Der World Health Summit: Ein Blick hinter die Kulissen mit Susanne Brech
Shownotes
Ein Gespräch über den World Health Summit und globale Gesundheit
In dieser Folge von MEDIZIN DIREKT nehmen wir euch mit auf den World Health Summit 2025 in Berlin – eine der wichtigsten internationalen Konferenzen zur Zukunft der Medizin und globalen Gesundheitsversorgung.
Gemeinsam mit unserer Gästin Susanne Brech sprechen wir über ihre Eindrücke vom Kongress, aktuelle Herausforderungen im Gesundheitswesen und darüber, wie globale Entscheidungen unser Leben vor Ort beeinflussen.
Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:
Wie gerecht ist Gesundheitsversorgung weltweit?
Wie können Gesundheitssysteme nachhaltig finanziert werden?
Welche Lehren ziehen wir aus Pandemie und Krisen?
Welche Rolle spielen Digitalisierung und Innovation?
Wie gelingt internationale Zusammenarbeit in der Medizin?
Ein sachliches, fundiertes und persönliches Gespräch über Verantwortung, Zusammenarbeit und die Zukunft von Gesundheit in einer zunehmend fragmentierten Welt.
🩺 Themen dieser Folge
✔ World Health Summit 2025 – Einblicke & Hintergründe ✔ Global Health & „Health for All“ ✔ Gesundheitssysteme und Finanzierung ✔ Internationale Gesundheitsgovernance ✔ Pandemie-Vorsorge & Resilienz ✔ Digitalisierung & medizinische Innovation ✔ Soziale Gerechtigkeit in der Medizin
Unser Gast: Susanne Brech
Susanne Brech ist Ärztin und wissenschaftlich tätig. Sie engagiert sich für medizinische Aufklärung, globale Gesundheit und gesellschaftliche Verantwortung im Gesundheitswesen. In dieser Folge teilt sie ihre persönlichen Eindrücke und fachlichen Einordnungen vom World Health Summit.
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo und herzlich Willkommen bei einer neuen Folge von Medizin Direkt, dem Medizin Podcast.
00:00:10: Willkommen bei Medizin Direkt, dem Podcast für alle, die Medizin nicht nur hören, sondern wirklich verstehen wollen.
00:00:15: Und heute nehmen wir euch mit dorthin, wo über die Zukunft und Gesundheit entschieden wird.
00:00:20: Auf dem Weltheld Summit-Konkreis twenty-fünfundzwanzig in Berlin.
00:00:24: Ein Ort, an dem sich jedes Jahr entscheidet, wie Gesundheit weltweit gedacht, organisiert und verantwortet wird.
00:00:31: wo Politik auf Wissenschaft trifft, wo Vision auf Realität stoßen und wo die Frage im Raum steht, wie gerecht ist Gesundheit eigentlich heute und in Zukunft.
00:00:42: Und genau darüber sprechen wir heute mit einem Gast, die Medizin, Wissenschaft und Kommunikation auf besondere Weise verbindet.
00:00:49: Susanne Brech.
00:00:50: Susanne ist Ärztin, wissenschaftlich tätig und engagiert sich leidenschaftlich für globale Gesundheit, Aufklärung und gesellschaftliche Verantwortung in der Medizin.
00:01:00: Sie war selbst auf dem World Health Summit vor Ort und bringt uns heute ihre Eindrücke, Einordnungen und Perspektiven mit.
00:01:07: Wir sprechen über Help for All, über Gesundheitssysteme und ihre Finanzierung, über Verantwortung in einer fragmentierten Welt und darüber, was alles das ganze konkret für uns bedeutet.
00:01:19: Hier, heute und in Zukunft.
00:01:22: Schön, dass ihr dabei seid.
00:01:24: Schön, dass du da bist, liebe Susanne.
00:01:26: Los geht's, hier bei Medizin direkt.
00:01:34: Hallo und herzlich willkommen zum Medizin-Direkt, dem Medizin-Podcast.
00:01:38: Und heute nehmen wir euch mal alle mit auf eine Reise in einen Medizinkongress.
00:01:45: Und ich bin so was von glücklich, dass ich einen wirklich perfekten Gast dafür gefunden habe mit Susanne Brech und sage erst mal, hallo Susanne.
00:01:57: Hallo, grüß dich.
00:01:58: Vielen Dank für die Einladung.
00:02:00: Wir haben ja gesagt, also wir hatten schon länger Kontakt und haben dann immer mal überlegt, so, ein ganz spezielles Thema.
00:02:09: und dann haben wir gesagt, hm, du warst auf dem World Health Summit Kongress, zwanzig, fünfundzwanzig in Berlin und ich habe da wahnsinnig viel darüber gelesen und viel gesehen und dachte mir, hm, wenn die da war, dann holen wir uns die doch mal rein hier in den Podcast und einfach mal heute darüber zu reden, was auf diesem Kongress überhaupt alles so war, was auf diesen Kongress besprochen wird, damit die Leute einfach mal sehen, hey, das machen Ärzte auch noch nebenbei, dass sie nämlich auf den Kongress gehen müssen, um sich weiterzubilden und auszutauschen, das ist nämlich auch ganz, ganz wichtig.
00:02:48: Und erstmal Susanne, kannst du dich mal vorstellen für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, wer bist du, was machst du und welche Stationen hast du alles schon hinter dir?
00:03:01: Oh, welche Station ist das?
00:03:02: Vielleicht ein bisschen viel jetzt, aber... Vielleicht kann man ein bisschen umreißen.
00:03:07: Ich bin Fachärztin für Anästhesie und habe viele Jahre auch auf Intensivstation gearbeitet.
00:03:14: Ich bin schon immer sehr gerne auf Kongresse gegangen und viele kennen mich auch von Instagram.
