Gendermedizin: Warum gleiche Behandlung nicht immer die beste ist | Teil 1
Shownotes
Gendermedizin: Warum gleiche Behandlung nicht immer die beste ist – Teil 1
Ist die gleiche Behandlung für alle Menschen automatisch die beste Medizin? Nicht unbedingt. In dieser Folge geht es darum, welche biologischen und sozialen Unterschiede in Diagnostik, Therapie, Prävention und Rehabilitation relevant sein können – und weshalb die individuelle Situation eines Menschen entscheidend bleibt.
Zum Auftakt unserer vierteiligen Reihe zur Gendermedizin spricht Moderator Florian Beigelbeck-Rech mit Dr. med. Rebecca Sänger und Dr. med. Frauke Wilken. Gemeinsam verbinden sie wissenschaftliche Fragestellungen mit Erfahrungen aus dem orthopädischen Klinikalltag.
Darum geht es in der Folge
- Was ist geschlechtersensible Medizin? Und warum ist sie ausdrücklich keine reine Frauenmedizin?
- Gleiche Behandlung oder individuelle Versorgung? Welche Rolle spielen die Menschen, die in medizinischen Studien berücksichtigt wurden?
- Medikamente: Können sich Wirkungen und Nebenwirkungen zwischen Patientengruppen unterscheiden – und wo braucht es genauere Daten?
- Osteoporose: Warum sollte diese Erkrankung auch bei Männern mitgedacht werden?
- Schmerzen: Wie subjektiv ist Schmerz – und welche Rolle spielt die Art, Beschwerden zu beschreiben?
- Kreuzbandverletzungen und Frauenfußball: Warum sind Forschung, Verletzungsstatistiken und Präventionsprogramme so wichtig?
- Zyklus und Training: Weshalb individuelle Beschwerden und Belastbarkeit wichtiger sein können als pauschale Trainingsregeln.
- Blick in die Zukunft: Warum es dauert, wissenschaftliche Erkenntnisse in der täglichen Versorgung zu verankern.
Unsere Gäste
Dr. med. Rebecca Sänger ist Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie und Leiterin der AG Geschlechtersensible Medizin der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Sie arbeitet an der Universitätsmedizin Greifswald und setzt sich dafür ein, geschlechtersensible Aspekte in Forschung, Leitlinien und Versorgung stärker zu berücksichtigen.
Dr. med. Frauke Wilken ist Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie, Oberärztin am Barmherzige Brüder Krankenhaus München und Leiterin des Departments Sport-, Schulter- und Fußorthopädie. Sie ergänzt das Gespräch um die Sicht auf Diagnostik, operative und konservative Behandlung sowie Rehabilitation im klinischen Alltag.
Kapitel
00:00 Intro und Beginn der Gendermedizin-Reihe
01:50 Rebecca Sänger: Einstieg in die Gendermedizin
03:44 Frauke Wilken: Unterschiede im Klinikalltag
06:05 Gleichbehandlung und individuelle Medizin
10:06 Medikamente: Wirkung und Nebenwirkungen
12:54 Osteoporose betrifft auch Männer
13:57 Schmerzen: Wahrnehmung und Kommunikation
19:40 Hinweis auf MEDIZIN DIREKT
20:16 Kreuzbandrehabilitation und Muskelaufbau
22:48 Forschung in Orthopädie und Unfallchirurgie
24:04 Kreuzbandverletzungen im Frauenfußball
25:49 Verletzungsstatistiken und Datenlücken
28:42 Prävention im Profi- und Amateurfußball
30:04 Ist Gendermedizin nur Frauenmedizin?
31:02 Trainingspläne und Kreuzbandprävention
32:54 Zyklus, Training und Verletzungsrisiko
35:04 Mythos oder Wahrheit: drei Behauptungen
37:18 Wann kommt Forschung in der Praxis an?
39:01 Wie sich die Akzeptanz verändert hat
40:37 Schlussgedanke: den Menschen individuell sehen
41:44 Verabschiedung und Outro
Weiterführende Informationen
- AG Geschlechtersensible Medizin der DGOU
- Dr. Frauke Wilken – Department Sport-, Schulter- und Fußorthopädie, Barmherzige Brüder München
- MEDIZIN DIREKT – Der Medizin-Podcast
- Alle Folgen und Gäste
- MEDIZIN DIREKT hören und sehen
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Hinweis: Die Folge enthält einen Eigenhinweis auf das Angebot MEDIZIN DIREKT. Die Inhalte dienen der allgemeinen medizinischen Information. Sie ersetzen keine individuelle ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Therapieentscheidung. Medikamentenänderungen sollten niemals allein aufgrund einer Podcastaussage vorgenommen werden.
Moderation: Florian Beigelbeck-Rech
Podcast: MEDIZIN DIREKT – Der Medizin-Podcast
Transkript anzeigen
Florian: Diese Folge wird ermöglicht durch Medizin Direkt, Ihre individuelle Gesundheitsbegleitung.
Rebecca: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von Medizin Direct, dem Medizin Podcast.
Florian: Heute starten wir mit einer vielteiligen Reihe zu einem Thema, das uns in den kommenden Wochen und Wochen folgen, ganz unterschiedlichen Perspektiven beschäftigen wird. Gendermedizin oder genauer gesagt geschlechtersensible Medizin. Und dafür sitzen heute zwei Frauen bei mir, die dieses Thema aus zwei ganz unterschiedlichen, aber hervorragend zusammen passenden Perspektiven betrachten. Rebecca Sänger beschäftigt sich intensiv mit geschlechtersensibler Medizin in der Orthopädie und Umfallchirurgie und leitet die entsprechende Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Umfallchirurgie. Dort geht es genau die Frage, wie wir wissenschaftliche Erkenntnisse über Unterschiede zwischen Frauen und Männer in Diagnostik, Therapie, Prävention und künftig auch stärker in Leichlinien überführen können. Rebecca, schön, dass du da bist.
