Arzt werden im echten Leben – Klinikalltag zwischen Verantwortung, Druck und Leidenschaft mit Dr. Arif Arslan
Shownotes
In dieser Folge
- Warum viele junge Ärzt:innen den Klinikalltag zunächst unterschätzen
- Wie Assistenzärzt:innen Verantwortung lernen
- Was Patient:innen über den Krankenhausalltag oft nicht sehen
- Warum Fragen stellen für junge Ärzt:innen entscheidend ist
- Wie man mit Unsicherheit und Zeitdruck umgeht
- Warum Empathie gerade bei jungen Ärzt:innen besonders stark ist
- Weshalb es wichtig ist, den eigenen medizinischen Weg zu finden
Über unseren Gast Dr. Arif Arslan ist Assistenzarzt im dritten Weiterbildungsjahr mit Schwerpunkt HNO und plastische Chirurgie.
Nach mehreren Jahren in der Allgemein- und Unfallchirurgie entschied er sich bewusst für eine Spezialisierung im Bereich der HNO-Chirurgie und rekonstruktiven Gesichtschirurgie.
Sein Fokus liegt auf:
- plastischer Gesichtschirurgie
- Tumorchirurgie
- rekonstruktiven Operationstechniken
- patientenorientierter Medizin
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von Medizin direkt dem Medizin Podcast.
00:00:10: Hallo und Herzlich Willkommen beim Medizin Direkt, dem Medizin Podcast in dem wir Medizin nicht nur hören sondern verstehen wollen.
00:00:17: hier geht es um Krankheiten Therapien Entscheidungen und vor allem um die Menschen dahinter.
00:00:23: heute sprechen wir über ein Abschnitt im ärztlichen Leben der prägt wie kein anderer den Einstieg in den Klinikalltag.
00:00:31: Unser Gast ist Dr.
00:00:32: Arif Aslan, Assistenzarzt in der HNO und in der Chirurgie.
00:00:37: Mit ihm wollen wir heute darüber sprechen wie der Beruf statt wirklich aussieht zwischen Verantwortung, Lernen, Druck und Leidenschaft.
00:00:47: Schön dass du da bist, Arif!
00:00:48: Hallo, hallo Florian.
00:00:50: vielen Dank für die Einladung.
00:00:52: ich freue mich sehr hier zu sein.
00:00:53: Ariff
00:00:54: fangen mir mal ganz entspannt an damit dich die Leute ein bisschen kennenlernen.
00:00:58: Nimm uns mal mit.
00:01:00: Wie bist du überhaupt zur Medizin gekommen?
00:01:02: Also ich hatte in der Grundschule Interesse an Naturwissenschaft, ja und danach kam halt der menschliche Körper noch dazu.
00:01:35: Aber im weiteren Verlauf habe ich gemerkt dass mich besonders Berufe reizen in denen denken und handeln zusammenkommen.
00:01:45: Und genau das bietet die Medizin.
00:01:47: Das ist alltäglich quasi verschiedene Fälle gibt abwechslungsreich ist aber auch eine hohe Verantwortung hat Liebe, hohe Verantwortung.
00:01:57: Das ist auf jeden Fall schön zu hören und man merkt auch an deinem Video sagst dass du den Beruf tatsächlich ganz bewusst gewählt hast und gesagt hast ja das will ich machen, das finde ich super.
00:02:09: Hab's
00:02:10: denn so diesen Moment, diesen eine Moment?
00:02:13: jeder hat er oder sagt immer er hat so diesen einen Moment gehabt wo er wusste also wo du einfach wusstest das ist es Medizin das will dich jetzt unbedingt machen.
00:02:24: Also es ist bei mir war das nicht ein prägender Moment, sondern es waren eine Kombination aus mehreren Momenten.
00:02:29: Früher wollte ich so als sich so sieben- acht Jahre altreutig immer Pilot werden.
00:02:33: ja Ich wollte mal von A nach B fliegen Aber dann wie gesagt habe hat sich das Klasse ein bisschen gewandelt.
00:02:39: da hab' ich gesehen okay Verantwortung Ja Hatten Pilot auch sehr viel aber ich wollte halt auch quasi Lebensqualität verbessern.
00:02:48: Früher war ich ein bisschen naiv und ich dachte ich muss alle Menschen helfen.
00:02:54: Mit der Zeit habe ich verstanden, dass das nicht möglich ist, dass man allen Menschen helfen kann.
00:03:00: Aber man kann quasi paar Patienten oder Menschen eine bessere Lebensqualität geben.
00:03:07: und das habe ich dann so im späten Teenage-Alter, so sechszehn bis achtzehn Jahre halt, habe ich das Verstanden und gesagt, zukunftsorientiert?
00:03:16: Und wo Verantwortung das ist, Medizin schwierig da reinzukommen aber jetzt setz' sich hier!
00:03:24: Aber jetzt ist die große Frage eigentlich eher so, warum HNO?
00:03:31: Also es ist ja eigentlich so klassisch diese... also ich sage mal ganz klischeehaft.
00:03:36: Die männlichen Berufe sind dann dieses Orthopäde unbedingt werden oder auch einige meiner Freunde sind Allgemeinärzte oder so.
00:03:46: aber warum HNO?
00:03:48: Vor allem weil die HNO ja auch so wichtig ist!
00:03:50: Ja, also Wir machen auch sehr viel plastische Chirurgie mit dazu.
00:03:56: Plastische Gesicht-Chirurgies, Tumorschirurgien, Rekonstruktion und Flappentechniken.
00:04:04: Warum die HNO das gewählt habe ist ich wollte etwas Spezielles machen also was man gut abtrennen kann.
00:04:16: quasi zwei Jahre beziehungsweise knapp drei jahrelang habe ich erstmal allgemein Chirurgie und Unfallchirurgien gemacht.
