Wie Räume im medizinischen Kontext wirken mit Isabel von Staudt

Shownotes

🎙 MEDIZIN DIREKT – DER MEDIZIN-PODCAST

In dieser Episode sprechen wir mit Innenarchitektin Isabel von Staudt über ein Thema, das im medizinischen Alltag eine entscheidende Rolle spielt – aber oft unterschätzt wird: Raumgestaltung als Teil der Medizin.

🧠 Darum geht’s in dieser Folge: Wie Räume auf Patient:innen wirken – noch bevor ein Gespräch beginnt Warum Licht, Farben und Materialien Stress, Vertrauen und Orientierung beeinflussen Welche typischen Fehler in Arztpraxen gemacht werden Wie Arbeitsabläufe durch gutes Design verbessert werden können Warum Praxisgestaltung immer auch Teamarbeit bedeutet Wie sich medizinische Räume in Zukunft verändern werden 🏥 Einblicke aus der Praxis:

Anhand realer Projekte wird deutlich: Eine Arztpraxis ist weit mehr als funktionale Fläche – sie ist ein Ort, der Emotionen steuert, Sicherheit vermittelt und Prozesse unterstützt.

👩‍🎨 Über den Gast:

Isabel von Staudt ist Innenarchitektin mit Fokus auf Arztpraxen und Therapieeinrichtungen. Sie verbindet funktionale Anforderungen mit emotionaler Wirkung und entwickelt individuelle Raumkonzepte für medizinische Umgebungen.

🎧 MEDIZIN DIREKT

Der Podcast für alle, die Medizin verstehen, einordnen und bessere Entscheidungen treffen wollen.

📍 Verfügbar auf: Spotify | Apple Podcasts | Amazon Music | Deezer | RTL+ | Podigee

Transkript anzeigen

00:00:01: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von Medizin direkt, dem Medizin Podcast.

00:00:31: wartet sind man, die gefühlt seit Einführung der Gesundheitskarte unverändert sind und Counter auf den Mehrhandtaschen landen.

00:00:39: als medizinische Unterlagen wird schnell klar.

00:00:42: Medizin beginnt nicht erst im Gespräch.

00:00:44: Medizin beginnt beim Eintreten.

00:00:47: Während manche Praxen wirken wie ein schlecht geplanter Ablauf ohne Struktur gibt es andere bei denen plötzlich alles zusammenpasst Wege Licht Materialien.

00:00:57: Und selbst das Warten fühlt sich nicht mehr wie Stillstand an.

00:01:00: Und genau hier kommt jemand im Spiel, der Räume nicht einfach gestaltet.

00:01:04: Sondern versteht wie sie wirkt.

00:01:06: und jemand der aus einer Säule gegen die man eigentlich nur laufen würde plötzlich einen Orientierungspunkt macht Der weiß warum Licht nicht nur Beleuchtung sondern beeinflusst und warum eine Schublade die ständig aufgeht am Ende mehr mit Patienten zwischen Konzept- und Funktionen als man gefühlt entsteht so etwas dass man nicht messen kann aber sofort spürt.

00:01:26: und genau darüber sprechen wir heute.

00:01:28: Hallo, Isabel!

00:01:33: Ich freue mich sehr.

00:01:34: Vielen Dank für die Einladung.

00:01:36: Lass uns gleich mal so ein bisschen rein starten.

00:01:38: und natürlich die spannendste Frage von unseren Zuschauern und Zuhörern ist natürlich wie kommt man erstmal dazu in den Architektur zu studieren?

00:01:51: Und dann aber im nächsten Step auch noch sich zu spezialisieren auf Arztpraxen, Kliniken und alles was im medizinischen Bereich ist.

00:02:00: Tatsächlich haben ja Kinder oft viele verschiedene Berufswünsche.

00:02:04: das hatte ich nicht.

00:02:06: Ich habe tatsächlich eine familiäre Bindung zu dem beruf und zwar ist es tatsächlich meine tante die in Oberbayern ein Haus hat und da waren wir oft in den Ferien und er hat einfach immer ganz speziell gerochen.

00:02:22: Es war immer ein super schönes Gefühl dort zu sein.

00:02:26: Es war irgendwie so eine ganz tolle Erinnerung für mich schon eben als kleines Kind und auch wenn da nicht viel passiert ist in dem Ort, wollten wir da immer wieder hin.

00:02:35: also es war tatsächlich Raum bezogen.

00:02:37: Das war das Haus.

00:02:38: Es waren dann aber auch zum Beispiel ihre Wohnung in München.

00:02:43: Da war das gleiche Gefühl und ich habe mich immer gefragt wie sie das hinbekommt so einen guten Eindruck zu hinterlassen, auch wenn sie gar nicht selbst anwesend war.

00:02:54: Die Atmosphäre ist ein sehr ästhetischer Mensch und die Lady wie sie im Buche steht immer mit einer kleinen Föhnfrisur und nicht übermäßig viel Schminke, immer sehr zeitlos gekleidet, Qualität, lieber wenig und dann ein bisschen Accessoires dran.

00:03:12: So konnte sie auch immer wechseln.

00:03:15: Aber wenn ich ehrlich bin, sieht sie heute immer noch genauso aus wie vor fünfzig Jahren wahrscheinlich.

00:03:19: Auch wie vor dreißig Jahren.

00:03:20: Also so lange ich es sie kenne hat sich nicht groß gewandelt und ja war einfach immer schon die Trixie Und dann haben wir uns eben ganz oft unterhalten Wie sie das hinbekommt.

00:03:29: oder hat sie einfach gesagt dass ist ein Beruf den kann man quasi machen Den kann man lernen.

00:03:34: und hat's mir dann eben im kindlichen bisschen erklärt.

00:03:36: und dann habe Ich immer gedacht das will ich auch.

00:03:39: und ja also wollte ich nie Tierärztin Oder Biologin oder sonst was werden.

00:03:43: ich wollte dann eben alles mit Interior machen, Innenarchitektin werden.

00:03:47: und dann ging es natürlich darum wie kann man das überhaupt werden?

00:03:50: Wo kann man es lernen.

00:03:52: Da wollte ich erst eine Schreinerlehre machen weil ich gesagt habe, ich brauche das Handwerk erst und geht an ins Theoretische.

00:04:00: Dann hab' ich ganz viel Praktiker beim Schreinar bezogen aber auf Antiquitäten gemacht war dann aber schon echt eine Knochenarbeit.

00:04:13: Ja, dann hat er mir auch gesagt, wenn du irgendwie ein bisschen mehr Power finanziell haben möchtest.

00:04:19: Dann ist das wahrscheinlich nicht so das Richtige.

00:04:21: Antiquitäten gibt es auch nicht mehr so viele.

00:04:23: und dann habe ich acht Wochen beim Schreiner wirklich im Praktikum gemacht.

00:04:27: Acht Wochen Fenster geschleppt!

00:04:29: Da war ich dann auch fertig mit Körper-, Geist- und allem was ich hatte.

00:04:34: Und da habe ich mich entschieden, Innenarchitektur zu studieren.

00:04:37: Das geht an der privaten Uni oder an der Fachuni.

00:04:42: war klar, dass ich nicht an eine normale Uni konnte.

00:04:44: Ich war ja nicht aus München sondern immer nur vom Vorort und mein großer Traum war es immer nach München zu gehen.

00:04:49: da hätte ich eben schon fast deswegen was anderes gewählt.

00:04:53: dann gab's hier damals eine private Uni die mittlerweile okay ist.

00:04:56: aber damals war der Ruf nicht so gut und musste mich einfach entscheiden will ich jetzt den Beruf machen oder gehe vielleicht woanders hin?

