger schnell und irgendwann kann es platzen.

00:09:36: Das ist quasi diese Ausdackung.

00:09:39: Und da gibt es zahlreiche auch Risikofaktoren.

00:09:42: Ich glaube, da gehen wir auch gleich ein bisschen noch tiefer drauf ein, wann es zu dieser Aussackung eher kommt, bei welchen Patientengruppen.

00:09:50: Genau.

00:09:51: Julia, jetzt hast du das ja schon sehr schön erklärt, aber jetzt ist noch eine ganz, ganz spannende Frage.

00:09:58: Was passiert bei einer Ordnend-Sektion und warum ist das ein absoluter Notfall?

00:10:05: Weil der Ordnend-Sektion reicht quasi diese Aussackung der Hauptschlagader ein.

00:10:09: Und dann entsteht dieses falsche Loom, weil zwischen die Wandschichten der Hauptschlagader Blut kommt.

00:10:15: Und das ist eben dieser absolute Notfall.

00:10:18: Und wie gesagt, je nach Lokalisation, wir achten immer darauf, ist quasi dieser aufsteigende Teil betroffen, inklusive Bogen oder nur der aufsteigende Teil oder der absteigende der Orte.

00:10:28: Und dann quasi kann man, wie gesagt, operativ entsprechend reagieren und muss halt schauen, wie man dann verferrt.

00:10:35: Das ist quasi wichtig.

00:10:36: Das heißt, wie gesagt, man muss differenzieren zwischen Aussackung an Neurisma, man schaut sich die Lokalisation an und wie schnell wächst diese Aussackung.

00:10:44: Und dann kommt es eventuell zu der Sektion und da muss man direkt handeln, wenn es zu diesem Einriss kommt.

00:10:49: Julia, jetzt verbinden ja viele Herzschirurgie automatisch beim höherem Alter.

00:10:55: Gilt es auch für Erordenerkrankungen und welche Rolle spielt dabei der Blut Hochdruck und die Genetik?

00:11:03: Das sind alles Risikofaktoren für die Ausbildung von Aneurysmata.

00:11:07: Bezüglich des genetischen Faktors, da gibt es Bindegewebserkrankungen, die dafür sorgen, dass sich eher diese Aussackung ausbildet, weil einfach die Wand des Gefäßes fragiler ist.

00:11:17: Da gibt es zum Beispiel erst Mal von Symdromen, das Auftritt, Louis Dietz, Elas Danlos, viele Symdrome genetisch bedingt, die damit einhergehen.

00:11:25: Und natürlich auch ein höheres Alter ist auch mit ein Risikofaktor, da bilden sich Aneurysmata viel häufiger aus.

00:11:32: Und der Bluthochdruck ist ein Hauptrisikofaktor, kann man sagen, für das Erkrankungsbild.

00:11:36: Deshalb muss man darauf achten, dass der Blutdruck auch richtig eingestellt ist bei den Patienten, die schon prädisponiert sind für dieses Erkrankungsbild.

00:11:45: Das sind eigentlich die drei Hauptrisikofaktoren, würde ich sagen, für die Ausbildung eines Aneurismus.

00:11:51: Jetzt haben wir in meiner Einleitung schon gehört, dass viele Erkrankungen unerkannt bleiben.

00:11:57: Warum bleiben denn so viele Erkrankungen unerkannt?

00:12:01: Also das Problem der Ortenerkrankungen sind, dass es Silent-Diseases sind.

00:12:05: Das heißt, sie haben oft gar keine Beschwerden und oftmals ist es schon zu spät oder es kommt schon zu diesem Notfall der Dissektion, wenn es erst erkannt wird.

00:12:14: Und das Problem ist einfach, dass sie erst symptomatisch werden, wenn es schon einreist.

00:12:18: Das heißt, wir haben keine Symptome von dem Aneurysmer und diese Aussackung muss so groß sein, dass sie zum Beispiel auf die Luftröhre drückt, dass sie überhaupt zu Beschwerden führt.

00:12:26: Das heißt, muss schon stark erweitert sein.

00:12:28: Und da kommt es halt oft schon zu dem Einriss und dann müssen wir operieren.

00:12:32: Und was dann typisch ist an Beschwerden für diese Desektion, ist ein zereißender Schmerz zwischen den Schulterblättern, der bei den Patienten Auftritt, Kaltschweißigkeit.

00:12:43: oft, weil wir auch gesagt haben, die Hauptschlagader versorgt ja alle Teile des Körpers, zum Beispiel, dass die Extremitäten nicht richtig durchblutet sind.

00:12:50: Das heißt, die Patienten haben Lähmungen in den Beinen, in den Armen, minder durch Blutungen und dadurch fallen sie auf.