00:04:24: Der klassische Weg als Medizinstudent, du bist fertig mit dem Studium und danach schaust du es dir an, guckst hier so ein bisschen auch Grace Anatomy und so weiter und sofort, dann wirst du ein bisschen davon inspiriert und sagst okay Chiro der einfachste Weg ins Klinikalltag einzusteigen ist Chirugie sei es Unfall-Chirurgies oder Allgemeinschirurgy weil das sind halt Berufe beziehungsweise Stellen wo immer Personal gebraucht wird.
00:04:51: Ich habe zweieinhalb Jahre, drei Jahre lang gemacht.
00:04:53: ja die da habe ich bemerkt dass das quasi alles viel zu allgemein ist.
00:04:59: ja und ich wollte halt ein Fachbereich haben wo man das quasi ganz klar abtrennen kann so dass ich mich auf etwas spezialisieren kann dort die Qualität des Patienten zu verbessern.
00:05:15: HNO und Plastische Chirurgie.
00:05:18: Ich hoffe, ich
00:05:18: habe
00:05:19: einigermaßen gut erklärt.
00:05:22: Ja, hast du super gemacht!
00:05:24: Wirklich klasse.
00:05:25: Und für die Zuhörerinnen und Zuhöre der ersten Stunde, die kennen das mit Sicherheit auch... wir hatten ja schon zwei HNO-Ärzte hier, sogar eine HNO Ärzte mit dem Zusatz Plastisches Chirugies.
00:05:39: Da kann man sich das ganz gut vorstellen.
00:05:41: Wie hast du dir denn das Arzt sein früher vorgestellt?
00:05:44: Also irgendwann kam ja dann der Punkt, wo du gesagt hast Jo ich will Arzt werden.
00:05:48: Da hat man ja so eine Vorstellung wie sowas abläuft und was ist heute anders davon?
00:05:56: also Ich dachte früher natürlich dass ich deutlich mehr Zeit habe auch im Alltag.
00:06:03: So die Klinikalltag ist schön und gut.
00:06:06: Ja, ich wusste dass er stressig wird aber dass er zum Teil sehr stressig ist, dass ich quasi am allgemeinen Alltag nach der Klinik nicht richtig teilnehmen konnte.
00:06:20: Das war mir doch schon ein bisschen zu viel.
00:06:24: Das habe ich ehrlich gesagt unterschätzt.
00:06:27: Mittlerweile habe ich schon herausgefunden bzw.
00:06:32: habe ich selbst festgestellt das ich Klinikalter und Privatleben gut auseinander trennen kann.
00:06:39: ja Aber ich habe in den Anfangsjahren vor allem als Anfänger, ja.
00:06:43: In den ersten zwölf bis vierundzwanzig Monaten ... ... hab' ich immer die Plenik-Sachen mitgenommen.
00:06:49: Gut oder schlecht?
00:06:50: Ja!
00:06:51: Da kam halt auch noch die ... ... innere anfängliche Unsicherheit.
00:06:55: Habe ich dies gemacht?
00:06:56: Habe Ich das
00:06:56: gemacht?!
00:06:57: Was denken meine Kollegen von mir?
00:06:58: Was denkt der Patient?
00:06:59: Hab' ich das richtig angeordnet?
00:07:01: Ist der Oberarzt die Oberärztin jetzt sauer auf mich?
00:07:05: Solche Sachen halt', ja... Das habe ich ähm.... unterschätzt.
00:07:11: und das Arbeitspensum.
00:07:13: Das Arbeitspänsum darf man nicht unterschätzen, ja also klar geregelt sind es vierzehnt Stunden aber die sind ganz schnell mal...
00:07:23: Realität sieht anders aus!
00:07:25: Die Realität schaut anders aus.
00:07:27: Das Wichtigste ist halt dass man halt ein gutes Team hat zwischen Pfleger und Ärztin.
00:07:35: Das ist das wichtigste.
00:07:36: Definitiv definitiv.
00:07:39: Jetzt hast du gerade schon zwei ganz interessante Punkte genannt, auf die ich jetzt gleich mal ein bisschen eingehen möchte.
00:07:47: Nimm uns doch mal mit!
00:07:50: Wie sieht denn so'n typischer Arbeitstag bei dir aus?
00:07:53: Also gut... dann nehme ich euch mal mit.
00:07:56: Ich wohne mittlerweile nicht mehr soweit vom Krankenhaus.
00:08:00: Das heißt, ich habe einen kurzen Arbeitsweg.
00:08:02: Ja, ich stehe um sechs Uhr auf und bin um zehn nach sieben in der Klinik am Vortag.
00:08:07: Es gibt jeden Tag fünf bis sieben Operationen, kleine größere von kleinen Parottistomoren bis zu größeren Nasenoperation oder halt auch weitere Lappenplastiken.
00:08:19: jeweils wird das quasi am Vortag aufgeteilt.
00:08:23: Man geht hin morgens in die Klinik um zehn nach sieben dann treffen sich, gibt es um halb acht Besprechungen zwischen der Chefärztin.
00:08:32: Liebe Grüße an Sie, mit meinen Oberärzten und mir den Assistenzärzern besprechen wir wie der Tag im Alltag aussieht.
00:08:40: Danach machen wir eine Visite.
00:08:42: die dauert so ungefähr so eine halbe Stunde, fünf vierzig Minuten.
00:08:45: Rindessen werden die Leute, die Ärzte quasi für die erste Operation schon eingeteilt haben gehen machen ihre Operation.
00:08:54: danach wird dann nach quasi aufgeteilt das Dipazieren, dass Dieb Ärzter sich auf die Station kümmern und verbände.
00:09:02: Die ziehen um Entlassbriefe, und die restlichen, das sind meistens zwei Ärzte, gehen danach in die Ambulanzsprechstunde und bereiten schon mal Operationen für die nächsten Tage vor.