00:05:02: und dann bei Rosenheim witzige Weise nicht ganz weit weg Damals im ranking sehr hoch angesehen Da ist auch der Holzausbau viel Wissen drin steckt, also da waren sie ganz weit vorne und dann gab es eben noch die Innenarchitektur dort.

00:05:18: Und dadurch dass ich auch ein Internatskind bin und gar nicht hier groß gewohnt habe, hier gar nicht aufgewachsen bin als Jugendliche war für mich Rosenheim ganz okay.

00:05:27: Da hab' ich die Nähe zu München, da wollte ich immer schon bleiben.

00:05:31: Dann bin ich eben dort gewesen, hab da Innenarchitectur studiert sehr praxisbezogen Und ja, habe mir dann sozusagen da schon meinen kleinen Traum erfüllt.

00:05:42: Also

00:05:42: wirklich toll und ich finde es total faszinierend dass du dann tatsächlich ein Praktikum gemacht hast in der Schreiner Reihe weil du dabei ja tatsächlich auch gemerkt hast wie das Arbeiten mit dem Holz wirklich ist.

00:05:55: also wirklich sehr, sehr toll!

00:05:57: Ja, ich find Holz ist ein wirklich faszinnierender Werkstoff.

00:06:00: wer lebt auf den muss man acht geben, auf denen muss man eingehen hat seine Vor- und Nachteile, aber ist extrem wandelbar.

00:06:10: Und Innenarchitektur hat oft was mit Holz zu tun.

00:06:15: Dann wusste ich aber, dass es natürlich Innenarchitektur auch mehr ist als nur Holz.

00:06:19: Da haben wir dann Metallglas, alle Materialien drin.

00:06:23: Deswegen war das definitiv die bewussterichtige Entscheidung.

00:06:27: und da ist ja dann noch das fachliche quasi in Richtung tragwerksleere Statik, Bauphysik... Habe ich alles überstanden und das fließt jetzt sozusagen so noch mit ein.

00:06:40: Aber ja, ist natürlich nicht mehr mein Schwerpunkt sondern Schwerpunkte ist quasi da tatsächlich die Gestaltung Entwurfkonzept Und Da ist Das Thema Praxis sozusagen ein Schwer Punkt geworden.

00:06:52: wir arbeiten natürlich auch viele im privaten viel Gastronomie Hotel aber Ja die Praxen die kam irgendwie per Zufall über Kontakte und dann eine nach der anderen Da hat man sich da so reingefuchst und irgendwann geht's quasi über Mundpropaganda weiter.

00:07:08: Und es macht wirklich richtig Spaß, ist auch immer wieder eine Herausforderung.

00:07:11: Ja

00:07:12: also das kann ich definitiv bestätigen im Arztpraxen wenn jemand wirklich zufrieden war dann wird das auch im Kollegenkreis immer sehr schön weiter kommuniziert und weitergegeben und er hat tatsächlich dann auch seinen Reiz.

00:07:29: Man kommt dann plötzlich in so einen Kreis rein von Arztpraxen, wo man sagt okay, ich weiß gar nicht wie es passiert ist.

00:07:36: Aber wirklich faszinierend!

00:07:38: Wir gehen jetzt mal an den Punkt der Raum als medizinischer Faktor.

00:07:42: Wir sprechen hier nicht über Interior Trends oder sondern über wirkungsvoll gestaltete Räume die Medizin unterstützen.

00:07:52: Wie würdest du beschreiben was ein Raum im medizinischen Kontext wirklich tut?

00:07:59: Ich gehe jetzt mal auf eine Praxis ein, aber es gilt genauso zu Hause.

00:08:03: Wenn ich mich wohlfühle geht's mir sicherlich besser.

00:08:07: Das hat mit dem Hormonhaushalt zu tun das hat mit Farbpsychologie und Theorien zu tun dass hat mit Proportionen von Mensch zum Raum zu tun.

00:08:19: Es gibt einfach ganz viele Menschen die bestimmte Typen haben.

00:08:24: Ich bin zum Beispiel eher ein dunkler Typ, was jetzt nicht negativ ist sondern eher in Richtung Kuschelig.

00:08:31: Eng lieber warm.

00:08:37: also ich mag es lieber nicht zu freiräumig.

00:08:41: und jetzt kann man sich zum Beispiel vorstellen wie's in der Partnerschaft ankommt wenn er Partner ist freizügig, mag hell, weite.

00:08:50: Funktioniert dann die Partnerschaft?

00:08:51: Können die gut nebeneinander schlafen wenn der eine sich sicher fühlt und der andere überhaupt nicht in dem Umfeld schläft wo es ja auch ein Schutzraum sein soll.

00:09:01: Genauso ist eben meiner Praxis ich komme rein macht die Tür auf und das erste im Endeffekt wo ich ja sowieso schon Zustand bin, der eventuell emotional physisch und psychisch auf einem gewissen Niveau ist wo ich vielleicht reizbar oder verletzlich bin.

00:09:21: Da möchte ich wenigstens dem Raum sozusagen unterstützend im Patienten aber auch den Ärzten entgegenwirken und den Leuten eben so eine gewisse Sicherheit geben heißt Ich mache eine Tür auf und weiß erstmal gar nicht wo ich bin.

00:09:32: Ich bin vielleicht zum ersten Mal in der Praxis Und dann möchte ich möglichst eine gute Wegeführung haben.

00:09:38: Ich möchte wissen, wo ist der Counter?

00:09:40: Muss ich erst suchen.

00:09:42: Wäre ich herzlich empfangen habe ich Sichtkontakt werde ich eben einfach abgeholt und neben den ganzen vielleicht barrierefrei und ich bin auf Krücken oder im Rollstuhl.

00:09:52: geht es glaube ich wirklich tatsächlich um eine erste Begegnung sozusagen mit Proportionen Farben Materialität und Qualität.

00:10:01: Das Schöne ist ja dass wir im Profil recherchiert haben.

00:10:04: da gibt's tatsächlich sogar Studien darüber.

00:10:08: Also warme Lichtführung ist gleich.

00:10:11: Stressreduktion, klare Wege bedeutet Sicherheit und Orientierung.

00:10:16: Und die Akustik beeinflusst Aufmerksamkeit und Erschöpfung besonders im Wartepereich.

00:10:23: Das ist echt faszinierend mit welchen großen Dingen ihr eigentlich da zu tun habt um wie ihr damit umgehen müsst.

00:10:30: also wirklich sehr toll!

00:10:34: Lass uns mal ein bisschen tiefer da reingehen.

00:10:36: Was sind denn typische Wahrnehmungsfallen in Arztpraxen?

00:10:39: Falsche Kunst, ganz viel falsche Kunst.

00:10:42: Kunst ist finde ich super wichtig in der Arztpraxis.

00:10:46: Es sind aber oft nicht einmal unbedingt die Farben sondern Die Machart sozusagen der Kunstwerke heißt.

00:10:56: habe Ich zum Beispiel mit Spritzern Kontakt was ganz viele in der abstrakten Kunst der Fall ist.

00:11:02: Es ist anders wie bei der Fotografie, wo ich ein klares Bild widerspiegelt.

00:11:05: Wo ich vielleicht eine Erinnerung widerspiegelt.

00:11:08: Was vielleicht schon mal gesehenes wieder zeige in der abstrakten Kunst.

00:11:13: vor allem diese Spritzer können ganz oft auf Blut tropfen, Attacke, Massaka keine Ahnung was hinweisen.

00:11:22: Vor allem wenn ich dann in Richtung Narkose gehe.

00:11:24: Medikamenteneinfluss kann mich das... ganz, ganz oft unterbewusst in ganz andere Richtungen lenkt die auch nachhaltig wirklich für den Patienten sogar gefährlich sein könnten.