00:12:56: Und dann machen wir quasi direkt eine Bildgebung und schauen uns dann an, ob die Desektion oder ein Aneurysmer vorliegt.

00:13:03: in dem Fall.

00:13:04: Genau, das sind quasi typische Beschwerden dieser Schmerz zwischen den Schulterblättern und diese Kaltschweißigkeit.

00:13:10: Und wie gesagt, im Verlauf oft gibt es keine Beschwerden bei den Patienten, oft wenn es schon zu spät ist oder ein absoluter Notfall ist.

00:13:18: Jetzt hast du schon klar das ganz entscheidende gesagt, absoluter Notfall oder wenn es zu spät ist.

00:13:24: Gibt es denn Warnzeichen, auf die man achten sollte?

00:13:28: Also ich finde, man sollte generell auf diese Risikofaktoren achten, vor allem auf den Bluthochdruck, dass man den frühzeitig schon gut einstellt.

00:13:35: Damit minimiert man auf jeden Fall das Risiko für einen Aneurysmer und generell für die Desektion, für das Platzen des Aneurysmas.

00:13:43: Außerdem finde ich wichtig, dass man bei den Patienten, die schon Bindegewebserkrankungen haben, dass man da auch nachkontrolliert, regelmäßig, zum Beispiel, wenn bei einem Patienten Marfan bekannt ist, das Syndrom, dann kontrolliert man alle sechs Monate, die er orter, wie sie quasi im Verlauf sich entwickelt und ob sich da ein Aneurysmer ausbildet.

00:14:01: Das heißt, Nachkontrollen bei Risikopatienten finde ich sehr wichtig, auf jeden Fall.

00:14:05: Und dann schauen wir auch da immer nach der Größe zum Beispiel.

00:14:08: Ist das Aneurysmer unter vier Zentimetern von der Aorta Ascendens, die ich gezeigt hatte, dann kontrolliert man alle zwei bis drei Jahre regelmäßig mit Bildgebung.

00:14:18: Es ist z.B.

00:14:19: zwischen vier und vier Komma vier Zentimetern, dann jedes Jahr.

00:14:23: Und alles über vier Komma fünf bis fünf Zentimetern, weil dann haben wir die absolute OP-Indikation auch gegeben, ab fünf Zentimetern, kontrolliert man alle sechs Monate.

00:14:33: Da muss man quasi das Gleiche auch bei Bindegewebserkrankungen einfach als Patient, wenn man predisponiert ist, z.B.

00:14:38: mit Marfan-Syndrom, regelmäßig diese Nachkontrollen machen.

00:14:42: Das finde ich sehr wichtig.

00:14:44: Jule, wir nähern uns jetzt langsam dem Spannenden Feld, würde ich sagen.

00:14:50: Wann wird behandelt und wann wird operiert?

00:14:53: Jede Diagnose heißt ja gleich sofort in OP.

00:14:57: Genau das verunsichert ja viele Betroffene.

00:15:00: Ab wann sagt ihr denn?

00:15:02: Jetzt müssen wir operieren.

00:15:04: Wir schauen zum einen danach, wo befindet sich das Aneurysmer?

00:15:07: Welche Lokalisation liegt quasi vor?

00:15:10: Dann schauen wir, wie entwickelt sich die Größe?

00:15:12: Und wir sagen, ab ca.

00:15:14: fünf Zentimetern müssen wir operieren.

00:15:16: Es ist quasi eine OP-Indikation da.

00:15:18: Und wir schauen natürlich auch, ist es symptomatisch?

00:15:21: Hat der Patient Beschwerden?

00:15:22: Da muss man immer individuell schauen, ob der Patient eingeschränkt ist zum Alltag.

00:15:26: Dadurch würde man eher operieren.

00:15:28: Es ist immer eine Entscheidung interdisziplinär im Team.

00:15:31: Da haben wir auch so eine Hartteam-Entscheidung.

00:15:33: Das heißt, gemeinsam mit den Kardiologen, mit den Radiologen besprechen wir quasi, muss man den Patienten operieren.

00:15:39: Das ist bei jedem Patienten individuell.

00:15:41: Also diese fünf Zentimeter sind ein grober Richtwert, kann man sagen.

00:15:43: Aber man muss immer individuell, je nach Patient schauen, ob die OP-Indikation da ist und das Wachstum natürlich.

00:15:50: Neben Lokalisation, Größenzunahme ist es auch sehr wichtig, dass man quasi schaut über Null, fünf Zentimeter pro Jahr.

00:15:57: Wenn man diese Nachkontrollen macht, wächst es quasi besonders schnell.

00:16:00: Dann würde man schon vor den fünf Zentimetern operieren und hätte auch eine Indikation.

00:16:05: Das Wichtig ist immer individuell zu schauen, je nach Patient.