00:03:19: Da habe ich ein Blog.
00:03:20: Ich habe immer versucht, auch medizinische Fälle vorzustellen.
00:03:24: Ich habe versucht auch.
00:03:26: gegen Kolleginnen zu unterstützen, berufspolitisch und auch gesundheitspolitisch.
00:03:31: Und ich habe auch viel auf Englisch geschrieben.
00:03:34: Ich habe mich auch für internationale Gesundheitspolitik immer schon interessiert.
00:03:38: Und deswegen ist der World Health Summit für mich jedes Jahr immer eine große Bereicherung.
00:03:43: Und es ist sehr schön, auch Kollegen dort zu treffen aus aller Welt und auch so ein bisschen zu gucken, was... in der Welt gesundheitspolitisch so los ist.
00:03:54: Sondern wenn du jetzt zurückdenkst an den Kongress, welcher Moment hat dich besonders beschäftigt?
00:04:00: Gute Frage.
00:04:02: Also es ist eigentlich immer der gleiche Moment, wenn ich zum Kongress gehe, zum World Health damit, dass man auf Menschen trifft, aus allen Kulturen.
00:04:11: Und die sind natürlich so ein bisschen business-like angezogen, aber es ist natürlich gerade so, dass auch viele aus dem afrikanischen Bereich da sind, aus dem asiatischen Bereich und versuchen, in den Kontakt zu treten, in den Dialog.
00:04:25: Und das ist immer ein sehr schönes Bild, was sich da einfach ergibt.
00:04:28: Auch wenn die Akteure auf der Bühne sitzen und über die Themen sprechen, man merkt einfach, das ist jetzt was Globales, was wo alle zusammenkommen und wo alle Lösungen finden wollen.
00:04:43: Das sind immer so diese Momente.
00:04:44: Und natürlich auch, wenn es ist natürlich alles auf Englisch, wenn ich mich dann mit Kollegen unterhalte.
00:04:50: Und ich habe auch einen Kollegen mal gefragt, denkst du denn, der Kongress bringt überhaupt was, wenn man sich trifft?
00:04:57: Das ist doch eigentlich nur so sehen und gesehen werden, aber das ist natürlich nur eine Säule von vielen, dass man sich mal persönlich trifft.
00:05:06: Es gibt Organisationen, die arbeiten schon Jahrzehnte zusammen und die Mitglieder oder... Mitarbeiter kennen sich gar nicht persönlich.
00:05:14: und das ist einfach schön, dass man sich dann dort mal persönlich trifft.
00:05:18: Dann hat jeder seine Karte oder es wird der Kontakt ausgetauscht.
00:05:23: Und das ist einfach schön, dass das auch so was Positives ist, auch im Rahmen der gesamten Situationen weltpolitisch.
00:05:31: Wir haben im Vorfeld auch schon ein bisschen darüber gesprochen.
00:05:32: Ich war ja auch schon auf einigen Kongressen tatsächlich überwiegend auf den deutschen Kongressen.
00:05:37: Da ist es ja immer wie so ein Klastentreffen.
00:05:39: Man sieht seine Kollegen aus.
00:05:41: aus der Fachgruppe, weil man sich halt irgendwann mal verteilt hat, der eine ist nach Berlin gegangen, der nächste ist nach Hamburg gegangen und der nächste ist in Buxtehule.
00:05:51: Find ich dann auch mal total interessant, da gibt es dann ja auch tatsächlicherweise meistens am ersten Abend so einen Treffen, wo sich alle zusammen... Das finde ich immer sehr, sehr toll.
00:06:00: Das
00:06:00: ist wie so ein großes Familientreffen einfach.
00:06:02: Das kann ich mir gut vorstellen.
00:06:04: Vor allem, wenn man im gleichen medizinischen Bereich ist, bei der globalen Gesundheit, bei diesem Kongress ist es natürlich so, man hat nicht nur Menschen aus Deutschland, sondern aus der ganzen Welt, aus verschiedenen Bereichen.
00:06:16: Das sind nicht nur Ärztinnen und Ärzte, sondern das sind vor allen Dingen Menschen, die in der globalen Gesundheit arbeiten.
00:06:21: Da hält sich mit jemandem sitzt neben jemandem und dann steht auf einmal Präsident auf So und So.
00:06:28: Leute, die kommen wirklich zu dem Kongress von sehr weit her mit dem Flugzeug.
00:06:33: Die sind im Hotel.
00:06:34: Das wird alles groß vorbereitet.
00:06:36: Das fühlt sich sehr schön an, wenn man mit Menschen spricht, die vielleicht sehr viel in den Medien sind, die vielleicht versuchen, ihrem Land sehr viel umzuwälzen.
00:06:48: die auch visionär denken einfach.
00:06:50: Das hat man manchmal in der Klinik nicht so.
00:06:53: Da entsteht auch viel Frustration, viel Alltag.
00:06:56: Und wenn man auf Menschen trifft, die versuchen wollen, was zu bewegen, was zu verändern, das gibt einem so ein inneres gutes Gefühl einfach.
00:07:05: Ja,
00:07:06: das finde ich auch sehr, sehr toll.
00:07:08: Und das hast du auch sehr schön beschrieben.
00:07:10: Ich bin jetzt schon froh, dass du nicht weitergegangen bist in die Materie, weil da kommen wir dann noch dazu.
00:07:16: Fangen wir mal.
00:07:17: Am Anfang an und lass uns mal unsere Zuhörerinnen und Zuhörer und Zuseher mit teilhaben.
00:07:24: Was ist denn der World Health Summit eigentlich?
00:07:29: Kannst du das mal kurz erklären, damit die Leute verstehen, von was wir jetzt eigentlich reden?
00:07:34: Genau, der World Health Summit findet seit Jahrzehnte in Berlin statt unter der Schirmherrschaft von der WHO.