00:09:15: Weitere Untersuchungen Aufklärung und danach noch Operationplan Fragen der Patienten zu beantworten.
00:09:23: Das ist wirklich ein sehr energieaufreißendes Teil, weil du quasi ... Du nimmst jetzt Zeit für den Patienten.
00:09:34: Das ist ja das Gute daran!
00:09:36: Wenn du in der Ambulanz sind, ist es alles geregelt.
00:09:39: Da hast du ein bisschen mehr Zeit als nur fünf Minuten in der Notaufnahme für die Patienten bevor der Nächste kommt.
00:09:45: Ja da kannst du wirklich auf die Probleme der Patienten eingehen und verschiedene Therapiemöglichkeiten mit denen diskutieren für die Patienten suchen.
00:10:02: Und danach dauert das so ungefähr bis zwölf ein Uhr, manchmal.
00:10:07: wir haben dann eine Möglichkeit so zwanzig Minuten, dreißig Minuten ein bisschen runterzukommen und danach gibt es halt auch wieder in der Ambulanz weitere Sprechstunde.
00:10:17: diesmal ist das aber eher so postoperative.
00:10:20: Das Gute daran ist dass wir die Patienten nachdem sie operiert haben ja für einen längeren Zeitraum nach der Operation mitbegleiten.
00:10:29: Wie gucken, wie es ihnen dann geht?
00:10:30: Nach der Operation hat sich ihre Symptomatik verbessert oder ist das gleich geblieben?
00:10:36: Manchmal kann es sein, dass die Operation nicht den gewünschten Effekt oder das Ergebnis bringt und deswegen wird es damit diskutiert.
00:10:46: Das dauert auch so zwei bis drei Uhr und danach meistens ... Dann gibt es eine Endbesprechung.
00:10:55: Bis dahin sind auch alle Operationen abgeschlossen und danach gehen die Ärzte nach Hause, nur der Dienstarzt bleibt dann vor Ort, der Dienst hat bis zum nächsten Morgen.
00:11:09: bei uns ist das mittlerweile ein bisschen anders.
00:11:10: wir haben eine sogenannte Rufbereitschaftsdienst Das heißt man bleibt nach dem regulären Arbeitstag für einen bis zwei Stunden.
00:11:18: wenn es da keine Patienten mehr gibt geht man nach Hause mit der Absicht, dass man jederzeit rufbereit ist.
00:11:29: Ja und dann ruft man.
00:11:29: wenn es was in der Notaufnahme gibt wird man angerufen und danach ist man innerhalb von zehn fünfzehn Minuten oder spätestens eine halbe Stunde da.
00:11:38: das ist im Anführungszeichen der Luxus der diese Klinik hat.
00:11:43: Ich wollte sagen, das ist schon ein Riesenluxus und auch der Riesen-Luxus hat öfter fünf Minuten.
00:11:50: Morgen stoppste mal, wenn du in der Amulanz bist.
00:11:53: Ob das wirklich fünf Minuten sind oder ob es tatsächlich weniger Zeit ist aber ja es ist natürlich top organisiert und gelöst bei euch in der Klinik muss man wirklich sagen
00:12:03: Ja, das ist wirklich... wirklich tut mir leid dass ich dies schon unterbrochen habe.
00:12:08: Das ist wirklich etwas was ich sehr schätze.
00:12:11: jetzt in meinen alten Kliniken da war es ja Chirurgie allgemeinchirrige Unfallchirurgien Es gab dann Stoßzeiten wo's wirklich chaotisch war und das Wichtigste war halt die Eigen im seinen Gehirn quasi das Chaos zu beruhigen und sich neu zu strukturieren.
00:12:30: aber hier ist das schon strukturierter und entspannter in Anführungszeichen.
00:12:35: Was schätzten denn Außenstehende so vom Klinikalltag?
00:12:39: Die denken, die unterschätzen, die wissen nicht was der Arzt oder die Pfleger vorher gemacht haben?
00:12:47: ja quasi vielleicht haben sie vorher reanimiert, vielleicht hatten sie einen Schicksalsschlag, haben die miterlebt oder waren halt quasi von anderen Faktoren halt so beeinflusst dass sie sich dann nicht mehr richtig konzentrieren konnten, wir sind ja auch Menschen.
00:13:07: Es gibt Patienten leider die sobald Sie zwanzig Minuten in der Notaufnahme warten wegen Kleinigkeiten, dass sie dann sofort zickig werden und fragen warum werde ich nicht dran genommen?
00:13:21: Das habe ich selbst oft erlebt!
00:13:24: Und da muss man quasi vor allem halt als auch Personal, muss man halt die Professionalität bewahren Und das ist in manchen Situationen wirklich sehr, sehr schwierig.
00:13:37: Im Hintergrund habe ich vielleicht eine akute Blutung gestoppt oder haben wir alle zusammenreanimiert?
00:13:44: Das verstehen die meisten Leute nicht!
00:13:46: Die meisten Leute... Ich möchte jetzt nicht für allgemeinern, manche Patienten außenstehende wissen nicht was für einen Arbeitsdruck im Pflegepersonal und beim Ärzt-Team ist.
00:13:59: Das hat viele verschiedene Faktoren.
00:14:01: Also das hat nichts nur mit dem Krankenhaus Geld zu tun, sondern diese ganze Krankenhausreform, Problematik da will ich jetzt ehrlich ganz sagen gar nicht reingehen.
00:14:10: aber das ist ein Problem aus verschiedenen Systemen und am Ende die das Leid tragen sind nicht nur die Ärzte, nicht nur das Pflegepersonal, sondern halt auch die Patienten des Personal gibt immer seinen Bestes.
00:14:28: Damit kann der Patient quasi rechnen.
00:14:31: Man darf auch mal einzig vergessen bei der ganzen Arbeit, die in der Pflege oder in der Herzenschaft passiert ist.