00:16:08: würde man operieren oder nicht.

00:16:10: Jule, jetzt sind wir uns doch mal mit in dein Klinikalltag und in das interdisziplinäre Team.

00:16:16: Wie entscheidet ihr denn zwischen Abwarten und Eingriff?

00:16:21: Zum einen, wir besprechen ganz genau den Patienten, welche Beschwerden liegen vor, wie ist die Vorgeschichte des Patienten?

00:16:26: Wie ist der Zustand aktuell?

00:16:28: Hat er irgendwelche Symptome überhaupt?

00:16:30: Dann schauen wir uns die Bildgebung an.

00:16:32: Wenn wir einen Verlauf haben von Nachkontrollen, schauen wir uns diese Nachkontrollen an und wie das Wachstum ist.

00:16:38: Wenn das Wachstum besonders schnell ist, der Patient ist symptomatisch, dann würden wir zum Beispiel eher operieren.

00:16:43: Der Radiologe, der schildert uns ganz genau, wie ist die Größenzunahme.

00:16:47: Er misst auch aus die Erörter, die Durchmesser, der unterschiedlichen Stellen der Erörter.

00:16:51: Und dann entscheiden wir quasi, ist diese Indikation gegeben.

00:16:54: Ist das wachstumschnell?

00:16:56: Ist der Patient symptomatisch?

00:16:57: Hat er Beschwerden?

00:16:58: Genau.

00:16:58: Und dann entscheiden wir alle gemeinsam, ob wir operieren, weil das sind natürlich sehr große operative Eingriffe, die wir da machen und hochkomplexe OP ist.

00:17:07: Julia, vielen lieben Dank, dass du uns da mal mit reingenommen hast in so eine Teambeprechung.

00:17:11: Und dann sind wir jetzt schon unter Tisa, ich gleich an, in Julias Lieblingsfach, die erorten Operation selbst.

00:17:20: Wenn es dann heißt für die Patienten, ja, wir müssen operieren.

00:17:25: Das sage ich jetzt zwar so ein bisschen lächelnd, aber das ist natürlich schon nicht so ganz leicht für ein Patient zu hören.

00:17:32: Fragen Sie viele, was passiert da eigentlich bei der OP?

00:17:35: Und genau das gehen wir jetzt mal ein bisschen tiefer rein in dieses Thema.

00:17:42: Und Julia will uns jetzt gleich mal sagen, die läuft dann eigentlich so eine Operation grundsätzlich ab.

00:17:48: Also das sind generell relativ große Operationen, die wir machen, weil wir das Brustbein eröffnen, um quasi an das Herz zu kommen.

00:17:55: Und dann schließen wir das Herz an die sogenannte Herz-Lungen-Maschine an.

00:17:59: Und das ist, denke ich, ein Thema, da sollten wir so ein bisschen ausführlicher noch drauf eingehen, weil die oft bei uns auch zum Einsatz kommt, bei der Ortenoperation in jedem Fall.

00:18:07: Und diese Maschine übernimmt die Herzfunktion und die Lungenfunktion.

00:18:10: Und dafür müssen wir quasi, wenn wir uns das Herz anschauen, das Herz kanulieren, das heißt Schläuche hineinbringen, die quasi dann für die Aufrichterhaltung der Perfusion, also der Durchblutung, dann sorgen.

00:18:23: Und wenn wir quasi das Herz angeschlossen haben an die Herzlungenmaschine, es ist dann auch schon oft stillgelegt.

00:18:29: Und dann blicken wir quasi auf die Aorta und die ist halt bei den Aortenchirurgischen Patienten erweitert.

00:18:35: Da sieht man auch direkt, wenn man quasi das Perikat den Herzbeutel eröffnet hat und auf das Herz blickt, dann sieht man, die Hauptschlagader ist besonders dilatiert, ist sehr groß.

00:18:45: Dann haben wir kandiliert an die Herzglockenmaschine angeschlossen und dann ist quasi das Ziel vereinfacht ausgedrückt.

00:18:53: Anteil der Erörter, der erweitert ist, rauszuschneiden und dann quasi zu ersetzen durch so eine Prothese, die man hier sieht, habe ich mal zur Anschauung mitgebracht.

00:19:02: Und diese Prothese ersetzt quasi diesen erweiterten Teil, bleibt ein Leben lang drin, sodass quasi die Kontinuität der Erörter erhalten ist und dieses Aneurismus ausgeräumt dann dadurch.

00:19:13: Und da muss man auch unterscheiden, wie gesagt, ist die Erortenklappe, die ich hier schon gezeigt hatte, am Ende der Erörter.

00:19:19: Hier in dem Bereich ist sie mit betroffen oder nicht.