00:11:40: Also was der quasi im Nachgang noch mal vielleicht damit verarbeitet dann Designfallen sind natürlich immer wieder auch Materialien also scharfe Kanten zu glatte Materialien tolle Böden, die einfach nicht die Desinfektionsmittel aushalten.

00:12:02: Oberflächen, die nicht des Infektionsmittels beständig sind.

00:12:05: Da muss ich einfach bei einer Praxis ganz gezielt auf deren Bedürfnisse eingehen und da fallen auch einfach gewisse Design-Elemente komplett raus mit denen ich sonst vielleicht gerne

00:12:15: arbeite.".

00:12:15: Also du hast auf jeden Fall schon mal ein paar Punkte angesprochen, die mir selbst offen passiert sind wo sich der Innenarchitekt zwar wirklich viel Gedanken gemacht hatte, aber am Ende dann die Materialien nach drei Monaten kaputt waren weil eben mit des Infektionsmittel Reinigungsmitteln im speziellen Bereich Blutspritzern zu tun hatte wo uns dann sogar der Boden kaputt gegangen ist.

00:12:42: Das ist wirklich schön so sehen wie du da gleich von Anfang an auch schon sagst okay da müssen wir drauf achten, da muss man drauf gehen.

00:12:49: jetzt hat mir ja vorher schon mal ein bisschen dieses Thema Lichtführung.

00:12:55: Welche Rolle spielt denn Licht im Vergleich zu funktionellem Design?

00:12:59: Also, Licht ist tatsächlich in ganz viele verschiedene Aspekte aufgeteilt.

00:13:05: Das ist sowas von unterschätzt dieses Thema.

00:13:09: Es gibt ja eigene Berufe wie Lichtplaner die Berechnungen machen und die werden auch immer noch total unterschetzt.

00:13:18: Ich hol mir bei der Lichtplanung immer Hilfe und setze natürlich am Anfang schon mal meine Lichtpunkte.

00:13:26: Da ist es eben wichtig, dass wir wissen Tageslicht wie liegt der Grundriss zu Nord-Süd Ostwest?

00:13:33: Wo geht die Sonne auf?

00:13:33: wo geht sie unter?

00:13:35: das Tageslicht verändert sich von bläulichem zur rötlichem Licht.

00:13:40: Das verändert alle Farben das verändert alle Bilder im Raum Und dann gibt's natürlich noch dazu das funktionale Licht in der Praxis.

00:13:48: besonders wichtig, wenn wir jetzt in Richtung OP gehen.

00:13:51: Dass es natürlich sterile Leuchten sind und dass die nicht blenden.

00:13:58: Dann natürlich dekoratives Licht und ein Akzentlicht heißt ich habe die indirekte Beleuchtung und ich hab dann natürlich auch nochmal irgendwo ein dekoratives Licht was quasi da noch mal schön aussieht.

00:14:09: Licht von oben hat immer das Thema Wenn ich quasi sitze... Das ist ein Schattenwirft, das kennt man ja auch vom Bad haben die meisten Leute zu Hause auch falsch.

00:14:19: Also braucht man sich nicht wundern, wenn man krank aussieht und das falsche Licht am Bartspiegel hat.

00:14:23: entweder die Lichtfarbe stimmt nicht oder auch die Position des Lichts stimmt nicht und wenn ich mich schminke und danach aussieht wie eine alte Oma weil ich sozusagen nur Schatten im Gesicht habe dann sieht es wahrscheinlich ein Meter daneben schon wieder ganz anders aus.

00:14:36: heißt dass Licht muss quasi von allen Seiten kommen bis darf keine Schatten wirfen und vor allem wenn ich am Patient arbeite brauche ich einfach natürlich noch einen flexibles Licht, was mich quasi genau da nochmal unterstützt.

00:14:49: Wo ich quasi dran arbeite kommt natürlich dann auf den Arzt an.

00:14:52: Vielen Dank dass du uns da wirklich auch mit praktischen Beispielen aus dem Alltag mitgenommen hast und wir haben jetzt ja ein Beispiel uns rausgesucht und davor besprochen das tatsächlich gar nicht zufällig entstanden ist sondern Es gab ja die Folge von der Frau Professor Helen Abel letztes Jahr im August, die bei uns ausgestrahlt worden ist für alle Zuhörerinnen und Zuhöhrern.

00:15:24: Ihr könnt die Folge natürlich noch in den ganzen Podcastverlauf sehen und hören.

00:15:31: eine wirklich tolle Folge.

00:15:32: Und da kommt tatsächlich eins gleich am Anfang vor dass ich in der Begrüßung zur Frau Prof.

00:15:38: Abelsack Wow!

00:15:39: Das ist ne tolle Praxis.

00:15:41: schön eingerichtet, die Farben toll ausgewählt.

00:15:44: Und ja, heute sitzen wir zusammen, Isabel weil du heißt Praxis Design praktisch und für unsere Audio Zuhörer gehe ich jetzt mal ganz kurz ein bisschen rein.

00:15:56: Isabel, du unterstützt mich wenn ich irgendwas Falsches sag!

00:15:59: Wir haben hier zum Beispiel ein Bild eines Anmeldungs-Desks also als Counter genau fangst

00:16:07: Resen

00:16:08: mit links daneben einem sage ich mal grün dekorierten, bemalten.

00:16:17: Wie nennt sich das?

00:16:18: Ich meine

00:16:18: es die Säule?

00:16:19: Ja.

00:16:20: Das ist eine Fliese.

00:16:21: Oh

00:16:21: okay, wow!

00:16:23: Ich hab's mir jetzt nicht sagen trauen weil ich mir gelächter bin.

00:16:27: Ganz bewusst.

00:16:29: Das war wahrscheinlich auch noch mal wieder so ne Säulen, die einen richtigen Einfluss hat auf das ganze Bauwerk die man nicht umsetzen konnte.

00:16:39: Genau, also da ist es... wir blenden ja wahrscheinlich auch den Grundriss ein Man kommt quasi zur Tür rein und ich laufe quasi direkt gegen eine Säule.

00:16:48: Und bei der Praxis war's natürlich so dass wir vorher viele Gespräche geführt haben Viele Bedürfnisse abgeklärt haben Viele persönliche Vorlieben abgeklärte haben in Richtung Farbedesign Und dann quasi einen Weg gefunden haben wie wir Persönlichkeit Beruf, Bedürfnisse der Praxis und Fachkompetenz sozusagen zusammengeführt haben.

00:17:14: Meine Entwürfe sind immer extrem konzeptlastig.

00:17:16: ich rede ja sowieso schon viel aber in der ersten Phase der Findung am allermeisten wobei ich da nicht quasi Monologe halte sondern es müssen Dialoge sein Es muss Vertrauen zu mir gefunden werden.

00:17:27: Ich passe nicht mit jedem Kunden zusammen.

00:17:29: Nicht jeder Kunde passt zu mir.

00:17:30: Wir müssen uns das sozusagen finden Und von einem Erstgespräch über eine Bedarfsanalyse, über konkretisiert wirklich dann notieren was braucht der Raum?

00:17:41: Was braucht der medizinische Bereich jetzt an sozusagen in die Bestandsanalyse und da versuchen wir natürlich Dann alles positiv irgendwie zu nutzen heißt diese Säule.

00:17:54: Die stand da, die konnte man nicht wegmachen.

00:17:58: Vorher war hinter der Säuble der Raum noch geschlossen.

00:18:00: das haben wir aufgebrochen dass man hinter dem Counter quasi das Personal sozusagen schneller zu den Behandlungsräumen laufen kann.

00:18:08: Und, dass auch ein strikter Bereich eigentlich ist heißt jetzt mache ich die Tür auf und lauf gegen die Säule und die ist eben da.

00:18:15: heißt wir haben uns dann überlegt setze ich die jetzt extremen Szene oder aber versuche sie zu vertuschen?