00:14:38: Wir machen alle nicht... wir bauen ja keine Autos.
00:14:44: Also das eine und dasselbe Formel so ungefähr und dann ist es vom Fließband eins zu fließband zwei.
00:14:49: Auch wenn sich das immer viele gerne vorstellen oder sagen, ich würde wie im Fließban abgebügelt.
00:14:56: Es ist jeder Patient individuell, jeder hat was anderes.
00:14:59: Auch wenn es vielleicht die gleiche Diagnose am Ende dasteht... ...ist das vielleicht ein anderer Fall gewesen,... ...der nur am Ende zur gleichen Diagnosis geführt hat?
00:15:09: Ja.
00:15:10: Sehr schwierig!
00:15:11: Jetzt hast du vorher schon ein ganz interessantes Wort genannt.
00:15:14: Druck.
00:15:15: Wie gehst Du denn mit Zeitdruck?
00:15:17: Früher,
00:15:18: ganz am Anfang in den ersten sechs bis zwölf Monaten, da bin ich wirklich ehrlich, da habe ich mich fertig gemacht.
00:15:24: Ich habe wirklich so viel, mir so viel Selbstdruck gemacht.
00:15:30: Dass ich das Zeitdruck zeitlich nicht schaffe oder dass ich die richtige Diagnostik oder nicht die richtige Therapie einleiten konnte.
00:15:37: Mit der Zeit hab' ich bemerkt... ...ich kann nur etwas Bestimmtes quasi... Nein!
00:15:46: Das Wort quasi... Ach mir fällt das Wort gerade nicht ein.
00:15:49: Beeinflussen?
00:15:50: Genau.
00:15:51: Beeinflussten.
00:15:52: Ich kann nur was Bestimmdes beeinflussen Ja, ich kann manchmal... Ich kann mich jeden glücklich machen.
00:15:58: Weil so etwas bei Zeitdruck ist es das Wichtigste vor allem jetzt für an junge Kollegen ja die in der Notaufnahme sitzen und die haben jetzt auf einmal kommen jetzt vier fünf Leute.
00:16:08: Ja, vier fünf Leute!
00:16:09: Das Wichtigeste ist dem Kopf zu prioritisieren.
00:16:13: Das lernt man mit der Zeit.
00:16:14: was ist wichtigste?
00:16:16: Und so weiter.
00:16:17: und das Zweitwichtigste ist Hilfe holen denn Hilfe wird echt unterschätzt.
00:16:24: Man darf bzw.
00:16:25: man sollte Hilfe holen, man sollte seine eigenen Grenzen kennen.
00:16:31: Jeder hat seine Grenzen!
00:16:33: Die kann man jedes Mal ein bisschen erweitern aber ist ja nicht so dass ein Mensch grenzenlos ist.
00:16:40: jeder hat seine Krenzen vor allem in der Medizin.
00:16:43: da ist es wichtig Hilfe zu holen und auch nach Hilfe zu fragen.
00:16:49: die erfahreneren Kollegen Die wissen das besser.
00:16:52: Ja?
00:16:53: Die sind dann die Ruhe selbst, manche.
00:16:56: also.
00:16:57: ich habe das Gute und das Schlechte erlebt auch von den erfahrenen Ärzten ja.
00:17:03: aber das Wichtigste ist quasi Hilfe zu holen Und Hilfe zu suchen.
00:17:09: Das
00:17:09: ist ja auf dem Punkt der was mit Verantwortung zu tun hat.
00:17:12: und Erinnerst du dich noch an deine erste große Verantwortung wie du bekommen hast?
00:17:17: Tatsächlich ja tatsächlich ja.
00:17:20: Ich musste.
00:17:21: Also soweit ich weiß, das war wirklich ganz am Anfang.
00:17:26: Das war glaube ich in meinem zweiten Monat als Assistenzarzt.
00:17:31: Da habe ich zum ersten Mal Dienst gehabt.
00:17:36: Ja?
00:17:37: Ich glaube das war mein zweiter und dritten Monat.
00:17:39: Und damals war es Viseraschirurgie ja!
00:17:46: Und damals musste ich quasi diagnostizieren ob sich einen Darmverschluss handelt oder um einem Blinddarm.
00:17:58: Und mein Oberarzt, der war immer so jemand... Mein erster Oberarz, ich danke ihn sehr viel für die ganze Erfahrung, die er mir gegeben hat Denn im Nachhinein verstehe ich was er damit meinte.
00:18:11: Er hat immer gesagt Ja mach doch mal!
00:18:15: Also was ich gemacht habe ist Die erste große Verantwortung war quasi das versuchen mit so ein vierzigjähriger Mann quasi den Darmverschluss zu diagnostizieren und danach halt alles zu organisieren, bis der Operateur dem Hintergrundwahl gekommen ist und operiert hat.
00:18:39: Im Nachhinein hört sich das so an als wäre es Alltag oder wäre jetzt keine große Verantwortung aber dieser erste Schritt quasi als Arzt selbst eine etwas größere Verantwortung zu haben, war schon etwas was mich dann quasi so ein bisschen in meinen Kopf eingeprägt hat.
00:19:03: Danach kamen noch weitere dazu.
00:19:05: aber das war so der erste.
00:19:08: dieser erste Klacksmoment sage ich, okay Aruf jetzt bist du Art!
00:19:11: Jetzt hast du die Verantwortung wie du vor Jahren schon mal wolltest.
00:19:19: Vielen Dank dass du uns damit genommen hast.
00:19:22: Wie gehst du denn mit Unsicherheit?
00:19:24: Es gibt ja auch mal den Punkt, da müssen wir uns alle nichts vormachen.
00:19:27: Das hat der KFZ-Mechaniker, das hat der Bäcker... ...das ist natürlich auch bei dir als Arzt.