00:19:22: Und wenn sie mit betroffen ist, dann müssen wir diese noch ersetzen in dem Eingriff.

00:19:26: Also nicht nur den Teil der Erorter, der erweitert ist durch diese Prothese, sondern quasi auch die Herzklappe.

00:19:32: Da muss man halt noch unterscheiden, setzt man eine biologische oder mechanische Herzklappe ein.

00:19:36: Es ist je nach Alter des Patienten.

00:19:39: Und dann würde man quasi die Erorter ersetzen und die Klappe oder die Klappe erhalten, wenn sie nicht betroffen ist und nur den Teil der Erorter operativ ersetzen.

00:19:48: Genau.

00:19:50: Ja.

00:19:50: Ich bin völlig fasziniert für deine Verhältnisse und da kann ich mal den Schwenk rüber machen.

00:19:56: zu Julias ersten Folge bei uns, die jedem Empfehle anzuhören.

00:20:02: Das war's schon jetzt echt schnell.

00:20:05: Jetzt hast du aber so ein paar Sachen gesagt, Julia, wo ich sagen muss, geh mir doch da noch mal ein bisschen tiefer rein.

00:20:12: Also die erste spannende Frage, die ich zum Beispiel sehe, jetzt kennen ja viele Patienten Knieprothesen, Hüftprothesen, Schulterprothesen.

00:20:21: die ja immer wieder ersetzt werden müssen bzw.

00:20:24: erneuert werden müssen.

00:20:27: Du hast jetzt gerade gesagt, das Implantat muss nicht ersetzt werden.

00:20:35: Das bleibt ein Leben lang drin.

00:20:37: Nur die Erortenklappe, die muss man eventuell noch nach Jahren ersetzen.

00:20:41: Was ich noch zur Erortenklappe hinzufügen wollte, dass es oft da noch angeborene Fehler gibt, der Herzklappe.

00:20:47: Und das predisponiert auch noch mal für einen Aneurysmer und für diese Klappenfehler.

00:20:51: Wenn zum Beispiel zwei Segel da sind, anstatt drei, würde man das mitersetzen.

00:20:56: Genau.

00:20:56: Aber es bleibt, wie gesagt, ein Leben lang drin.

00:21:00: Ne, also der Herzklappe noch mal.

00:21:04: gibt es ja immer viele, viele, viele Aussagen dazu.

00:21:08: Ist es tatsächlich vom Schwein, ist es eine künstliche, kannst du uns da so ein bisschen was verraten, wie das ist und was da aktuell so leitlinienmäßig am häufigsten eingesetzt wird?

00:21:23: Also wir unterscheiden quasi zwischen biologischen und mechanischen Klappen.

00:21:27: Die mechanischen Klappen setzen wir eher bei jüngeren Patienten ein, die biologischen eher bei älteren Patienten, weil die biologischen Herzklappen nicht ein Leben lang halten im Vergleich zu die mechanischen Herzklappen.

00:21:38: Der Nachteil der mechanischen Herzklappen ist, dass die Patienten die Antikogolation, das heißt die Blutverdünnung, ein Leben lang einnehmen müssen.

00:21:45: Das muss man bei der biologischen Herzklappe nicht.

00:21:47: Bei der biologischen, da kann man Schweineklappen oder Bovinismaterial, dass man quasi einen kann und wie gesagt bei den mechanischen, das wird er bei jüngeren Patienten dann eingesetzt, die biologischen eher bei älteren Patienten und die müssen ausgetauscht werden.

00:22:01: Alle sagt man grob, fünfzehn Jahre, aber es ist natürlich individuell je nach Patient.

00:22:05: Julia, jetzt ist ja so ein Eingriff auch mit Risiken und einer gewissen ja auch Sicherheit verbunden.

00:22:13: Jetzt haben wir ja mit dir einen absoluten Profi zu Gast und jemanden, der auch wirklich tatsächlich direkt am Patienten ab der ersten Stunde eigentlich ist.

00:22:26: Wovor haben denn dem Patienten am meisten Angst?

00:22:29: Ich würde sagen, generell nach der Operation haben sie Respekt.

00:22:35: einfach auf die Rehabilitationszeit, die lange Reconvaleszenzzeit, denn das dauert alles.

00:22:41: schon hat seine Zeit und zwar befindet sich der Patient direkt nach der OP erst mal auf der Intensivstation bei uns.

00:22:48: Und das minimal, vierundzwanzig Stunden, oftmals länger.

00:22:52: Dann ist der Weg quasi lang.

00:22:53: Dann geht es auf die Überwachungsstation.

00:22:55: Von der Überwachungsstation auf die Normalstation.

00:22:57: Das heißt, das ist schon mal ein gewisser Krankenhausaufenthalt, der mit dieser Operation verbunden ist.