00:18:24: Zu vertuschnen ist für mich wie eine Frau in so einem hausfarbenden Body, die versucht zu verstecken dass sie irgendwo Speckfalten hat.

00:18:34: Und dann kommt das böse Erwachen.

00:18:37: Die sind da und haben wir gesagt damit müssen wir umgehen.

00:18:40: und Dann haben wir gesagt okay Wir haben ein Farbkonzept.

00:18:44: ich habe eine Fliese bei mir im Büro gehabt die farblich da perfekt reingepasst hat.

00:18:48: Allgemein gibt es viele Rundungen in der Praxis.

00:18:51: auch die Fliese hat rundungen Und wenn wir schon dagegen laufen dann laufen wir gegen.

00:18:57: was schönes Und witzige Weise ist das tatsächlich ein farbliches Statement auch noch mal.

00:19:04: Es ist die Lieblingsfarbe mit von Frau Professor Abel, heißt... Auch wenn sie da reinkommt, das erste was ihr aufmacht, ist ihre Lieblungsfarbe also auch etwas Positives.

00:19:15: und dann geht man eben links oder rechts rum.

00:19:18: Man stößt sich wenig weil es eben abgerundet ist.

00:19:22: aber wir haben das tatsächlich so ins Szene gesetzt dass es ganz bewusst dort steht, dass es ein Ankerpunkt ist und dass man auch dort sozusagen das Ganze als Masterpiece aufnimmt.

00:19:33: Und diese Säule sieht man tatsächlich aus eigentlich fast jeder Laufrichtung irgendwie wieder, deswegen passt die auch farblich zur Wandfarbe im Wartebereich.

00:19:42: Die passt hinten zum Personalraum.

00:19:43: Selbst wenn man da die Tür aufstehen lässt ist dann eine Tapete mit floralem Druck in der Farbe.

00:19:48: Das heißt es ist ein Konzept was fortlaufend ist.

00:19:51: Hier ist natürlich die Säulen auch sofort aufgefallen.

00:19:55: auch aus dem medizinischen Bereich kommen, dachte ich mir am Anfang, boah!

00:19:59: Ich möchte nicht wissen wie das am Anfang war als man sich die Räumlichkeiten das erste mal angeschaut hat.

00:20:03: Weil dann ist nämlich genau so eine Säule immer ein bisschen der Punkt ja geht es, gehts nicht und... So ein

00:20:10: statisches Element?

00:20:10: Es muss gehen.

00:20:12: also

00:20:12: Ja also ich muss sagen ihr habt das wirklich toll gelöst vor allem auch mit diesem farblichen Konzept.

00:20:17: Und dann komme ich jetzt gleich nochmal so ein bisschen weiter auf dieses farbliche Konzept rein.

00:20:22: Ihr habt dann ja einen vielleicht beschreibst du es gleich nochmal ein bisschen genauer einen Holzfußboden gewählt mit einer Musterung oder der praktisch eine Musterungen ergibt dann, der aber auch wieder stimmig zu der Säule passt und dazu ein Lichtkonzept.

00:20:45: Du hattest das ja gerade schon so ein bisschen erwähnt wie wichtig das ist um wie genau man das schalten kann Und ich habe das immer früher so ein bißchen runter getan haben gesagt Also das mit dem Licht, dass ist ja alles schön und gut.

00:20:57: Aber da sieht man genau den Punkt von dem du vorher gesprochen hast.

00:21:02: wenn man es genau richtig in Sehne setzt und wenn man das genau richtig nutzt dann hat das nicht nur einen Design sondern auch einen Mehrwert für Patient Mitarbeiter usw.

00:21:15: Wir kommen dann später nochmal aufs Team aber vielleicht nimmst Du uns einfach mit so grad dieser Bereich Anmeldungskounter, Wartepereich wie ihr vorgegangen

00:21:27: seid.

00:21:28: Also wir fangen natürlich dann an.

00:21:30: wenn diese ganzen Analysen fertig sind gehen wir natürlich in die Gestaltung über.

00:21:36: verortet befindet sich hier ganz viel Altbau auch wenn der Grundriss und die bestehenden Türen etc.

00:21:46: sicherlich nicht altbaus sind.

00:21:48: ja es ist alles neu eingesetzt worden aber Es ist was sehr schmuckiges.

00:21:53: Der Holzboden ist ein Venülboden nachhaltig, hat extrem viele Eko-Zertifikate, hatten viel besseren Footprint als wirklich echtes Holz.

00:22:01: Ist natürlich feuchtwischbar!

00:22:04: Ich kann da mit allem drauf... mir kann da quasi ne Säure auf dem Boden kippen und ich kann es wieder wegwischen.

00:22:12: Das würde ein echter Paket gar nicht aushalten.

00:22:15: Und dann gehts in dieses Fischgerätmuster, wo wir einfach gesagt haben das ist oft Das was man so in Erinnerung hat an Praxis, an Rechtsanwaltskanzlei ist oft eben dieser Altbaucharakter.

00:22:27: Den haben wir durch dieses Fischgerät rausgeholt.

00:22:30: und auch dieser langen gestreckte Flur mit dem indirekten Licht oben wieder.

00:22:34: Es war eine total schöne Symbiose sozusagen da nicht einfach ne normale Diele zu nehmen oder nen Fliesenboden.

00:22:40: Und wie gesagt der Boden so wissen oft die Leute nicht weil man denkt es ist Plastik.

00:22:46: aber Venyl das nennt man mittlerweile Designböden ist sehr nachhaltig produziert, ist oft recyceltes Material und ist dann wirklich perfekt für uns eingesetztes Material.

00:22:58: Wir hätten es sogar im OP nehmen können weil kein OP ist sondern ein Behandlungsraum also nochmal eine andere Sicherheitsstufe sozusagen.

00:23:09: aber da haben wir uns dann dazu entschlossen dass wir da auf einen typischen quasi OP Boden wieder gehen dem man einfach auch wieder kennt das man da nicht zu viel von diesem herkömmlichen, nicht aus der Bewusstsein sondern aus dem was ich schon kenne und aus meiner Erinnerung raus.

00:23:30: Was ich mit einem Schutzraum sozusagen wieder verbinde wenn ich da nackotisiert liege dass man dann nicht zu weit weg geht.

00:23:36: ja also wir haben gesagt bewusst gestaltet gibt es Räume X in Richtung Behandlung wo man sich dekorativer ausleben kann.

00:23:46: Ich gehe wirklich an die Haut.

00:23:47: Es wird jetzt hier in Richtung... Wie heißt das denn?

00:23:52: Desinfektion, ich mach meine Haut auf und werde quasi verwundbar.

00:23:57: Da sind wir dann sozusagen mehr an die technischen Materialien gegangen.

00:24:00: Beim Licht ist es so auch man kommt rein.

00:24:04: Man hat viele Leuchten, die einen an Wertigkeit erinnern einfach weil's markenspezifisch ist.

00:24:11: bei der Professor Abel haben wir selber ein Lüster gewählt der nicht so viel gesehen ist in Praxen, den gibt es quasi auch in Weiß was wir wieder cool fanden in Richtung Medizin.

00:24:21: Aber das ist eigentlich ein Designobjekt was man sonst über S-Tischen und sonst ich kenne.

00:24:25: und die sitzt da natürlich viel und soll sich wohlfühlen.

00:24:29: und warum sollten wir dann da sozusagen so ein technisches knallhartes Licht drüber setzen?

00:24:33: Über ihren Schreibtisch und da haben wir eben einen Lüster gewählt der viel schmuggiger ist.

00:24:38: im Wartepereich haben Auch viel Allgemeines Licht kann man aber alles dimmen.

00:24:43: Wir haben dann quasi in der Sitzecke wieder eine Leuchte genommen, die man auch individuell noch mal einstellen kann von der Lichtstimmung und da gibt es dann eben auch zum Glück die ganzen Systeme, die diese Lichtszenen einstellen.