00:19:35: Lass mal mal uns sich unsicher ist!
00:19:37: Wie gehste damit und wie verarbeitest du das auch deinem Anschluss?
00:19:42: Also ich zeige es meistens dem Patienten nicht direkt gegenüber dass ich unsicher bin.
00:19:50: Ja okay Ich sage immer Wenn ich bei etwas Unsichere bin, bei einer Diagnose.
00:19:57: Dann sage ich immer Lassen Sie mich kurz Rücksprache mit meinem Oberarzt oder Oberärzten halten die sehr viel Erfahrung mehr hat als ich in diesem Bereich.
00:20:10: aber Ich sag nie zu den Patienten.
00:20:13: Ich weiß es nicht denn das ist quasi ich versuche immer diese Vertrauen zwischen Patienten und Arzt Zu behalten.
00:20:22: ja Wenn man sich ein bisschen unsicher ist, fehlt Diagnose.
00:20:25: Das ist komplett normal.
00:20:28: Aber dass man dann direkt als Assistent-Junge sagt so ich weiß nicht wirklich was ich machen soll und ihm das dem Patienten rüberbringt... Da habe ich gelernt, dass es keine gute Idee ist.
00:20:44: Unsicherheiten an Sicht.
00:20:46: Ich schreibe mir Sachen auf bei denen ich das nicht weiß.
00:20:50: Irgendwider frage ich das den Ärzten, meinen Kollegen.
00:20:55: Manche erklären das.
00:20:57: Zumindest jetzt schon früher haben die das auch gerne erklärt.
00:21:00: Manchmal lese ich es mir selbst durch.
00:21:03: Ich schreibe mir eine Notiz.
00:21:05: Ja?
00:21:06: Gehe dann nach Hause.
00:21:07: Am Abend, nachdem ich abgeschaltet habe, am besten so kurz vom Schlafen gehen, lese sich mir das eine Thema noch mal intensiv durch damit die Unsicherheiten nächstes Mal nicht haben.
00:21:22: Das habe ich so gelernt in der Psychologie, dass man das quasi zu so gesundes Reviewing ist weißt du?
00:21:30: Also jetzt quasi komplett abschalten und am nächsten Morgen so komplett noch reinzugehen.
00:21:35: Das ist meiner Meinung nach auch nicht gut denn so kann man sich halt nicht verbessern.
00:21:41: Definitiv nicht!
00:21:42: Und es ist also ärtig ja auch, dass Du dann sagst Ich mache das abends, setz mich hin Schau mir das nochmal an, lesen wir das Durchsuchtstudien raus wie auch immer.
00:21:54: Dass du da trotzdem mal sagst ich mach's aber trotzdem dass du vorher und es war ein ganz ganz wichtiger Punkt finde ich Begeist und Psychologie praktisch, dass du sagst Ich habe davor abgeschalten Und bist nicht nach Hause und hast sofort dich wieder reingestürzt in nach einem stressigen Arbeitsalltag war.
00:22:13: auch wenn man das vielleicht vom Anfang Jetzt denkt er okay, sieben, fünfzehn Uhr oder sechzehn Uhr wie auch immer ist für viele ja noch das nicht zu schlimme.
00:22:23: Aber es ist ja doch was anderes.
00:22:24: und man hat ja gesagt, dass zwanzig Minuten mal kurzum runterzukommen und das war's.
00:22:32: Manchmal hat realistisch gesehen, hat man das hier nicht.
00:22:34: Und danach...
00:22:35: Ja genau.
00:22:36: ...quasi den Alltag so ungefähr beschrieben.
00:22:39: aber das heißt ja nicht, dass es fast jeden Tag so ist.
00:22:41: Meistens ist es dann doch etwas chaotischer und mehr Druck- und Tierenutfall, Danutfall.
00:22:46: Ich hab's jetzt einfach nur verschönert.
00:22:48: für allgemeiner... Ja!
00:22:52: Jetzt haben wir ja schon gehört du bist im dritten Weiterbildungsjahr.
00:22:55: Du hast deinen Studien hinter dir.
00:23:01: Tipps für junge Kolleginnen und Kollegen?
00:23:04: Was hättest du denn gern früher gewusst was du jetzt sagen kannst?
00:23:07: hey das war das wäre super gewesen wenn ich das vorher gewusst hätte.
00:23:14: Also das Grün, das Beste beziehungsweise das was ich am besten früher gewusst hätte ist.
00:23:19: Ich dachte am Anfang vor allem an meiner ersten Stelle dachte ich dass ich für einen Anfänger halt sehr viel wissen muss ja aber und sehr viele Verantwortung habe hast du im Vergleich zu deinen Kollegen nicht?
00:23:34: Ja Du bist idealerweise.
00:23:37: idealerweise.
00:23:38: ja bist du quasi die ersten drei Monate oder ersten vier Monate unter in Anführungszeichen Welpenschutz.
00:23:47: Ja, das ist so ein gutes Wort hat mein ehemaliger Kollege mir mal beigebracht.
00:23:52: Welperschutz vorher hatte ich das lange nicht mehr gehört.
00:23:56: und das Wichtigste ist Ich habe am Anfang Nicht viel gefragt.
00:24:03: ja weil ich mich geschämt habe zu fragen Einfache Sachen selbst einfache Sachen Vielleicht den einfach sagen kannst du hier um?
00:24:11: kann man sich ungefähr vorstellen dieser einer Arzt, der ist wahrscheinlich emberisch.
00:24:16: Vielleicht sollte ich nicht alle dummen Fragen in den Anführungszeichen und weshalb es eigentlich keine dumme Fragen gibt aber diese ganz einfachen Basic-Sachen.
00:24:23: wenn ich mir unsicher bin, sollte ich ihm vielleicht nicht fragen denn er kann dann sauer sein oder sonst was ähnliches.