00:07:40: Dort kommen Akteure aus der Wissenschaft, aus der Politik, Industrie und aus der Zivilgesellschaft zusammen.
00:07:47: Das sind vor Ort ungefähr viertausend Menschen und online ungefähr zehntausende.
00:07:54: Es wird auf Englisch gesprochen und es werden Themen angesprochen, die die globale Gesundheit und hier versucht man in den Dialog zu treten und versucht, Ansätze zu Lösungen zu finden.
00:08:09: Wirklich toll erklärt und wirklich sehr schön.
00:08:12: Ich habe sogar nachgelesen, es sind ja wirklich Wissenschaftler, Ärztinnen, Politiker aus aller Welt dabei.
00:08:20: Genau, das sind vor allen Dingen die Präsidenten, auch teilweise die Außenminister.
00:08:25: Das sind von Studenten, Vereinigungen, sozusagen die Repräsentanten.
00:08:31: Das sind auch aus Deutschland Wissenschaftler von Universitäten, von der ganzen Welt, die dann zusammenkommen und die sich dann auch endlich mal persönlich treffen.
00:08:37: Jetzt hatten wir ja im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im
00:08:39: Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im.
00:08:51: Taking responsibility
00:08:51: for health and fragmenting world.
00:08:52: Was bedeutet das für dich Susanne?
00:08:53: Also taking responsibility muss man vielleicht erst mal übersetzen, dass man sozusagen eine Verantwortung übernimmt, dass wir auch in unserer privilegierten Gesellschaft eine Verantwortung tragen in der fragmentierten Welt.
00:09:06: Also es gibt immer noch Länder, vor allen Dingen in afrikanischen Bereich, die sehr schlecht versorgt sind, die sehr schlechte medizinische Versorgung haben, die sehr wenig medizinisches Personal haben und die auch ein sehr niedriges Gesundheitsbudget haben.
00:09:22: Und wir müssen hierfür Und auch andere Länder, die sehr reich sind, müssen dafür Strukturen schaffen, um diese Länder zu unterstützen, sodass es nicht nur sein kann, dass Interessen von Reichen sozusagen gefördert werden, sondern dass es global eine Verbesserung der Gesamtsituation gibt.
00:09:47: Jetzt spreche ich mir immer von Held for All, also wieso nicht für alle.
00:09:54: Das ist ja ein Begriff, den man ja seit Jahrzehnten kennt.
00:09:59: Was bedeutet er für dich heute jetzt auch im Rückblick an diese ganzen Konferenzen, wo du schon warst?
00:10:08: Also hellst vorall bedeutet natürlich übersetzt Gesundheit für alle und dann denkt man in erster Linie daran, dass jeder Mensch die besten mögliche Versorgung erhalten sollte, was Impfung betrifft, Geburtshilfe, Versorgung von von vulnerablen Gruppen wie Kinder und Frauen.
00:10:27: Natürlich ein sehr hohes Ideal, aber der Grundgedanke mittlerweile ist ein weniger matischer, dass man sozusagen sagt, wir haben eine Minimalversorgung für alle, also ein Minimum für alle und ein Maximum für wenige.
00:10:44: Das ist sozusagen möglichst vielen oder allen Menschen auf der Welt, dass wir dort einen Minimalstandard haben und dann können wir wieder einen Schritt weitergehen.
00:10:56: Es ist momentan so, dass immer noch eine große Differenz herrscht, was viele auch gar nicht wissen, sondern das wird auch gar nicht so in den Medien gezeigt, wie die Versorgung in manchen Ländern immer noch vorhanden ist.
00:11:10: Jetzt wäre eigentlich meine nächste Frage gewesen.
00:11:12: Ist das noch realistisch oder eher ideal?
00:11:14: Das hast du mir damit schon eigentlich sehr, sehr gut beschrieben.
00:11:23: Und jetzt bin ich richtig glücklich, dass wir dich da haben und dass du auf dem Kongress warst, wo liegen denn aktuell die größten Versorgungslücken?
00:11:32: Die größten Versorgungslücken sind natürlich erstmal die finanzielle Versorgung, beziehungsweise auch die Koordination des Ganzen.
00:11:40: Also Koordination heißt, es gibt Unheimlich viele Initiativen.
00:11:46: Es gibt Organisationen, NGOs, also NGOs heißt Non-Government Organizations.
00:11:53: Die bekannteste ist die Greenpeace zum Beispiel, also nicht Regierungsorganisationen.
00:11:59: Und diese arbeiten nicht gut zusammen.
00:12:02: Die arbeiten teilweise überlackend.
00:12:04: Es gibt Duplikate und finanzielle Ressourcen werden damit verpufft.
00:12:11: Es müssen bessere Absprache.
00:12:13: stattfinden.
00:12:14: Und auch dafür sind solche Kongresse wichtig.
00:12:17: Da gibt es spezielle Sitzungen, da gibt es spezielle Themen, die auch das betreffen.
00:12:23: Dann ist wie eben angeschnitten die finanzielle Versorgung.
00:12:27: Wir haben jetzt gesehen, dass es von den USA starke Budgetkürzungen auch für die WHO und wahrscheinlich auch für die UN gibt.
00:12:36: Und das ist sehr schwierig, wenn finanzielle Kürzungen stattfinden für lange geplante Gesundheitsprogramme, für Impfprogramme.
00:12:47: Wenn eine Region stattgefunden hat, muss die nächste stattfinden.
00:12:50: Es sind schon sehr viele Strukturen, aber das braucht natürlich alles Geld.
00:12:55: Das nächste sind oder dass ich sozusagen auch national mich krisensicher mache.
00:13:03: Dafür müssen auch Netzwerke geschaffen werden.