00:24:58: heißt ich kann quasi per Knopfdruck sagen jetzt ist das Abendstimmung also ist das Licht innen angepasst Jetzt kommt das Reinigungsteam.

00:25:06: Es muss jetzt hier hundert Prozent alles Licht an, dass ich jeden Staubkrümel sehe und natürlich über dem Counter ist es wieder so, dass da Arbeitsbereiche sind heißt er brauche ich wieder eine andere Luxzahl auf der Oberfläche und das kann man eben alles individuell einstellen.

00:25:21: Und das ist eben auch immer ganz wichtig, dass man quasi Zonen schafft und die Zonen auch individuell beleuchtet werden.

00:25:28: Liebe Grüße an meine DIY-Lichtplaner zu Hause, die immer schön ihre Lichtspot reinsetzen und dann komme ich und streich wieder alles raus.

00:25:37: Also man braucht eben das allgemeine Licht – das haben wir dort!

00:25:39: Und dann gibt es quasi diese Akzent- und diese dekorative Beleuchtung.

00:25:42: Das muss einfach ein schönes Wechselspiel sein.

00:25:44: Ich muss sagen, ich war ja direkt vor Ort bei der Aufnahme und ihr habt das wirklich toll gelöst auch super gemacht.

00:25:51: Auch der Wartepereich hat mich aus zwei Gründen tatsächlich angesprochen.

00:25:56: Einmal weil es so ein bisschen dieses Lorschmäßige hat, aber dann doch nicht mehr zu stark.

00:26:03: Wir haben ja jetzt in den letzten Jahren immer wieder diesen Trend dieses Lorschbereichs gehabt und dass man trotzdem das Gefühl hat, man fühlt sich wohl... Man kann das vielleicht auf diese manchen modernen Cafés mittlerweile ist, sodass man sich einfach wohl und gemütlich fühlt und trotzdem irgendwie separiert für sich.

00:26:27: Wir wissen ja alle, wenn wir aus Patientin in der Praxis im Wartezimmer will man eigentlich keinen anderen Patienten sehen.

00:26:33: Und man hat da schon so das Gefühl, man hat es zu seinem Bereich für sich.

00:26:36: und dazu muss ich sagen und das kommt ganz selten vor ihr habt tatsächlich auch daran gedacht weil wir den hier von Handchirurgie in der praxis dass auch die hand vernünftig hochgehalten werden kann und dass ist jetzt nicht irgendeinen Sitz des wo ich Ja die hand nicht weiß wo ich sie ablegen kann sondern dass es ganz gezielt geplant werden kann.

00:26:58: Wirklich sehr, sehr toll!

00:27:00: Danke ja beim Counter ist eben wichtig das wir da verweilen.

00:27:04: heißt wir sitzen da nicht zu lange hoffentlich aber etwas länger.

00:27:08: heißt wir haben da die Sitzbezüge wieder quasi gewählt so dass man sie abwischen kann aber hier auch quasi wieder Holz.

00:27:16: heißt es ist quasi ein wohligerer Werkstoff gewählt worden.

00:27:21: Es ist was Wärmeres gewählt geworden, etwas wo ich länger sitzen möchte und wir haben einfach verschiedene Sitzbreiten geschaffen.

00:27:27: heißt Wir haben den Single, wir haben anderthalb für weiß ich nicht entweder erwachsen plus Kind oder auch ein Pärchen die irgendwie enger aneinander sitzen wollen dann quasi natürlich Die Person die quasi einfach alleine sitzen will.

00:27:43: Wir haben immer Abstandshalter zwischen diesen Sektionen aber auch zwei Sitzer wo man sagt, da kann man auch mal mit, keine Ahnung vielleicht ist er die Omi und hat einen Fahrer dabei weil sie hingebracht werden muss oder es ist jemand vom Pflegedienst mit dabei was auch immer.

00:27:57: also wir haben quasi für alle Situationen sozusagen hoffentlich Privatsphäre geschaffen.

00:28:02: Und wir haben aber auch quasi gegenüberliegend nochmal eine Lounge sozusagen aus zwei Launstühlen geschaffen die wirklich viel weicher gepolstert sind die natürlich auch tieferes Sitzen erlauben Und da kann ich dann vielleicht schon auch länger noch mal sitzen, was ausfüllen im Podcast anhören während Ich Warte oder eine Zeit umlesen.

00:28:21: Das heißt wir haben verschiedene Sitzhöhen.

00:28:22: Wir haben quasi diese Distanzhalter die sind natürlich wieder bestückt mit induktiven Laden.

00:28:27: Heißt ich komme da an und kann da mein Handy hinlegen das lädt während ich Musik höre.

00:28:32: Das heisst wir haben viel verschiedene Details eingearbeitet die teilweise versteckt sind Natürlich trotzdem auch eine Wasserstation, die Garderobe.

00:28:41: Also einfach... Die Bedürfnisse sozusagen sind eigentlich alle abgedeckt aber wir haben eben verschiedene Bereiche und verschiedene Bedürfeneste versucht abzudecken.

00:28:50: Und natürlich Sichtkontakt.

00:28:52: dann doch wieder zum Personal.

00:28:55: und eben da auch quasi zwei Counter mit zwei verschiedenen Ebenen, die sind quasi diagonal nach hinten versetzt dass man da auch wieder mehr Raum schafft und aber einfach auch dem Privatbereich sozusagen an den jeweiligen Counter-Widerstütz.

00:29:11: Das heißt dadurch, dass es versetzt ist weiß ich das ist mein Bereich und ein Stück weiter hinter da würde ich auch nicht mal eine Handtasche hinstellen sondern das ist dann sozusagen Mainz und dahinter ist schon wieder der nächste.

00:29:21: Und dann haben wir vorne auch am Counter eben noch einen erhöhten Bereich.

00:29:23: Da ist quasi innen der Drucker drin Der kann man natürlich auch rausfahren damit man schön scannen kann und alles also auch da im Detail sozusagen so ein bisschen ausgefuchst gedacht.

00:29:32: Und das ist dann sozusagen immer noch mal ein schöner Punkt, wo man nochmal eine Visitenkarte hinterlässt oder quasi ausstellt zum mitnehmen.

00:29:39: Oder auch mal einen Blumendeko drauf hat.

00:29:42: Genau dass man einfach schon sieht hier ist das erhöhte Sichtfeld und dann geht es sozusagen in diese Privatsphäre über.

00:29:47: Diese

00:29:47: Bilder sind wirklich toll beschrieben und auch so mit diesem abgetrennten Bereich.

00:29:53: Eine Sache muss ich noch dazu sagen Handtaschen gehören nicht auf den Counter.

00:29:58: Es tut mir echt leid, dass ich das jetzt sagen muss.

00:30:00: Aber Handtaschen... Ich finde es immer nicht schlimmer als früher in der Praxis wenn die Leute dann jede Handtusche auf diesen Counter drauf geknallt haben.

00:30:09: Und vorstanden sind auch noch auf dem Boden ja?

00:30:11: Genau!

00:30:11: Dann hast du da meistens den Dreck von vorher auf dem Counter drauf, der dir erst mal beim nächsten Redeflash vom Patienten ins Gesicht bläst ist ganz toll.

00:30:27: Auch keine Leberkasse, wenn man es geht.

00:30:29: Auch das ist ein Thema für sie.

00:30:31: Auf jeden Fall wäre der des Infektionsmittel beständig?

00:30:35: Ja, auf jeden Fall ganz wichtig.

00:30:37: Deswegen dieser Counter, der immer so harmlos rüber kommt und hat so wahnsinnig wichtige Funktionen.