00:24:30: Aber gar nichts zu fragen ja oder sehr wenig zu fragen ist einer der größten Väter die man machen kann.
00:24:38: Denn so bin ich nur dich quasi in Gefahr.
00:24:44: Vor allem bringst du halt auch die Patienten in Gefahr, wenn etwas falsch laufen sollte.
00:24:49: Meistens läuft es nicht falsch aber Wenn etwas falsch laufen sollte dann trägt der Patient den Schaden.
00:24:56: Also an meinen jungen Kollegen wie gerade erst mit dem Studium fertig sind ist Das das wichtigste ist wenn man an einer neuen Arbeitsstelle anfängt zu fragen Wie das abläuft.
00:25:10: und selbst wenn man anfängt vor allem wäre der Probezeit fragt ununterbrochen.
00:25:15: Ja, ich habe so gemerkt dass die Leute das deine Kollegen ist gar nicht so schlimm finden.
00:25:20: wenn man fragt dann denken die du bist interessiert und du willst dich so schnell wie möglich rein integrieren.
00:25:27: also fragen ja und danach quasi halt auch offen für Fehler sein.
00:25:33: das heißt keine gravierende Fehler aber so kleine Fehler hier und da hat jeder gemacht und die machen halt tagtäglich denn durch diese Fehler sollte man idealerweise daraus lernen, also vielfragen offen sein und Kommunikation ist das A und O. Also nicht reden sondern reden und zwar relevante Sachen jetzt nicht über Privatleben.
00:26:02: von mir aus kann man das gerne hier und da ein bisschen machen aber halt medizinisch relevante Fragen stellen.
00:26:07: so hat man am besten die Möglichkeit quasi das gute sich einfacher in den Berufseinstieg zu machen.
00:26:16: Was ich noch gerne hinzufügen würde, ist am Anfang kann es auch sein dass der Bereich die man gewählt hat sagen wir mal innere oder Chirurgie du weißt seit dem dritten Semester vierten Semester Ich möchte eigentlich innere machen und danach ist der Klinikalltag oder der Alltag in der Inneren gar nicht das was du haben wolltest.
00:26:41: aber du hast schon zwei Jahre gemacht oder drei Jahre gemacht und wenn man dann halt wechselt, verliert man den Anführungszeichen ein Jahr oder zwei Jahre.
00:26:50: Aber... Wenn man weiß, wenn man anfangs in den ersten zwei-drei Jahren merkt das ist doch nichts für mich!
00:26:58: Dann muss man quasi sich neu orientieren so wie ich das gemacht habe.
00:27:03: Ich wollte quasi am Anfang, wie gesagt, Unfallchirurgie und Allgemeinchirurgy Aber dann habe ich gemerkt, dass das nichts wirklich für mich ist.
00:27:13: Weil ich etwas spezieferisch machen wollte.
00:27:17: Ich wollte Chirurgie vor allem Mikroschirurgien noch lernen und dazu halt aber auch Diagnostik mit dazu unten bisschen besseren sogenannten, was heißt sogenannt Work-Live Balance?
00:27:32: Also dass man halt nachts angerufen wird um dann zu operieren ... auf Leben lang finde, kann ich persönlich mir auch nicht vorstellen.
00:27:40: Früher dachte ich das aber mittlerweile
00:27:42: nichts.
00:27:42: Man ändert dann so ein bisschen seine Einstellung dazu?
00:27:46: Das sollte man also quasi heute, man sollte dann... Dann merkt man quasi auch dass man reifer wird mit der Zeit ja.
00:27:52: Wenn du quasi mit dem gleichen Denken, mit deinem gleichen Mindset wie am Anfang des Studiums und am Ende deiner Facharztausbildung hast,... ...dann ist es immer so ein Zeichen, dass du... ... quasi dich nicht weiterentwickelt hast.
00:28:09: im Kopf, ja?
00:28:10: Der Kern sollte gleich bleiben.
00:28:12: Aber die Denkweise ... ... dein Verhalten sollte sich beendern.
00:28:16: Das ist dann halt Treife!
00:28:17: Das gehört halt mit der Zelle zu.
00:28:19: Definitiv.
00:28:21: Erzähl uns noch mal mit und verrat uns mal... ... gibt's denn ein Ritual das du hast wenn du in die Klinik kommst?
00:28:26: Tatsächlich tatsächlich ja.
00:28:29: Tatsächlich habe ich immer so einen Rituel also ich ähm.... Ich mache immer Gebete Ja, für mich persönlich.
00:28:38: Für mich persönlich mache ich immer Gebiete und hoffe dass der Tag halt... ...dass ich die Kraft habe um den Tag sehr gut zu überstehen und das ich quasi dem Patienten halt einen sehr guten bzw.
00:28:51: einem Patienten weiterbringen kann, weiterhelfen kann.
00:28:55: Das ist das Wichtigste!
00:28:57: Und ansonsten... Ich esse morgens immer so ein Proteinriegel.
00:29:02: Das gehört auch in Anführungszeichen zu meinem Ritual.
00:29:04: also ich mache jetzt keine kein großes Frühstück, bin ich so der größte Frühstuckmensch.
00:29:11: Ich trinke meine Vitaminsäfte, mein Protein, Beete und danach gehe ich dann in die Klinik und hoffe auf das Beste!
00:29:21: Vielen Dank, dass du uns da mal mitgenommen hast.
00:29:24: Jetzt kommen wir zu einem ganz interessanten Punkt als Patientenperspektive.
00:29:29: Es ist ja immer wieder so... vor allem ältere Patienten, jüngere Patienten so ein bisschen falsch verstehen oder falsch aufnehmen in dem gesamten Zeitding und sagen ja da war er zum junger Arzt.
00:29:41: Sie hat bestimmt keine Ahnung gehabt.
00:29:42: wie ist denn dein Eindruck als junger arzt im dritten Jahr?