00:13:05: Das haben wir auch in der Pandemie gesehen, dass das alles sehr verzögert gelaufen ist.
00:13:11: Und wenn wir eventuell auch weltpolitische große Krisen haben, Kriege, dann ist es sehr wichtig, dass wir sehr schnell agieren können.
00:13:21: und dass auch die Kliniken untereinander sehr schnell miteinander sprechen können und ihre Ressourcen jeweils mitteilen.
00:13:29: Also es gibt sehr, sehr viele Punkte, die hier genannt werden, auch die Versorgung von vulnerablen Gruppen, von Frauen, von Kindern, nicht übertragbarer Erkrankungen, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen.
00:13:44: Das ist immer noch in vielen Ländern ein großes Problem, was wir hier in Deutschland... auf gar nicht so auf dem Schirm haben.
00:13:51: Wir sind hier schon sehr privilegiert mit unserem sozial- bzw.
00:13:55: Gesundheitssystem.
00:13:59: Welche Wolle spielen denn Armut, Politik und Bildern?
00:14:03: Es geht natürlich alles ineinander über.
00:14:04: Also man sagt sozusagen bei dem Weltgesundheitsgipfel Medizin ist die Lösung, aber Politik gibt die Geschwindigkeit vor.
00:14:15: Wir haben jetzt nicht in der Medizin eine Erkrankung, eine Diagnose, eine Therapie und eine Wirkung, sondern wir haben Interessen.
00:14:25: Und es wird verhandelt, es kommt zu Kompromissen.
00:14:28: Dann werden konkrete Dinge besprochen, konkrete Dinge folgen, dann gibt es Rückschläge.
00:14:35: Und das sind Dinge, die gehen über Jahre.
00:14:37: Das sehen wir ja schon alleine in Deutschland.
00:14:39: Wenn wir Reformen schaffen wollen, das dauert meistens fünf, sechs Jahre mindestens.
00:14:46: Das dauert sehr, sehr lange und das erzeugt Frustrationen.
00:14:51: Bei Medizinern Betroffene sind es auch frustriert, beziehungsweise erzeugt es Zynismus.
00:14:58: Man braucht sehr viel Geduld und man braucht auch sehr viel Dialoge und Kontaktmöglichkeiten und dafür sind diese Kongresse sehr entscheidend.
00:15:10: Beeinflussen dann Krisen wie Klimawandel oder Konflikte?
00:15:14: den Zugang zur Gesundheit?
00:15:16: Das Problem ist, dass im Gesundheitssystem aktuell, was jetzt zum Beispiel den Klimawandel betrifft, dass eher reaktiv reagiert wird.
00:15:26: Also zum Beispiel bei Erhitzewellen etc.
00:15:30: Wir sind schon dabei, das zu verbessern, aber es muss natürlich präventiv reagiert werden, dass wir sozusagen da besser vorbereitet sind, dass wir dann auch wieder diese Netzwerke nutzen können.
00:15:42: Und das ist auch wichtig, dass dann eben diese Akteure zusammenkommen und dann nicht wieder überlappend arbeiten.
00:15:50: Wenn wir über den Zugang sprechen, landen wir automatisch bei Systemen, wie du es gerade schon gesagt hast, und Finanzierung.
00:15:58: Dann gute Medizin alleine reicht ja nicht aus nur für das Ganze.
00:16:05: Warum scheitern viele Systeme eher an Struktur als an Wissen?
00:16:09: Ja, wie ich das eben schon erklärt habe, weil man nicht miteinander spricht bzw.
00:16:16: ich sage jetzt mal, jeder ist so in seinem eigenen Saft und viele haben auch finanzielle Mittel, aber setzen sie auch für die Interessen des Landes verstärkt ein.
00:16:29: Und es ist dann auch schwierig dann global zu denken, gerade in Ländern, wo es sehr viele reiche Menschen gibt, was die Forschungsschwerpunkte betrifft.
00:16:38: Wir werden Forschungsmittel gefördert, die die Reiche auch mit unterstützen, deren Interessen.
00:16:49: Das ist eigentlich sehr schwer vorstellbar, aber dafür ist es auch wichtig, von der WHO bzw.
00:16:55: von der UN, dass Sachen koordinierter geschaffen werden, damit die Gesamtbevölkerung des Planeten davon profitieren kann.
00:17:04: Jetzt hatten wir ja vor einigen Jahren die große Covid-Pandemie.
00:17:10: Und ich glaube, unsere Zuhörerinnen und Zuhörer finden es total interessant, mal zu hören.
00:17:16: Was haben wir denn weltweit daraus gelernt und was nicht?
00:17:20: Also ich denke weltweit haben wir daraus gelernt, dass wir nicht gut vorbereitet waren auf eine Pandemie.
00:17:25: Das hat jedes Land leider feststellen müssen anhand auch der Tuberzahlen, dass wir schneller miteinander sprechen müssen, dass wir Netzwerke ausbauen müssen.
00:17:41: dass wir auch schneller wieder neue Arreger erkennen müssen, dass finanzielle Ressourcen sehr schnell dafür geschaffen werden und dass schnell lösungsorientiert gearbeitet werden muss während Pandemie.
00:17:53: Es gibt immer einen Teil der Menschen, wenn es zu Krisen kommt, die sucht sozusagen, die fokussiert sich auf den Schaden und spricht über die Verursacher etc.
00:18:07: Aber es gibt auch Menschen, die wollen sehr lösungsorientiert denken und Da müssen wir hinkommen, dass wir auch diesbezüglich präventiv arbeiten, dass wir auch in Deutschland schnell Reformen auf den Weg bringen, dass wir die Netzwerke noch weiter ausbauen können, von den einzelnen Kliniken, das Kliniken miteinander sprechen, was sie für Ressourcen haben, wie viele Patienten sie aufnehmen könnten, auch beispielsweise in Kriegssituationen, auch aus anderen Ländern.