00:23:03: Und dann nach der Operation empfehle ich den Patienten eine Reha noch zu machen.

00:23:07: Eine Herzchirurgische, dass der Patient quasi wieder auf die Beine kommt.

00:23:10: Und die Patienten haben einfach großen Respekt vor dieser großen OP und auch später, um wieder in den Alltag hineinzukommen, in den Berufsalltag wieder auf die Beine zu kommen, weil das eben diese lange Zeit beansprucht.

00:23:21: Aber nach der Reha oftmals können die Patienten ganz normal wieder ins Berufsleben.

00:23:25: starten.

00:23:26: Es braucht halt eben diese Zeit nach der OP.

00:23:29: Natürlich haben sie auch Respekt vor Blutungen, Infektionen, was auftreten kann.

00:23:32: Das sind allgemeine Risiken von jeder OP.

00:23:35: Bei uns ist eben besonders dieser etwas längere Verlauf dann nach der Operation, dass man am besten die Reha noch macht, dass man Übungen lernt, wie man schnell auf die Beine und in den Alltag wieder kommt.

00:23:45: Und das empfehlen wir auch jedem Patienten, dann drei Wochen zum Beispiel in Reha zu gehen, stationär nach der Große.

00:23:52: Ich bin ja schon heilfroh, Julia.

00:23:54: Weil wir haben ja noch diesen eigenen Block am Ende mit der Nachbehandlung.

00:24:00: Das tun noch nicht so wahnsinnig viel davon voratmen.

00:24:02: Das hat ja schon kurz seitdem auch Angst, dass du jetzt da schon reingehst.

00:24:08: Aber zum Glück nicht.

00:24:09: Wofon hängt denn das Risiko wirklich ab, Julia, bei der OP?

00:24:14: Es ist immer individuell zu betrachten.

00:24:15: Auf jeden Fall die Vorerkrankungen des Patienten spielen eine Rolle.

00:24:18: Das Alter des Patienten vor allem, da muss man auch immer schauen.

00:24:22: Natürlich ältere Patienten haben es schwieriger dann wieder auf die Beine zu kommen, dass da noch ein bisschen länger nach der Operation einfach der Körper viel mehr belastet ist, viel stärker noch mal auf alles reagiert.

00:24:32: Das heißt, ich will sagen, das Alter hat einen großen Einfluss und natürlich auch Erkrankungen wie Hypertunie, kardiovaskuläre Risikofaktoren, Diabetes mellitus etc.

00:24:41: Das hat alles Einfluss schlussendlich auf die Rekonvaleszenz des Patienten nach der OP.

00:24:47: Übergewicht wahrscheinlich auch, oder?

00:24:49: Genau, Übergewicht.

00:24:51: Nikotin vor allem, weil Nikotin geht sehr stark auf die Herzkranzgefäße und die entspringen ja auch direkt der Ort haben.

00:24:57: Er könnte auch mit betroffen sein, genau.

00:25:00: Julia,

00:25:00: jetzt gibt es ja... an Herzschirurgen sowieso grundsätzlich nicht so wahnsinnig viele wie wir in deiner ersten Folge schon gehört haben.

00:25:09: Jetzt gibt es aber auch gar nicht so viele Zentren.

00:25:12: Aber warum ist es so?

00:25:15: Warum ist die Erfahrung des Zentrums so entscheidend?

00:25:18: Es

00:25:18: entscheidet quasi, wie viele Typ-Ade-Sektionen operiert werden.

00:25:22: Einfach, weil man ein erfahrene Operateur sein muss für diese hochkomplexe Operation.

00:25:26: Weil da kann jeder Fehler, jede Anastomose, fatale Folgen haben.

00:25:30: Das heißt, man muss schon sehr erfahren sein, um an diese hochkomplexen Operationen ranzugehen.

00:25:35: Es dauert oftmals auch viele Jahre, um die OP zu erlernen.

00:25:39: Und man sagt ja, man lernt nie aus, man lernt auch in der Medizin der Herzchirurgien nie aus, man muss einfach viel operieren.

00:25:44: viele BenTai und David-Operationen durchgeführt haben, um erfahren und sicher zu sein in dieser Methode.

00:25:51: Und das ist einfach viel Übungs-Sache und viel Erfahrung, würde ich sagen, in der Erordnicherologie.

00:25:55: Und oftmals die Operateur haben sehr viele Jahre schon Erfahrungen und viele solche Cases operiert.

00:26:02: Und das spielt besonders in der Erordnicherologie eine große Rolle, würde ich sagen.

00:26:05: Die Erfahrung des Zentrums mit Typ A-Desektionen vor allem.

00:26:09: Und dass es ein großes Zentrum auch ist, das es anbietet.