00:30:44: Und du hast jetzt wirklich schon sehr viele benannt, wo dann ihr gedacht habt – und das ist tatsächlich was dafür braucht zum Profi um zu wissen Hey, dessen ist ein Punkt die wichtig sind?

00:30:57: Weil machen wir uns mal nichts vor.

00:31:00: Isabel Ärzte sind praktisch veranlagte Menschen, die machen das was sie machen sollen und dass es den Patienten helfen zu behandeln, zu heilen.

00:31:14: wie auch immer Und für so Raumgeschichten Das ist manchmal wahnsinnig schwer finde ich mit Ärzten darüber zu sprechen Vor allem wenn Sie aus Kliniken kommen wo es meistens, und auch das ist ja häufig so als alles weiß.

00:31:33: Und die Büros von den einzelnen Ärzten oder diese gemeinsamen Büro sind meistens sehr kalt und kühl und haben jetzt mit Design wahnsinnig viel zu tun.

00:31:43: Ich will nicht alle über einen Kamm scheren aber tatsächlich ist es auch bei mir so dass alle meine medizinischen Projekte starten.

00:31:54: Ich habe keine Ahnung, mach's einfach.

00:31:56: Wir sprechen dann über das Konzept wenn es da ist aber von der Seite kommt natürlich so ein bisschen private Vorliebe.

00:32:04: Aber meistens ist es so dass sie sagen ich kanns nicht, ich hab auch die Zeit dafür nicht aber dafür gibt uns ja auch und diese sind ehrlich gesagt manchmal ganz genug tun diese Projekte wo man wirklich mal den lauf hat und vor allem auch die Freiheit halt einmal raus zu arbeiten und dann sozusagen Variante eins zwei drei präsentieren kann.

00:32:21: Aber tatsächlich ist es wirklich so bei allen Praxen, die ich habe dass die Auftraggeber sich meistens gestalterisch zurückziehen und dann sozusagen mit diesen technischen Sachen kommen oder mit Bewegungsabläufen.

00:32:34: Die dann für mich ganz wichtig sind in Richtung Höhe und weiß nicht wie in der Küche damals auch das.

00:32:40: man sagt da muss der Müll hin, da muss ein Spritzenabwurf hin Da muss ich quasi Platz für meine Gerätschaften haben Und dann kommen sie meistens natürlich noch mal diesen ganzen technischen Sachen.

00:32:51: Aber Gestaltung ist meistens tatsächlich ein Freifahrtschein für mich und wenn ich sozusagen in den Vorgesprächen gut zugehört habe, dann gibt's da meistens gar nicht so viel Kritik.

00:33:03: Das ist wirklich toll!

00:33:04: Jetzt denken ja viele vielleicht bei der ganzen Gestaltung dass es nur um die Patienten geht also das immer alles auf dem Patienten abgestimmt sein soll.

00:33:15: aber du denkst gleichzeitig ans... Team an die Arbeitsprozesse, wie du euch gerade schon beschrieben hast und vor allem auch an die Funktionalität.

00:33:26: Wie schaffst du das?

00:33:27: Dass alles zusammengeht.

00:33:29: Es gibt

00:33:29: einfach da ganz klar Schwerpunkte.

00:33:33: Das eine ist natürlich das Optische dass den Patienten quasi schon einmal emotional abholt und der Patient arbeitet ja nicht dort heißt ich habe sozusagen ich hab quasi Counter Empfang Backoffice Personalumkleide, ich habe Server.

00:33:49: Ich hab die technischen Geräte, die teilweise abgeschlossen sein müssen und Sachen, die gekühlt werden müssen.

00:33:55: Und dann hab' ich natürlich auch noch Behandlungsräume, Wartepereich oder vielleicht OP.

00:34:01: Es ist ja eine ganz klare Strukturvorgabe, die mir sozusagen ein Medikament oder ein Gerät vorgibt.

00:34:08: Also wie muss ich es lagern?

00:34:10: Wenn ich einen Kühlschrank brauche, dann muss mein Möbel schon mal ... So vielleicht muss es sogar abschließbar sein.

00:34:16: Das heißt, das muss vielleicht hinterlüftet sein Es braucht eine Oberfläche die sozusagen dass alles kann.

00:34:21: Vielleicht möchte ich es aber nicht unbedingt hervorheben sondern möchtest trotzdem irgendwie verstecken Dann muss sich einfach auf meine Mitarbeiter schauen.

00:34:29: natürlich ist jetzt würde ich sagen Der Arzt der sozusagen ne Praxis leitet oder der Professor der die praxis leidet schon mal Haupt Akteur, auf denen man eingehen muss.

00:34:40: Aber es gibt auch Wäschewaschen Es gibt die Pause, es gibt das normale... Keine Ahnung.

00:34:48: vielleicht haben wir noch eine Kasse Vielleicht brauche ich meine iPads, die ich laden muss.

00:34:51: Vielleicht brauch ich in einem bestimmten Bereich, weiß ich nicht Kinderarztpraxis brauche sicherlich irgendwie ein bisschen was Spielerisches noch und das braucht eben alles einen Platz und Praxis ist für mich tatsächlich am besten zu vergleichen wirklich mit einer Küche die wirklich ganz strakt strukturiert ist, wo Arbeitsabläufe effektiv sein müssen.

00:35:13: Wo Höhen an Proportionen das Menschen angepasst werden und es gibt einfach zum Beispiel so No-Gos.

00:35:20: ja also wenn ich jetzt irgendwo stehe und habe einen Push to open oder hänge ich die ganze Zeit mit dem Knie dran und mir geht diese Schublade auf dann ist wahrscheinlich das falsche Werkzeug dafür gewesen.

00:35:30: Ganz viel eben in Küchen, aber ganz viel auch im Arztpraxen heißt jedes Mal steht der Arzt da, pusht er mit seinem Knie hin statt dass ich dann vielleicht lieber eine coole mache oder einen kleinen ganz dezenten Griff oder eine Einfräsung habe oder zigtausend andere Möglichkeiten habe.

00:35:43: also wir müssen einfach immer ganz stark darauf achten was brauche ich und was sieht dann on top noch gut aus?

00:35:52: Und das ist sozusagen hoffentlich so ein Steckenpferd, dass wird es quasi gut unter einem Hut bekommen Und der Patient, der kommt setzt sich hin wird behandelt und geht wieder.

00:36:01: Also das ist ja ein fluktuatives Thema.

00:36:05: Der ist gar nicht so lange da.

00:36:07: aber der behandelnde Arzt oder auch Sekretariat, auch des Reinigungsteam die brauchen sozusagen ihre bewusst Hebbets.

00:36:17: sozusagen heißt das Reinigungsteam ganz wichtig.

00:36:19: Die kommen dann mit dem Staubsauger, das muss auch alles untergebracht werden und am besten habe ich da nicht auch noch ein Sockel, dass sich es hochheben muss, dass der ja auch noch verkratzt, dann geht er kaputt sondern hab eben eine Tür die vorne vielleicht ne Blende hat.

00:36:29: Dann mache ich das ganze Ding auf schiebs rein was wieder zu keiner sieht das überhaupt irgendwie Reinigungsmittel drin stehen oder eben beim Waschen Warum muss ich mich bücken?

00:36:37: Ich bin ja eh schon beim Arzt Ja dann krieg ich auch noch Rückenschmerzen.

00:36:40: also vielleicht alles in einer gewissen Arbeitshöhe.

00:36:43: Und auch die Arbeitshöhen Sie verändern sich.

00:36:45: Es gibt viel mehr große Frauen und Männer mittlerweile als vor zehn, fünfzehn Jahren.

00:36:51: heißt der Arbeitshöhe hat sich vielleicht auch mal angepasst.

00:36:54: also ich plan ganz viel zwischen fünfund neunzig und ein Meter Fünf und früher war das eben alles viel weiter unten.