00:18:32: Und da muss die Politik... natürlich auch mithelfen, dass solche Reformen sehr schnell entstehen können.
00:18:40: Und das ist wirklich nicht einfach.
00:18:42: Das dauert mehrere Jahre und da kann man nur versuchen, sich als Mediziner, Medizinerinnen zur Verfügung zu stellen, dass man mitberät, dass man auch dann zusammen mit der Bundeswehr dann zusammenarbeitet.
00:18:56: Es ist ja so, es gibt nicht staatliche, staatliche Kliniken und jeder macht auch so ein bisschen sein Ding.
00:19:04: Und das ist einfach wichtig, dass es auch das Motto des Kongresses ist, dass man in den Dialog und dass man versucht, losungsorientiert zusammenzuarbeiten.
00:19:14: Definitiv.
00:19:15: Unsere Deutschland ist es ja so, dass immer weniger staatliche Kliniken wird, immer mehr private Häuser, also private Träger.
00:19:24: Welche Rolle spielt denn bei dem Ganzen, was du gerade gesagt hast?
00:19:29: WHO und Kuh.
00:19:31: Ja, die WHO ist natürlich der und die Schirmherrschaft sozusagen dieses Kongresses.
00:19:36: Ohne die WHO würde es diesen Kongress gar nicht geben und die WHO koordiniert sehr viele Gesundheitsprogramme und ist natürlich auch finanzieller Geber.
00:19:47: Wir kommen jetzt zum Punkt, der wirklich ein bisschen speziell ist und wo ich weiß, das könnte ein bisschen kompliziert werden, deine Antwort rauszufinden.
00:19:58: Das ist ein sehr starkes Wort.
00:20:00: Gerechtigkeit.
00:20:02: Kann es globale Gerechtigkeit geben mit nationalen Systemen?
00:20:06: Also nationale Systeme sind ja so oder so da.
00:20:09: Und die sind auch sehr wichtig, dass jedes Land weiß, was in ihrem Land los ist, was es dort zu verändern gibt.
00:20:17: Aber es gibt natürlich globalpolitische Machtfragen und Ressourcen, Interessen.
00:20:27: Gerade auch was Forschung angeht, gibt es Forschungsschwerpunkte, die von ökonomischen Interessen sind.
00:20:37: Ja, also Gesundheit ist nicht für viele ein absolutes Menschenrecht, sondern es ist auch oft Profitverbunden und ich wünsche mir Gerechtigkeit.
00:20:49: und das ist auch... Das Motto des Kongresses, dass wir Verantwortung übernehmen müssen, dass wir diese Gerechtigkeit schaffen, dass wir den Glauben an diese Gerechtigkeit haben.
00:21:01: Und dafür treten wir ein.
00:21:02: Wir engagieren uns alle dafür.
00:21:04: Und vor allen Dingen die Akteure, die dort auch beruflich arbeiten, wollen das voranbringen.
00:21:12: Und ich denke, das steht über allen der Wunsch nach Gerechtigkeit.
00:21:17: Aber es ist... Natürlich sehr schwierig, Gerechtigkeit.
00:21:21: Das ist ein sehr großes, kraftvolles Wort.
00:21:24: Das ist auf jeden Fall richtig.
00:21:28: Ich bin trotzdem froh, dass du die Frage genauso beantwortet hast und das wirklich so toll.
00:21:35: auch erklärt hast, wie das da im Globalen dann eigentlich gesehen wird und läuft.
00:21:44: Jetzt waren wir bei Gerechtigkeit.
00:21:46: Jetzt kommen wir mal zur Hoffnung und Realismus.
00:21:50: Was muss denn in den nächsten zehn Jahren ändern zu sein?
00:21:53: Ja, es muss auf jeden Fall mehr miteinander gesprochen werden und besser koordiniert werden.
00:21:59: Es müssen weiter Finanzierung erfolgen, auch von den großen Ländern.
00:22:05: UG-Kürzungen sind natürlich ganz schwierig.
00:22:10: Und wir haben natürlich auch jetzt das große Thema KI, die Digitalisierung, die auch den Netzwerk ausbaut.
00:22:20: Wir müssen uns auch weiter den anderen ärmeren Ländern oder den Ländern, die eine immer noch deutlich schlechtere Gesundheitsversorgung haben, zuwenden.
00:22:32: Wir dürfen nicht nur an Longevity denken, sondern auch wirklich an die Grundprobleme, was die globale Gesundheit betrifft und auch dort finanziell diese Länder unterstützen, was auch von der WHO und von der UN ausgeht.
00:22:49: Sondern jetzt waren ja mehr als twenty-fünf Prozent junge Ärztinnen und Ärzte vor Ort.
00:22:56: Welche Rolle spielen die für die Zukunft?
00:22:58: Das ist eine sehr schöne Frage.
00:23:00: Generell junge Menschen ist sehr wichtig bei solchen Kongressen beziehungsweise bei Lösungsansätzen.
00:23:10: Diese Menschen haben oft auch Visionen, die sind noch sehr idealistisch und die haben Kraft.
00:23:16: und setzen sich stark ein für ihre Themen.
00:23:21: Und die sind auch oft gut vernetzt und sind sehr kreativ.
00:23:27: Die haben manchmal Ideen, da kommen andere nicht mehr drauf.
00:23:33: Es sind aber nicht nur die jungen Menschen wichtig, sondern auch die älteren Menschen.
00:23:36: Die haben oft so dieses realistische Beziehungsweise, können auch manchmal überall drüber hinwegschauen und haben noch einen ganz anderen Blick.
00:23:48: junge Menschen sind oft sehr revolutionär und ältere Kollegen wissen, dass Hot-Schritt oftmals eher langsam, aber dafür nachhaltig ist.