00:29:48: wir nehmen Patienten junge Ärzte auf um.
00:29:51: was
00:29:54: tatsächlich tatsächlich ist das halt?
00:29:57: gehört es halt zur Wahrheit dazu?
00:30:00: Als junger Ärzte wird man halt nicht so ernst genommen, vor allem bei den älteren Patienten.
00:30:05: Das gehört halt... das ist halt einfach Fakt!
00:30:10: Ein ältera... denn im Angesicht von ältern Patienten ist hier quasi ein Arzt mit der Vierzig idealerweise fünfzig-sechzigstisch mit Brille weißem Kittel, der quasi dann alles in dem Moment weiß und dir dann sofort hilft.
00:30:27: wie magische Hände.
00:30:28: Meistens können auch selbst diese älteren in Anführungszeichen Menschen nicht sofort helfen mit magischen Händen.
00:30:36: Als Jüngerarzt hat man damit halt immer wieder zu kämpfen, vor allem wenn man halt auch jung aussieht ja im meinem Alter.
00:30:43: Ich meine ich bin jetzt schon mittlerweile dreißig aber ich werde halt auch von jüngeren Patienten auf Anfang zwanzig oder sowas ähnliches geschätzter Denkspiel so.
00:30:53: Manchmal wurde als auch als Praktikant oder als Pflegeschüler halt auch abgestempelt.
00:30:59: Zwischenzeitlich in einer meiner Arbeitstelle dürften wir halt auch kein... Kein Kittel tragen, ja.
00:31:07: Okay?
00:31:07: Ob Kittel jetzt hygienisch dies ist das eine komplett andere Sache.
00:31:10: aber diese das ist halt immer noch so etwas was dich quasi halt automatisch In Auge des Patienten so eine Stufe so.
00:31:18: da wird man ein bisschen mehr ernster genommen.
00:31:20: Ja wenn quasi alle gleiche Kleidung tragen, dann kann man sich nicht und dann wird der Patient nicht unterscheiden können.
00:31:28: Wen nehme ich ernst?
00:31:29: Wen nicht!
00:31:30: Ja Und man erzählt das hat nichts damit zu tun dass man halt wenig weiß.
00:31:37: als Assistenzärztes gibt es sehr viele Ärzte die trotz ihres jungen Alters sehr viel wissen.
00:31:43: ja Manchmal ist es so ein Problem dass man das dem Patienten richtig nicht richtig übermitteln kann weil das patient unkooperativ ist.
00:31:52: Und dann merkt man das aber halt auch schon beim Gespräch.
00:31:57: Der Patient nimmt dich nicht ernst und das ist halt okay, das ist normal!
00:32:01: Was ich da mache ist... Ich rufe dann halt immer den Oberarzt oder die Oberärzte noch dazu und der erklärt genau das Gleiche wie ich ja?
00:32:13: Aber die sagen dann genau wie mein Kollege gesagt hat Ja, also zu mir.
00:32:20: Dann werde ich dann halt.
00:32:21: wenn der Patient dann wieder kommt, dann haben wir ein komplett anderer Atmosphäre.
00:32:26: Das heißt das wird dann quasi die jungen Ärzte werden nicht richtig ernst genommen.
00:32:32: Der Trick dabei ist dass man das quasi dann den Oberarzt noch dazu holt, der dir das gleich nochmal erzählt.
00:32:40: Das ist doppelter Arbeit aber meistens manchmal kann man nichts anderes machen.
00:32:49: Aber vielen Dank, dass du es mal so offen gesagt hast.
00:32:51: Das war auch so.
00:32:53: Das brauchen wir dir zuhören.
00:32:56: Ein Assistenzarzt hat eine Medizinstätik.
00:32:59: Der hat ein
00:33:00: Fachschlisten,
00:33:02: das wahrscheinlich frischer ist wie von vielen anderen älteren Ärzten.
00:33:08: Das heißt nicht, dass die älternen Äzte keine Ahnung haben sondern sie sind kreatialisierter in ihrem Fachbereich und da haben die Mützigheit deutlich höheres Gewissen.
00:33:18: Aber es ist trotzdem so.
00:33:22: Es ist ein Arzt, der hat das studiert und weiß von dem er redet.
00:33:26: Und wie du es vorher auch gesagt hast... Du machst dir Gedanken!
00:33:30: Du gehst auf den Patienten ein.
00:33:31: Du überlegst warum?
00:33:32: Wieso?
00:33:33: Weshalb hat der die Beschwerden?
00:33:35: Wie kann ich ihm helfen?
00:33:38: Dann bastelst du – da sind wir wieder bei Grace Anatomy oder Dr.
00:33:43: House Du bastelst dir auch im Kopf deine Punkte zusammen und sagst, ah okay ja das ist das.
00:33:49: Okay Junge die Diagnose!
00:33:51: Und du sagst ja auch ganz offen und ehrlich wenn du mal nicht weiter weißt dann holst du einen von den Oberärzten oder so?
00:33:58: Und vor allem was ich noch vergessen habe hin zuzufügen ist junge Assistenzärzte sind halt viel empathischer Weil die noch viel motivierter sind, die sind noch mehr interessiert.
00:34:07: Die wollen quasi den Patienten noch mehr helfen als meisten... ...die Älteren, die quasi das schon... ...fünfzigtausendmal gesehen haben ja.
00:34:15: Die können sich die Unassistenzärzte da sehr frisch und motiviert sein.
00:34:20: Ja?
00:34:21: Können sie sich dann viel besser in die Lage des Patienten einsetzen Und versuchen dann quasi noch mehr zu... ...noch besser bzw.
00:34:29: noch engagierter zu helfen.
00:34:31: Mithilfe vom Oberarzt!
00:34:33: Aber die sind definitiv interessierter.