00:36:58: aber wenn ich da eben weiß ich nicht meine fünfzeh Minuten Tag pro Patient stehe stehe ich da am Schluss vielleicht trotzdem drei Stunden insgesamt Und es ist genauso wichtig wie es Kopfkissen im Bett.

00:37:09: Da schlafe ich acht stunden drauf ja?

00:37:11: Das ist ein Tool, mit dem arbeitet mein Körper.

00:37:14: Der Stressabbau sozusagen durch effektives Handling in der Praxis ist immens und da achten die meisten eben gar nicht drauf.

00:37:24: Du hast jetzt ein paar Sachen bisschen runtergespielt dieser Welt muss ich sagen?

00:37:28: Und zwar du wirst es gar nicht glauben wie viel Einfluss einen Arbeitstag für einen Arzt eine Arzthelferin ein Anästhesisten oder oder oder sein kann wenn genau das ist, was du gerade beschrieben hast.

00:37:44: Nämlich diese Schubladen die immer wieder von selbst aufgehen und dann am Ende ist der Patient der Leidtragende bei.

00:37:50: der Arzt kommt völlig genervt weil diese Schublade zum fünftausendsten mal aufgegangen ist Und deswegen ist es wirklich da.

00:37:58: wir sind jetzt deinem Detail drin Der so harmlos klingt aber tatsächlich so wahnsinnig wichtig ist.

00:38:06: Weil wer kennt nicht und Du hast es auch schon beschrieben mit der Küchenschublade, nach dem dritten mal wo die aufgeht wird jeder einfach etwas gereizter und gereizt.

00:38:18: danach zum nächsten Patenten zu gehen ist jetzt nicht unbedingt das Beste.

00:38:21: Jetzt haben wir ja viel über Raumgestaltung gesprochen.

00:38:27: da redet man ja auch ganz schnell über Trends.

00:38:31: Du sprichst aber von Haltung.

00:38:33: was bedeutet das für dich?

00:38:36: Es gibt wie auch in der Mode sage ich jetzt mal die Leggings, die Schlaghose.

00:38:41: Dann gibt es auf einmal wieder keine Ahnung.

00:38:43: Boyfriend heißt Trends sind einfach zeitlich begrenzt.

00:38:47: Die kommen eventuell wieder.

00:38:49: aber wenn ich jetzt alles quasi was ich habe mein ganzes Budget in eine Praxisausstattung stecke auch ins Interior sein soll das ja eine Beständigkeit haben und für mich sind da eigentlich Zeitlose Designs die dann über Dekoration von mir aus mit Trends geschmückt werden.

00:39:10: Das ist bei mir aber lieber die Farbe von frischen Blumen, malen Kissen von mir aus Aber nichts was ich einbaue.

00:39:20: das was eingebaut wird das muss sozusagen auch meine Lebensphasen überstehen und Ich bin eben tatsächlich kein Trendsetter.

00:39:32: Ich finde dass das auch eine Praxis gestaltung durchweg ausgefallen sein kann, aber dass es einfach immer dem Fachlichen auch gerecht werden muss.

00:39:43: Heißt wirklich viele Materialien bringen ja sozusagen ein bestimmtes Gefühl mit.

00:39:50: Also was glatt ist, was glänzendes wird immer eher kalt sein und Holz oder einen Velour-Leder würde immer eher wärmer sein.

00:40:00: Das sozusagen so ein bisschen zusammenzubringen das ist sozusagen das, was ich viel viel viel wichtiger finde als einem Trend zu entsprechen.

00:40:09: Ich möchte aus dem... Also der Arbeitsraum wird ja in Richtung Work-Life Balance zu einem Lebensraum.

00:40:18: Ja also ich bin da ja viel mehr Stunden, als ich teilweise an meinem Esstisch sitze heißt Der muss eben meine Veränderung mitmachen können.

00:40:28: und keine Ahnung ich hab ganz viele Sachen zum Beispiel in meinen Kleiderschrank schon seit ich reinpasse.

00:40:37: Aber wirklich schon teilweise zwanzig Jahre und ich habe ganz viel von meiner Mutter, ich liebe Vintage, ich hab eben vieles was so viele Jahrzehnte sozusagen schon überdauert hat und immer noch mit Stolz und Normalität sozusagen getragen werden kann.

00:40:57: und auch im Interior ist es eben wichtig dass sich nicht reinkommen und sage wow jetzt alles was sozusagen eingebaut ist.

00:41:04: Das ist ein überwiegend Bodenwanddeckel, aber natürlich auch eine Beleuchtung kann mal ausgewechselt werden.

00:41:09: Aber wir reden bei Beleuchten ganz oft von recht hohen Preisen und von Summen die man auch nicht einfach mal so schnell wieder austauscht.

00:41:19: Aber wie gesagt mal so ne kleine keine Ahnung dekorative Vase oder sowas ja?

00:41:23: Die kann ruhig mal der Farbe des Jahres irgendwie mitziehen alles, was auswechselbar ist.

00:41:32: Das finde ich ruhig trenntbelastet oder auch Jahreszeiten abhängig.

00:41:37: also ich persönlich zum Beispiel dekoriert zu Hause jetzt nicht besonders viel um aber ich habe ganz viele Kunden die sich eben wünschen dass man Sommer und Winter Herbst und Frühlinge sozusagen auch anpasst.

00:41:49: ja und das sind eben die Sachen die sind austauschbar und die kann man gut auswechseln.

00:41:53: Und für mich ist tatsächlich Qualität Designsprache wichtig.

00:42:03: Es müssen nicht unbedingt Klassiker sein, die ihre teuer sind.

00:42:05: Das darf ein gutes Gemisch sein aber es ist das Wichtigste tatsächlich für mich dass es nicht nur von außen sozusagen hui ist und dann mache ich eine Schublade auf und innen kracht alles zusammen.

00:42:20: sondern das ist auch das was sich quasi jedem mitgebe Wenn man, also das hat überhaupt auch nichts mit Design zu tun oder so.

00:42:27: Das hat was mit Lebenshaltung zu tun.

00:42:30: Wenn du morgens aufstehst mach alles, was quasi dich glücklich macht schon in der ersten Sekunde.

00:42:38: Also ich mache zum Beispiel immer ins Bett.

00:42:40: ja weil wenn ich wieder ins Bett gehen möchte dort in ein aufgeräumtes... ...in eine aufgerömmte Umgebung kommen möchte und es ist wirklich nur eine Sekunde.

00:42:50: Es ist auch immer so dass keine Ahnung Von Unterwäschel bis Socken.

00:42:55: Man weiß nie, wann man die Schuhe auszieht und dann ist auf einmal da ein Loch.

00:42:58: Also das wirklich nicht nur von außen ist glänzt sondern dass quasi auch wirklich bis ins tiefste Innere alles den gleichen Wert hat.

00:43:06: Das ist für mich wichtig.

00:43:09: Du hast jetzt ein paar wichtige Punkte mit angesprochen.

00:43:12: Für so eine Ernstpraxis ist es ja auch verdammt schwer.

00:43:17: Eine Praxis zu designen, die die nächsten zehn, fünfzehn Jahre im Endeffekt modern sein soll.

00:43:26: Das vergisst man immer.

00:43:27: Es ist ja jetzt nicht so einfach wieder heim, dass ich mal den Schrank von rechts nach links stellen, sondern als Praxis ist das tatsächlich alles... Da gibt es Regelungen, da gibt's bewörtliche Geschichten die eingehalten werden müssen und so weiter.

00:43:40: Und deswegen ist es auch ganz wichtig, dass du da gleich von Anfang an immer dein Konzept mit reinbringst und die Tipps den Ärzten mitgibst weil ... Ja!

00:43:49: Man denkt das vielleicht so wie daheim.