00:24:02: Und dass dann von beiden Gruppen alle zusammenkommen, das ist glaube ich ganz wichtig für diesen Kongress.
00:24:10: Da kommen mir jetzt auch wieder Bilder.
00:24:11: Es ist das Schöne, dass die jungen Menschen sehr lebendig sind.
00:24:15: Die lachen sehr viel.
00:24:16: Die freuen sich, umarmen sich, wenn die sich sehen.
00:24:20: Das ist so eine Wärme.
00:24:21: Und ja, was machst du?
00:24:23: Dann zeigt man sein Schild und wir machen Bilder.
00:24:27: Und andere Kollegen sind da schon so ein bisschen distanziert, unnahbar.
00:24:33: Sie haben sich natürlich auch manchmal in ihrer Position hochgearbeitet und jahrelang haben noch verschiedene Studien absolviert.
00:24:43: Und die jungen Menschen, die haben so einen Aktionismus auch manchmal in sich, der sehr bereichernd ist.
00:24:50: Und die sind auch oft so unkonventionell.
00:24:52: Also es gibt auch auf diesen Kongress zum Beispiel so eine Polaroidwand, da kann man zusammen Bilder machen und da kommen auf einmal alle zusammen.
00:24:58: Und jetzt kommst du und auf einmal von allen Ethnicitäten sind sie zusammen und aus allen möglichen Bereichen.
00:25:05: Und das ist sehr bereichernd auch.
00:25:08: Und die sind vor allen Dingen auch oft selbstbewusst, die sprechen Dinge an.
00:25:12: Ja, sie haben keine Angst, weil sie haben sich ja noch nicht in irgendeine spezielle Positionen hochgearbeitet, sondern sie können jetzt noch idealistischerweise Themen ansprechen.
00:25:24: und sie sprechen natürlich auch junge Themen an.
00:25:26: Ja, die Weiterbildung, sie sprechen Themen an wie LGBTQ, junge Frauen, Frauen unterstützen in der Medizin, Kinder.
00:25:38: Und das ist wirklich wichtig, dass dann aus allen Bereichen jung und alt zusammenkommen.
00:25:44: Und es ist, muss ich aber auch noch mal dazu sagen, es ist nicht so, dass ältere, weiße Männer sozusagen immer wieder so destruktiv sind.
00:25:51: Das kriege ich auch bei anderen Kongressen mit.
00:25:54: Manchmal ist es so, dass die Älteren, wie gesagt, den Blick auf das Ganze haben und auch ein bisschen weiterdenken.
00:26:02: Die Jungen sind auch manchmal ein bisschen ängstlicher.
00:26:04: Ja, das kommt dann alles zusammen.
00:26:06: Das kann man nicht immer nur so positiv-negativ und in eine Schublade stecken.
00:26:11: Aber es ist natürlich so, dass die Jungen auch noch so eine Jugendhaftigkeit und so eine gewisse Lebendigkeit haben und das ist ganz Tolles zu sehen.
00:26:23: Der Schöne ist ja dabei zu sehen, weil das sehr weltweit ist.
00:26:27: Also es sind ja tatsächlich jetzt ein Ärzte, Politiker oder sonst sämtliche Personen aus der Gesundheitswelt, aus allen Ländern, aus allen Altersschichten da, männlich, weiblich, divers.
00:26:43: Und das macht es ja gerade wieder so spannend.
00:26:46: Und weil du gerade dieses Bild erfahrenen alten Mannes, grauen Mannes gebracht hast, kann ich nur aus eigener Erfahrung sagen, es ist total schön, genau die auf den Kongressen immer zu sehen.
00:26:59: Weil die da ganz anders sind, man hatte immer Angst und also immer ein gewisses Respekt.
00:27:06: Und die sind, mit denen kann man genau auf solchen Kongressen ganz entspannt reden und ich finde das immer total toll.
00:27:12: Und ja, ich glaube das sofort, das hat sich Gott sei Dank wieder ein bisschen gewandelt, dass die Jungen auch mehr sagen, auch mehr rausbringen, auch sagen, hey, dessen das sollten wir ändern, das sollten wir angehen.
00:27:26: Das war vor Jahren gar nicht mehr so.
00:27:29: finde ich wirklich toll und das habe ich auch so ein bisschen aus dem resume des Kongresses raus gelesen, dass das wohl ein großer Gewinn war für viele, dass sich da eben alle Beteiligten zusammengetan haben und wirklich.
00:27:44: geschaut, um eine Lösung zu finden.
00:27:45: Und mit Sicherheit hat es auch mal an der einen oder anderen Ecke gekracht.
00:27:49: Ja, das Wichtige ist auch, dass gerade junge Menschen noch sehr zuversichtlich sind.
00:27:53: Ja, sie haben natürlich auch viele schlimme Dinge eventuell erlebt, aber die Älteren sind dann oft mal so ein bisschen passiver und haben auch Ängste, weil sie schon Dinge erlebt haben.
00:28:07: Und die Jungen wollen auch Dinge anpacken und die wissen, dass... Ihre Generation jetzt dran ist, beziehungsweise dann die Generation nach Ihnen.
00:28:16: Und das wollen Sie angehen und diese Zuversicht, Hoffnung, Glauben, diese ganzen positiven Attribute, das ist sehr entscheidend, um in den Dialog zu treten, um in Kontakt zu bleiben und nicht immer darüber sprechen.
00:28:31: Jetzt wird alles schlechter, Inflation, Kriegel kommen und wie soll das alles weitergehen, sondern... Krisenzeiten sind auch Zeiten von Start-ups.
00:28:42: Es sind Zeiten für junge Unternehmen, weil junge Menschen auch nach Lösungen suchen.