00:26:13: Vielen Dank auf jeden Fall dafür schon mal, dass du uns da so den Tipp schon mal gegeben hast, wie die Auswahl des Zentrums ist.

00:26:21: Jetzt kommen wir zu deinem Block.

00:26:22: Julia, den du vorher schon so ein bisschen angeteasert hast, die Nachbehandlung.

00:26:25: Was passiert denn direkt nach der OP?

00:26:28: Kannst du da nochmal mit so ein bisschen tiefer reingehen?

00:26:31: Genau, ich schildere quasi einmal kurz den Weg des Patienten.

00:26:34: Nach der OP befindet sich der Patient zuerst auf der ICU, also auf der Intensivstation.

00:26:39: Wie gesagt, mindestens vierundzwanzig Stunden, oftmals länger.

00:26:43: Wir differenzieren in der Herzchirurgie auch noch zwischen minimalinvasiver Herzchirurgie und der offenen Herzchirurgie, wo man das Brustbein quasi eröffnen muss.

00:26:51: Bei der minimalinvasiven Herzchirurgie hat man einen kleineren Schnitt und muss das Brustbein nicht eröffnen, sondern man geht quasi zwischen den Rippen durch.

00:26:58: Diese Patienten befinden sich auch etwas kürzer auf der Intensivstation zum Beispiel, wo wir diesen minimalinversiven Eingriff durchgeführt haben.

00:27:06: Und dann quasi von der Intensivstation nach dem Aufenthalt dort, da muss man auch sagen, dass die Patienten oft intubiert, das heißt mit der Beatmung noch auf Intensiv kommen.

00:27:15: Wir werden dort extubiert und dann fahrt sie nach dem Aufenthalt dort.

00:27:19: Wenn sie stabil sind, ohne Catiolamine, das heißt ohne Medikamente wie Adrenalin, Neuadrenalin, werden sie dann auf die EMC, auf die Überwachungsstation gebracht.

00:27:29: Dort haben sie noch mal spezielle Überwachungsgeräte, dass wir dauerhaft sehen, wie ist die Herzfrequenz, wie entwickeln sich die Vitalparameter.

00:27:36: Das da haben wir noch mal alles gut im Blick.

00:27:39: Und dann, wenn die Patienten stabil sind, wir sagen, sie sind bereit für die Normalstation, kommen sie auf die Normalstation als nächsten Schritt und dort quasi von dort dann in die Reha direkt oder kurz nach Hause und dann von dort in die Rehabilitation.

00:27:54: Wie gesagt, das empfehlen wir jedem Patienten nach der großen Herz-OP auch eine Reha-Einrichtung aufzusuchen, um einfach schneller auf die Beine zu kommen, die Übungen, die da gezeigt werden.

00:28:04: Und wir informieren auch den Patienten, was darf er machen, was darf er nicht nach der OP machen, zum Beispiel Auto fahren, ist erst mal nicht erlaubt oder schwere Sachen zu heben wegen der Wunde.

00:28:13: Oder wenn wir quasi diese offene Stenotomie durchführen, darf der Patient auf der Seite nicht liegen, dann muss man den Patienten genau informieren, was darf er, was darf er nicht, bevor er quasi dann entlassen wird, wie gesagt, entweder nach Hause oder in die Rehabilitation.

00:28:27: dann nach dem Aufenthalt bei uns.

00:28:29: Jetzt hast du ja vorher schon mal so ein bisschen angesprochen, Julia, die Patienten mit den mit der Angst, mit der Unsicherheit auf der Intensivstation.

00:28:40: Wie erleben dem Patienten den Aufenthalt auf der Intensivstation?

00:28:45: Wie läuft denn der ab?

00:28:47: Also wie gesagt, oftmals bei den minimalinvasiven Herz-OP sind das nur vierundzwanzig Stunden, die die Patienten dort verbleiben.

00:28:54: Wir versuchen auch diese Zeit, wenn sie stabil sind, möglichst kurz zu halten, weil natürlich ist das belastend für den Patienten.

00:29:00: Umgeben von zahlreichen Monitoren, von der Überwachung ist generell ein Umfeld, wo wir den Patienten nicht lange halten wollen.

00:29:06: Wir wollen schnell, dass er wieder auf die Beine kommt, IMC und dann eine Normalstation.

00:29:11: Außer es kommt zu Komplikationen, dann muss der Patient länger bleiben.

00:29:14: Wir versuchen möglichst diese Zeit kurz zu halten.

00:29:17: Natürlich hat es psychische Auswirkungen, wenn der Patient lange da bleibt, umgeben von Monitorn, von schwerkranken Patienten, dass man da quasi die Zeit kurz hält und dann den weiteren Verlauf einschlägt, möglichst schnell, wenn der Patient stabil ist und bereit für die IMC.