00:43:50: Ich will das mal vom Frühlingshommer wechseln Das geht mit so Assessoires und zu kleinen Dingern.

00:43:58: Da muss man auch immer aufpassen, weil da gibt es auch wieder Sachen die nicht erlaubt sind.

00:44:03: Aber dass das eben von Anfang an ein stimmendes Konzept ist, das ich auch für den nächsten zehn-fünfzehn Jahre verwenden kann und nur noch so Kleinigkeiten vielleicht mal ändern

00:44:13: kann.

00:44:13: Ja also es gibt ja wirklich irre viele Künstler, sie zum Beispiel ihre Bilder mittlerweile vermieten, weil eben Praxenkanzleien

00:44:19: etc.,

00:44:20: Büros allgemein... viel schnell ein neues Bild quasi darstellen können.

00:44:28: Also die Kunst sozusagen über eine Ausstellungszeit quasi anzumieten, dann wieder abzugeben und da könntest du von mir aus mal wirklich in der Reihung von ganz vielen kleinen Fotografien sein und auf einmal kommt man so einen riesigen Schinken heißt es ist dann quasi für die Mitarbeitenden Ärzte

00:44:45: etc.,

00:44:46: also fürs ganze Team aber auch für die Patienten immer wieder quasi neuer Raum.

00:44:50: Kunst kann da eben auch ganz viel beeinflussen.

00:44:52: deswegen versuchen wir zum Beispiel Galerieleisten einzuplanen und nicht in die Wände zu hermern, um dann immer alles neu streichen zu müssen.

00:45:00: Also wenn es ein Neubau ist, sie fast unsichtbar eingebaut sein.

00:45:05: Wenn es eine Sanierung ist kann man die Galerie leistet in jeglichen Wandfarben streichen oder mit Holz noch mal verblenden oder was auch immer heißt.

00:45:13: Es gibt so viele Kleinigkeiten, die aktuelle Phase sozusagen abdecken kann.

00:45:22: Dieser

00:45:22: Welt total schön, ich habe gerade so ein bisschen das Schmunzeln anfangen müssen.

00:45:27: Bei mir in meiner ersten Praxis hat die Frau vom Chef immer gezeichnet.

00:45:34: Grüße Ihnen raus am Frau Greiner!

00:45:36: Sie hat die ganze Praxis aus Galerie-Punk genommen und wir hatten überall auch verschiedene Leisten hängen und die Bilder aufhängen.

00:45:46: wirklich nett wie du es jetzt auch beschrieben hast.

00:45:48: Wir kommen jetzt mal langsam daher Richtung Ende, wenn du zehn Jahre vorausblickst.

00:45:53: Wie werden Arztpraxen-Kliniken oder Therapieorte sich verändern?

00:45:58: Ich

00:45:58: glaube das die technischen Geräte, die sie benutzen auch immer schöner werden, immer ästhetischer werden dass dieses ganze Thema um Die Anmeldung rum digitalisiert und unsichtbarer wird.

00:46:15: also man kennt es ja noch von früher wirklich mit diesen Tableau und dann hat man da fünf bis zehn Blätter, die man ausfüllen muss.

00:46:22: Und dann gibt es doch noch eine Seite zwei.

00:46:24: Dann kriegst du's wieder zurück.

00:46:25: Ich glaube das alles eben auch über Tablets etc.

00:46:29: oder über Apps im Allgemeinen sich quasi wandeln wird.

00:46:35: Dementsprechend mit natürlich auch die Ausstattung.

00:46:36: wieder.

00:46:36: anders heißt sie brauchen auch ihre Ladestationen.

00:46:38: Die brauchen ihre Positionen wo sozusagen entnommen werden.

00:46:45: ich glaube dass eine Praxis allgemein weniger steril sein muss, also weniger weiß-weiß.

00:46:55: Sondern das da mehr Farbe-, Material-, Haptik ist.

00:47:00: Licht sozusagen sowieso schon im Umbau ja aber ich glaube, dass es einfach mehr in so eine Richtung Wohlfühlort geht wo ich versuche Ängste Also ich gehe ja seltenst zum Arzt, weil ich gesund gesund bin.

00:47:12: Sondern ich gehe meistens zum Arz, weil irgendwo etwas an meinem Körper habe was mir leidzufügt ob das jetzt eben psychisch oder auch physisch ist und dass es eben versucht ein unterstützender Ort zu werden der die Menschen positiv abholt und das Wohl fühlen sozusagen und das Vertrauen zum Behandeln zu der behandelenden Person sozusagen früher schon abhohlt als dass es das eben früher war.

00:47:37: auch diese ganzen akustischen Themen eben, dass diese ganzen hormonellen Einflüsse die ein Mensch hat der in eine Praxis geht.

00:47:46: Dass sie sozusagen ganz unterbewusst schon bearbeitet werden und es sind Sachen die kann man dann glaube ich gar nicht groß bildlich darstellen sondern das ist quasi das Gefühl was sich stark verändert wird.

00:47:58: also tatsächlich Vertrauensorte zu schaffen die das heilen sozusagen unterstützen aber auch die Diagnose unterstützen Und natürlich wird sich ganz viel Material nochmal wandeln.

00:48:10: Also, viel mehr wird einsetzbar sein für uns was es einfach früher rechtlich schon gar nicht möglich war.

00:48:18: Wann weißt du dass dir ein Raum wirklich gelungen ist?

00:48:24: Es kommt natürlich im Nachgang immer das Feedback von mir selbst.

00:48:33: Ich gehe ja auch durch die Räume und ich bin bin da auch kritikfähig.

00:48:37: Also ich möchte ganz, ganz früh sozusagen in mal eine negative Stimmung der Kunden mit einbezogen werden und ich möchte dann ein ganz offenes Feedback haben.

00:48:49: und wenn ich dann quasi reinkomme und mir selber sozusagen auch so einen Schmunzeln kommt und ich merke, wenn ich auch mal meine Tochter mitnehme oder meine Mitarbeiterin mitnehmen oder einfach die Patienten mir sozusagen mit so einer Erleichterung entgegenkommen.

00:49:09: Dann weiß ich, dass sich eine bestimmte Atmosphäre getroffen hat und die wird nie jeden gleichen Menschen abholen weil einfach jeder einen anderen Geschmack hat.

00:49:17: aber es gibt quasi so ne allgemeine Atmosfere die man positiv oder negativ stimmen lässt.

00:49:24: wenn da ein Gefühl rüberkommt von der Dankbarkeit sozusagen dann ist das für mich das große Lob.

00:49:31: Isabelle... Ich sag auf jeden Fall schon mal Danke, dass du uns heute mal mitgenommen hast auf die Reise wie so einem Arztpraxis überhaupt designt werden kann.

00:49:44: Wie das eigentlich abläuft?

00:49:48: Dass du uns ein bisschen einmal den Eindruck vermittelt hast was deinem Hintergrund eigentlich alles für Punkte ganz wichtig sind und danke, dass Du uns auch mal mit genommen hast zu zeigen der Arzt gibt sein Projekt mir in die Hand und ich begleite ihn dabei.

00:50:06: Das war sehr, sehr schön zu hören von dir.

00:50:08: Und für die Patientinnen und Patienten, die aus nächstes Mal in die Arztpraxis gehen, schaut mal ein bisschen drauf.

00:50:16: Achtet mal auf so ein paar Merkmale, die uns Isabel gesagt hat!

00:50:20: Ich sage vielen lieben Dank, dass du heute Gast bei unserem Podcast warst...

00:50:23: Danke auch!

00:50:24: ...und wünsch dir einen schönen Tag!

00:50:26: Danke auch, auch so zurück!

00:50:32: Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat und Sie etwas für sich mitnehmen konnten,

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00:50:52: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge.

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