00:28:47: Sie müssen ja irgendwie überleben und ihr Leben finanzieren.
00:28:52: Und auch wenn sie Kinder kriegen möchten, ihre Familien versorgen.
00:28:56: Und dann haben sie nochmal ganz andere Denkansätze.
00:28:59: Und das ist sehr spannend, das so zu erleben.
00:29:03: Wo siehst du denn die Hoffnung zum Nachsumkongress?
00:29:07: Also ich bin nach so einem Kongress immer sehr beflügelt, ja, weil ich natürlich mit Akteuren aus der ganzen Welt spreche und dann ist es... Erst mal schön, dass man überhaupt aus allen Kulturen so zusammenkommt.
00:29:24: Und ich fand es schon immer sehr schön, ich glaube, relativ weltoffen.
00:29:29: Und man spricht die ganze Zeit auf Englisch, man versucht auch wissenschaftlich miteinander zu sprechen, dann sieht man, was der andere so macht.
00:29:36: Und eine Hoffnung ist, dass solche Veranstaltungen immer mehr stattfinden, dass der Kongress immer größer wird, dass er auch weiter geöffnet wird.
00:29:47: dass wir uns auch als Landweltoffen präsentieren, versuchen mit anderen Ländern uns besser abzusprechen, gesundheitspolitisch, dass wir uns auch von anderen Ländern inspirieren lassen.
00:29:58: Skandinavische Länder sind auch in vielen Sachen sehr konstruktiv und haben schon viele Dinge vorangebracht.
00:30:08: Ich habe das Gefühl in Deutschland ist man manchmal sehr ängstlich.
00:30:11: Man bespricht Dinge immer wieder neu, Reformen dauern sehr lange.
00:30:16: Das ist natürlich auch wichtig, juristisch gesehen.
00:30:19: Aber es wäre schön, wenn man da versucht, ein bisschen zügiger Dinge anzugehen zu machen.
00:30:28: Das ist so meine Hoffnung und das nicht immer wieder nur geredet wird und Ideen... gerade auch, was die KI betrifft, da gibt es sehr viele Veranstaltungen.
00:30:38: Was ist KI?
00:30:39: Wie kann KI uns helfen?
00:30:40: Und was sind die Ängste, die mit KI im Zusammenhang sind?
00:30:45: KI ist meiner Meinung nach schon lange da, wenn ich mit Google Maps irgendwo hinfahre, etc.
00:30:52: oder wenn ich JETGBT frage.
00:30:56: oder wenn ich hier im Internet sozusagen das Video aufnehme, die Kamera arbeitet und dass man diese Angst auch so ein bisschen versucht, dass man das natürlich ernst nimmt, dass man das respektiert, aber dass man auch zuversichtlich bleibt und die Chance den Nutzen sieht, da habe ich auch Hoffnung zu sagen und dass man auch weltpolitisch Hoffnung hat, dass das Frieden eintreten kann und das durch Dialoge Frieden geschaffen werden kann.
00:31:31: Das ist so meine Hoffnung und auch meine Zuversicht, meinen Glauben.
00:31:35: Sondern gab es denn einen Schlüsselmoment auf dem Kongolas, wo du gesagt hast, ja, das war mein Moment?
00:31:41: Also es gab natürlich verschiedene Momente, die sehr eindrucksvoll waren, auch von den Gesprächen, von den Panel Talks, aber was mir auch in Erinnerung geblieben ist, da ging es um KI.
00:31:54: Und wie man die KI in die Klinik bringen kann, in die Kliniken, in die Medizin.
00:32:01: Ein Kollege hat gesagt, die KI wird vorhanden sein, aber der Mensch geht nicht verloren.
00:32:08: Dort, wo eine KI ist, dort ist auch immer ein Mensch.
00:32:11: Und die KI sollte eher supportive sein, die Arbeit des Menschen unterstützen.
00:32:21: Das war für mich sehr eindrücklich und irgendwie auch ruhigend, das so zu hören.
00:32:28: Dann gab es natürlich Momente, wo man mit den Akteuren aus der ganzen Welt zusammengekommen ist, beim Essen, beim Buffet, beim Fotos.
00:32:42: Das kann man schwer beschreiben, wenn man dann... Auf einmal mit jemandem aus Japan, mit jemandem aus Uganda zusammensetzt.
00:32:53: Und das ist ein ganz unterschiedliches Erscheinungsbild.
00:32:57: Und dann versucht man in den Dialog zu treten.
00:32:59: Das macht man natürlich erst mal so ein bisschen über Smalltalk.
00:33:02: Was machst du?
00:33:03: Was machen Sie?
00:33:03: Und die sind natürlich auch sehr aufgeregt, dass sie bei dem Kongress sind und Deutschland.
00:33:14: Also ich bin da immer sehr dankbar einfach in solchen Momenten, dass ich das erleben kann.
00:33:18: Und das ist wirklich schwer zu beschreiben auch, dass man mit Wissenschaftlern sich unterhalten kann, die wirklich auch viel Last tragen.
00:33:30: Ich habe mich mit Herrn Trosten unterhalten lange und wir sind ja auch Kollegen und ich habe mich auch mit Präsidenten von Organisationen unterhalten, auch von dem Hotel Summit.
00:33:44: Das ist wirklich auch schön zu sehen, wie positiv die Leute auf einen zugehen.
00:33:50: Und das erlebt man manchmal in der Klinik nicht so.
00:33:52: Natürlich gibt es auch Kliniken, die sehr entspannt sind, aber man hat natürlich in den meisten Kliniken sehr hohe Hierarchien.
00:33:58: und dass man dann mit Menschen, die so viel bewegen und so visionär sind, mal richtig sprechen kann.
00:34:06: Das war für mich früher immer ein großer Wunsch.