00:29:32: Man beginnt dann für die Patienten ungefähr wieder.

00:29:35: Das

00:29:35: kann man sehr schwer verallgemeinern, das ist immer individuell je nach Patient.

00:29:39: Wenn man postoperativ schaut, dann nach der Rehabilitation.

00:29:43: oft können sie schon voll ins Berufsleben auch starten.

00:29:46: Aber das ist natürlich je nach Patient immer anders, je nach Verlauf anders.

00:29:49: Einige haben noch Komplikationen, dann dauert das länger und da muss man halt schauen.

00:29:54: Aber normalerweise nach diesen drei Wochen Reha sind die Patienten in der Regel fit.

00:29:58: Was ist

00:29:58: denn langfristig wichtig für die Patienten?

00:30:02: Langfristig die Nachkontrollen, vor allem nach den Orten-OPs sind wichtig, dass man CT-Bildgebung macht, dass man sich anschaut, wie entwickelt sich das quasi weiter.

00:30:12: Bei den Typede-Sektionen, wo quasi der absteigende Anteil der Orte betroffen ist, oft müssen wir eine Verlängerung Distanz im Verlauf noch machen.

00:30:19: Da muss man quasi schauen, wie entwickelt sich das Ganze und ist alles gut mit der Prothese.

00:30:24: Das heißt, da sind Nachkontrollen wichtig und Blutdruck-Einstellungen natürlich ist sehr wichtig, weil wir gesagt, das ist ein Hauptrisikofaktor für die Analyse.

00:30:32: dass man den Blutdruck gut unter Kontrolle hat und dass man die Risikofaktoren minimiert und diese Nachkontrollen wahrnimmt.

00:30:38: Das ist sehr wichtig.

00:30:40: Dafür haben wir auch die Aortensprechstunde zum Beispiel bei uns.

00:30:43: So

00:30:43: zusammengefasst, Julia, muss man sagen, wie es mal einer deiner Kollegen gesagt hat, die Operation schreitet Leben, die Nachsorge erhält ist.

00:30:52: Genau, richtig.

00:30:53: Jetzt kommen wir noch zu dir persönlich.

00:30:55: Jetzt wissen wir ja aus deiner ersten Folge, dass du die Herzschirurgie... Ja, liebst, vergötterst, alles.

00:31:04: Was fasziniert dich denn so an der Haar Orta?

00:31:08: Ja, Orta hat mich schon als Kind tatsächlich fasziniert, weil ich hatte auch in der ersten Folge erwähnt, mein Kindheitsideal war Tyrone David.

00:31:15: Und er hat diese Aorten-OP quasi entwickelt, wo man die Aortenklappe, wenn sie betroffen ist, von der Desektion erhalten kann.

00:31:22: Das man muss sie nicht ersetzen, sondern man kann sie rekonstruieren.

00:31:25: Und er hat damit die Aortenchirurgie innoviert, quasi Innovationen herbeigeführt.

00:31:29: Und das fand ich als Kind schon sehr faszinierend, dass er wirklich was bewirkt hat in der Aortenchirurgie.

00:31:34: Dann habe ich mich immer tiefer eingelesen, bin auf die Bandteil-Operation gestoßen, wo man die Ortenklappe mit ersetzt, habe mich dann schon früh auch damit befasst, was sind die Unterschiede zwischen Typ A, Typ B Desektion, wie laufen die Operationen ab.

00:31:47: Und ich finde das einfach fasziniert, faszinierend, dass man wirklich ein Menschenleben retten kann durch die Operation und dass man den Patienten Lebensqualität wiedergeben kann.

00:31:56: Und es ist uns quasi bewusst, dass ohne diese Operation, ohne diesen Eingriff, das fatale Folgen hätte.

00:32:01: Also man kann aktiv das Leben verbessern des Patienten und das Leben retten.

00:32:05: Und das finde ich faszinierend.

00:32:07: Und der zweite Punkt ist noch, ich finde die präzise Arbeit im OP sehr faszinierend.

00:32:11: Weil das sind hochkomplexe Operationen, wie gesagt, die brauchen viel Zeit zum Erlernen.

00:32:15: Und diese Herausforderung nehme ich gerne an und übe auch viel mit den Simulatoren, das Handling von den minimalinvasiven Operationen.

00:32:21: Und ich finde einfach, die erorten, die OP ist sehr hochkomplex.

00:32:26: und diese feinen Anastomosen auch zu üben, das macht mir viel Spaß.

00:32:30: Ja, wir bist ja jetzt in mehr oder weniger zwei Top-Kliniken mit der Universität Bonn und dann der Universität Zürich jetzt gerade noch.