00:34:36: Und nochmal für alle Zuschauer, also ein Assistenzarzt, der hat sechs Jahre Medizin studiert und danach macht er quasi seine Facharztausbildung im Vollzeitjob.
00:34:48: Das heißt, er verdient sein Geld und nebenbei spezialisiert sich auf etwas.
00:34:53: das heißt nicht dass er Student ist, es heißt nicht, dass er Schüler ist.
00:34:57: Der hat schon seinen Können.
00:35:01: nochmal deutlich klarstellen.
00:35:04: Definitiv.
00:35:07: Du hast jetzt gerade was gesagt, wo ich da ein bisschen reingreischen wollen würde damit man es nicht falsch verstehen kann.
00:35:14: Ihr habt natürlich aus Assistenzärzte oder als Weiterbildungsärzte habt ihr natürlich mehr Zeit auch als vielleicht der leitende Oberarzt oder der Chefarzt weil halt da einfach bei denen ist halt der Druck noch mal höher drauf weil die einfach noch gewisse Sachen und meistens sind sehr leider Gottes Verhaltungssachen zusätzlich haben.
00:35:40: Und dann ist es doch mal auch ganz gut, das ist immer so.
00:35:42: der Punkt wo ich jetzt im Drauf raus will, wenn man hört, ja da hast du keine Zeit gehabt.
00:35:47: Ja nach ein paar Minuten war ich wieder draußen.
00:35:51: Aber genau der junge Weiterbildungsarzt, der nimmt sich die Zeit, dann sollte er auch den Respekt von Patienten bekommen.
00:36:01: Also, die nehme ich ernst.
00:36:03: Der wird schon wissen was er macht und ja genau.
00:36:08: Adolf wenn du auf dein bisherigen Weg schaust worauf bist du besonders stolz?
00:36:13: Ich
00:36:13: bin stolz dass ich quasi mich in meinem medizinischen Bereich gefunden habe.
00:36:19: Ja!
00:36:20: Ich habe jetzt quasi den perfekten Bereich gefunden wo ich meine Stärken zeigen kann Meine Interessen Ja, meine Schwächen quasi halt auch beheben kann und wo ich halt auch ein sehr gutes Team habe.
00:36:42: Das ist das was ich worauf ich sehr stolz und sehr glücklich bin.
00:36:46: also Ich kann mir wirklich sagen dass ich mich mittlerweile halt selbst gefunden habe.
00:36:52: dieser Schritt den ich gemacht habe ja der ist noch neu.
00:36:58: Also ich hab erst vor sechs sieben Monaten mein, den Fachbereich aktiv gewechselt.
00:37:05: Ja und diese Bereich hat natürlich auch seine Hörerhürden.
00:37:09: Damals da ist auch ohne nochmal viel Wissen ja also jeden Tag quasi fast immer wieder Lesen nachschlagen und so weiter und sofort.
00:37:18: das hat auch seine Schwierigkeiten.
00:37:20: aber ich merke quasi dass das was für mich ist ja Und das ist das worauf ich am größten stolz bin Ich wäre... Quasi wenn ich jetzt fünf sechs jahrelang jetzt Facharzt für Chirurgie gewesen wäre, aber ich wusste schon seit dem zweiten dritten Lebens Weiterbildungsjahr dass sich da unglücklich bin.
00:37:40: Aber ich hatte es trotzdem durchgezogen dann wäre ich wahrscheinlich sehr unglücklich gewesen.
00:37:45: Definitiv und ich finde es toll das du auch so ehrlich warst und gesagt hast ja ich gehe jetzt den Schritt und wechseln im Bereich, bevor ich mich irgendwann mal unglucklig am Fachbereich wird mehr, den ich zwar dann gut mache aber nicht glücklich bin.
00:38:02: Und das ist immer, finde ich ganz, ganz wichtiger Punkt, dass man auch glücklich ist bei dem was man macht und vor allem im speziellen Bereich Medizin nochmal weil es einfach so ist, dass es wahnsinnig wichtig ist, weil wir mit Patienten arbeiten.
00:38:16: Ja und vorallem in der plastische Chirurgie da kann man auch seine künstliche Seite quasi halt auch hervorheben und die halt auch verbessern und das ist dann halt auch diese Kreativität.
00:38:30: Ja, also das ist nicht nur Medizin AB Verantwortung und so weiter und so fort.
00:38:34: Und dann kannst du halt auch deine Kreativität ein bisschen freien Lauf lassen und die nach so bisschen perfektionieren.
00:38:41: Das ist das halt auch was ich daran liebe.
00:38:47: Ich sage vielen lieben Dank für deine Offenheit und deine ehrlichen Worte heute.
00:38:52: Danke!
00:38:53: Danke dass du erst warst bei Medizin direkt.
00:38:57: Mir jetzt auch total Spaß gemacht und es ist auch total schön gewesen zu hören Wie dein Weg war, wir wussten ja vorher auch nicht, dass du tatsächlich den Fachbereich nochmal gewechselt hast.
00:39:05: Das war jetzt noch mal so dieses Bonbon obendrauf, das wäre halt im Genaudes.
00:39:10: auch und vor allem wie gesagt danke für deine offenen Worte weil ich hoffe, dass jetzt einige bisschen mehr verstehen was wieder hintersteckt und auch, dass ein Weiterböhnungsarzt ein Idiot ist.
00:39:26: Nein,
00:39:26: nein.
00:39:27: Und in diesem Sinne sage ich vielen Dank Arif, dass du da
00:39:30: warst
00:39:31: und wir sehen uns ja bald
00:39:39: wieder.
00:39:44: Wir sehen uns dann bald wieder!
00:39:50: Alles Gute, dann Tschüss!
00:39:54: finden Sie auch auf unseren Social Media Kanälen, auf Instagram, TikTok und weiteren Plattformen.
00:40:01: Vielen Dank fürs Zuhören – bis zur nächsten Folge!
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