00:34:11: dass ich mit Visionären sprechen kann, die den Horizont erweitern.
00:34:19: Ich habe auch manchmal das Gefühl, ich bin sehr idealistisch, vielleicht manchmal zu idealistisch, aber es bestärkt, mich an meinen Werten festzuhalten.
00:34:30: Das sind oft gleichgesinnte Kollegen von Studien.
00:34:35: Vereinigungen, die dann aus allen möglichen Ländern zusammenkommen.
00:34:41: Und das ist einfach schön, auf diese Menschen zu treffen, dass man in dieser Bubble sein darf.
00:34:49: Ich gehe dann wieder nach Hause und ich denke dann auf der einen Seite, ich bin total beflügelt, aber ich bin auch erschöpft von so viel Input und so vielen Ideen und wichtigen Themen, die wirklich angegangen werden müssen.
00:35:04: Also, das ist sehr schwer, das zu beschreiben.
00:35:06: Du hast es aber sehr, sehr schön beschrieben, Susanne.
00:35:09: Und ich kann dir sagen, ich bin ein bisschen naïve.
00:35:11: Ich wäre da gern ein Mäuschen gewesen, weil es tatsächlich sehr, sehr toll ist und weil ich ja auch der Fan bin vom Interdisziplinären.
00:35:20: Und dass ihr da auch noch kombiniert ist, also weltweit und dann noch Interdisziplinär.
00:35:24: Super.
00:35:25: Jetzt hat sich heute mal der Host selbst eine spannende Abschlussfrage ausgedacht.
00:35:34: Und zwar, weil ich das ja auch selbst immer ein bisschen beobachte und mitbekomme, wie ist denn dein Eindruck nach so einem Kongress von Forschung, Medizin, kontinentalmäßig gesehen?
00:35:52: Also asiatisch, USA oder Südafrika.
00:35:56: Wie siehst du das?
00:35:58: Früher hat man ja immer gesagt, also ich komme noch aus der Zeit tatsächlich, wie du wahrscheinlich auch, da hat man immer alles.
00:36:06: gesehen, was die USA so macht und war immer so der Vorreiter.
00:36:09: Ist es doch so oder ist es tatsächlich sind schon andere Kontinente?
00:36:14: Ja, ob ich da jetzt den richtigen Einblick habe, selber ist schwierig zu sagen, aber wenn man sich mit Akteuren unterhält, es macht es oft den Eindruck, dass die asiatischen Länder, vor allen Dingen China, Man sagt, so fünf, sechs Jahre uns voraus ist.
00:36:30: Das ist natürlich Demokratie, wie sie hier bei uns in Europa herrscht.
00:36:34: Das ist ein großes Gut, aber das ist auch manchmal zeitverzögert.
00:36:41: dass dann Umweltsung stattfinden können.
00:36:43: Und auch wenn es innenpolitisch schon sehr viele Schwierigkeiten in Europa, in Deutschland gab.
00:36:50: China hat eine relativ stabile, natürlich nicht unbedingt sehr positive Politik, was die Menschheit betrifft.
00:36:59: Aber es kann politisch gesehen Reform schneller... auf den Weg bringen und ist auch, was die Energieversorgung zum Beispiel betrifft.
00:37:09: Und das ist ja das ist der wichtigen Ventil eines der wichtigen Bereiche für alles mögliche Forschung, für Wirtschaft, ist China wirklich.
00:37:21: sehr vorangehend.
00:37:22: Und natürlich haben wir auch die USA, wo auch sehr viele Forschungsmittel, sehr viele Gelder sozusagen Finanzierungsmöglichkeiten sind.
00:37:31: China war, muss man sagen, bei dem Kongress gar nicht so unbedingt so breit vertreten.
00:37:37: Das ist natürlich auch sehr interessant, das zu sehen.
00:37:40: Es waren schon eher so, man sagt, immer globaler Norden, globaler Süden.
00:37:45: Es waren viele Teilnehmer aus den afrikanischen Ländern auch mit wo.
00:37:50: natürlich wirklich hakt, die sich dann einsetzen, die dann gesandt werden aus ihrem Bereich.
00:37:55: Aber in den Ländern, wo es natürlich sehr gut läuft, das ist natürlich schwierig, dass sie sich dann auch unbedingt an solchen Kongressen oder eventuelle Forderungen oder Wünsche an sie gestellt werden, dass sie sich dann in breiter Masse daran teiligen.
00:38:10: Ja, das sind wir wieder beim Punkt.
00:38:11: Tu gut, du hast einen Splicht drüber und zeigst dann aber auch.
00:38:15: Ich bin total froh, dass du uns heute mitgenommen hast.
00:38:20: Wie gesagt, ich bin auch ein bisschen neidisch.
00:38:24: Danke, dass du heute da warst zu dem Gespräch.
00:38:27: Danke, dass du uns so viel gezeigt hast, was weltweit doch möglich ist, wenn Medizin, Politik und eigentlich die normale Gesellschaft aufeinander trifft und sich austauschen und was dadurch alles entstehen kann.
00:38:45: Und vor allem danke für deine Zeit.
00:38:47: Und ich wünsche dir jetzt noch einen schönen Abend.
00:38:49: Vielen Dank und vielen Dank für das Interesse und für das schöne Gespräch.
00:38:53: Das war Medizin direkt, der Medizin-Podcast.
00:38:57: Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat und Sie etwas für sich mitnehmen konnten, freuen wir uns, wenn Sie den Podcast abonnieren oder weiter empfehlen.
00:39:05: Weitere Inhalte, kurze Erklärungen und Einblicke hinter die Kulissen
00:39:10: finden Sie
00:39:10: auch auf unseren Social Media Kanälen.
00:39:13: auf Instagram, TikTok und weiteren Plattformen.
00:39:16: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge.
Neuer Kommentar