00:32:40: Also, ich glaube, wir erwarten bei Julia, aber wir haben sie noch ein paar anderen Folgen, kann ich schon mal vor, Tiesern sagen, eine Top-Herzschirurgin mit wirklich... Herzumverstand und mit einer Begeisterung dafür, wie ich selten jemanden erlebt habe für das Fach.

00:33:04: Das freut mich zu hören.

00:33:05: Ich denke es ist einfach wichtig, die Passion und Leidenschaft für ein Fach zu finden und sich dann da einzubringen und zu engagieren.

00:33:12: Und bei mir mit der Aorta, das war halt einfach eine Faszination, die schon viele Jahre besteht.

00:33:16: Und dann habe ich mich auch in die Forschung eingebracht, gerade über die Aortenpatologien.

00:33:21: Und da habe ich das Register hier im Bonn auch aufgebaut, über diese Typ A, Typ B Desektionen.

00:33:25: Und befasse mich genau mit diesem Thema und auch mit dem Outcome, quasi mit den Folgen von der Minimalinvasiven-Operation im Vergleich zu der offenen bei Aorten-OPs.

00:33:35: Und deshalb kann ich auch sagen, zum Beispiel, dass der Intensivoffenthalt verkürzt ist.

00:33:39: Da sieht man schon deutlich, dass die Patienten schneller auf die Beine kommen.

00:33:42: Und da finde ich den Trend hin zu dieser Minimalinvasiven Aorten.

00:33:46: und Herzchirurgie.

00:33:47: Auf jeden Fall sehr gut auch für den Patienten.

00:33:49: Jetzt haben wir am Ende immer noch der Tipp vom Experten.

00:33:52: Welchen Tipp hast du denn für unsere Patientinnen und Patienten?

00:33:56: Also generell, wenn man die Risikofaktoren aufweist, vor allem die Bindegewebserkrankungen, dass man das ernst nimmt und auch die Nachkontrollen wahrnimmt, das ist auf jeden Fall wichtig.

00:34:05: Und was Bluthochdruck betrifft, dass man regelmäßig den Hausarzt auch aufsucht, dass man nachkontrolliert den Blutdruck gut einstellt, würde ich sagen, das sind so die Hauptfaktoren bezogen auf Ortenpathologien, die sehr wichtig sind.

00:34:18: Und generell bezogen auf herzchirurgische Krankheitsbilder, natürlich den Lifestyle anzupassen, das heißt, die Risikofaktoren zu minimieren.

00:34:26: Nikotinkonsum, zum Beispiel, das geht stark auf die Herzkranzgefäße für zu.

00:34:30: Verkalkungen bei Hypercholesterinämie, zum Beispiel, dass man da Statine einnimmt, Medikamente, um die Werte stabil zu halten, einfach um das Risiko zu minimieren für Herzerkrankungen generelle Bewegungen.

00:34:42: Natürlich ist wichtig, gute Ernährung, generelle Tipps.

00:34:46: Genau, das würde ich sagen, es ist relevant, einfach die Risikofaktoren so gering wie möglich zu halten, dass es eben erst nicht zu diesem großen Eingriff kommen muss.

00:34:55: bei den Patienten und zu diesem Krankheitsbild.

00:34:58: Vielen lieben Dank, Julia, dafür.

00:35:01: Erordnische Logis, Hochleistungsmedizin.

00:35:04: Aber am Ende geht es, so wie Julia auch gesagt hat in der Folge, immer um den einzelnen Menschen.

00:35:10: Und man muss immer alles individuell sein.

00:35:13: Und ein Leben, das weitergehen soll.

00:35:15: Julia, vielen lieben Dank für diese ruhige, klare und extrem wichtige Einordnung.

00:35:23: Dass du ein Gast bei Medizin direkt warst.

00:35:26: Und ich freue mich jetzt schon auf die nächste Folge mit dir zum neuen Thema.

00:35:32: Deswegen abonniert den Kanal, bleibt dran.

00:35:37: und Julia, dir noch einen schönen Abend und vielen Dank, dass du da warst.

00:35:42: Vielen Dank.

00:35:42: Hat mich sehr gefreut und mir sehr viel Spaß gemacht.

00:35:44: Bis zur nächsten Folge.

00:35:46: Auch einen schönen Abend.

00:35:47: Das war Medizin direkt, der Medizin-Podcast.

00:35:50: Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat und Sie etwas für sich mitnehmen konnten, freuen wir uns, wenn Sie den Podcast abonnieren oder weiter empfehlen.

00:35:59: Weitere Inhalte, kurze Erklärungen und Einblicke hinter die Kulissen finden Sie auch auf unseren Social-Media-Kanälen,

00:36:06: auf Instagram,

00:36:07: TikTok und weiteren Plattformen.

00:36:10: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.