Rebecca: Vielen Dank für die Einladung.
Florian: Und Frauke Wilken. Kennt ihr bereits aus Medizin Direct? Frauke ist unser Head of Orthopedik Oberärztin und leitet einem meinem herzigen Brüder in München das Departement Schulter, Sport und Fußorthopädie. Damit bringt sie heute genau die Perspektive mit, die wir brauchen. All dem kommt eigentlich bereits bei Patienten in der Sprechstunde im OP und in der Rehabilitation an. Frauke, schön, dass du da bist.
Frauke: freue mich auch hier zu sein.
Florian: bin jetzt total glücklich, dass ihr beide da seid. Vor allem auch unser Head of Orthopedik vom Medizin direkt.
Rebecca: Bekannung
Florian: Wir fangen mal ganz entspannt an. Was Gendermedizin ist und wie bist du eigentlich zu dem Thema gekommen?
Rebecca: Das ist immer, da muss ich immer ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, Ich bin dann immer wahnsinnig leid. Wie bin ich dazu gekommen? Ich habe ursprünglich mal, also ich komme aus Berlin, habe an der Charité studiert, also so eigentlich relativ langweilig, was aber damals ganz besonders war. Wir hatten damals schon das Wahlfach Gendermedizin, was mir ehrlicherweise zugelost wurde. Ich konnte damit überhaupt nichts anfangen. und dachte mir, gut, jetzt musst du's machen, einmal durch. Fand ich es aber eigentlich zum Schluss ganz interessant, weil ich zum ersten Mal gelernt habe, dass es Unterschiede zwischen Frauen und Männern auch in der Diagnostik und Therapie gibt. Dann hab ich das aber irgendwann wieder bisschen verloren. Dann kam es mir aber irgendwann, im Laufe der Jahre, als ich dann irgendwann auch schon angefangen hatte zu arbeiten, in den Sinn, dass es ja eigentlich Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt. Weil wir uns dann auch vermehrt mit Kreuzbandern beschäftigt haben. Dann kam ich dann wieder darauf, irgendwie haben wir immer noch keine weiteren Erkenntnisse. gewonnen in den letzten Jahren. Also eigentlich sollte man ja meinen, irgendjemand hat sich mal damit beschäftigt, ist aber nicht passiert. Also habe ich mich dann irgendwann einmal an dem Thema angenommen. Also irgendjemand muss sich dann da mal reinschmeißen. Genau und so bin ich eigentlich dazu gekommen. Was ist Gendermedizin? Also erstmal, wir nennen es ganz, ganz ungern in Deutschland Gendermedizin, weil dieses Wort Gender hat immer diese ganz negative Koordination. Jeder glaubt, dass wir jetzt irgendwelche sozokulturellen Debatten aufmachen wollen. Wollen wir nicht. Das ist eigentlich nichts anderes als ein Querstandsfach der Medizin. Also Es geht darum, dass wir biologische und soziale Unterschiede Wir sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie bei den Patienten, die wir sehen, aber auch bei uns Ärzten und Ärztinnen. Und damit beschäftigt sich eigentlich dieses Querschnittsfach. Herauszufinden, müssen wir anders therapieren. Das ist ja eigentlich das Endergebnis. Natürlich fängt es an mit der Prävention und Diagnostik. Aber dann auch später, wie können wir therapeutische Unterschiede machen? Also es ist eigentlich nichts anderes als eine personalisierte Medizin.
Florian: Frauke, wie war das bei dir? Ab wann hast du nur gemerkt, dass manche Erkrankungen oder Diagnosestörungen bei Frauen unterschiedlich sind wie zum männlichen Körper?
Frauke: zu einem männlichen Körper. Also prinzipiell ist ja die der Klinik oder auch in der Praxis die Diagnosestellung oder auch die die Mittel, die man dazu heranzieht, wie zum Beispiel Röntgen und Ultraschall, das wird ja immer gleich angewendet, egal ob bei Frauen oder Männern. Aber irgendwann fällt einem ja dann doch mal auf, es gibt Verletzungen oder Krankheitsbilder, sind bei den Geschlechtern unterschiedlich. Also es gibt Krankheitsbilder wie zum Beispiel die Frozen Shoulder oder jetzt das viel diskutierte vordere Kreuzband, das ja in dem Fall häufiger bei Frauen gefunden wird. Und dann fragt man sich schon, okay, warum sind das eigentlich häufiger Frauen? Man weiß ja gerade bei der Frozen Shoulder zum Beispiel auch gar nicht, wo kommt das so richtig her? Und geht dann so ein bisschen die Therapie und überlegt sich, woran liegt das eigentlich? Das sind so die ersten Punkte gewesen, wo ich damit in Kontakt gekommen bin.
Florian: Frage, wenn du jetzt in den Klinikalltag das übersetzt, was bedeutet Geschlechter sensible Medizin ganz konkret für euch Ärzte in der Klinik, also gerade in deinem Department.
Frauke: Ich finde die Frage gar nicht so einfach, man fairerweise sagen muss, dass das in den Kliniken, also es wird einem nicht beigebracht im Studium, wahrscheinlich auch noch nicht so richtig gelebt wird jetzt im Alltag. Ich würde sagen, das ist aktuell eher noch so bisschen individuell. Man merkt es dann auch in der Gesprächsführung. Und da geht es gar nicht so ums Geschlecht, sondern man muss ja immer individuell auf den Patienten eingehen. Manche Leute brauchen mehr Erklärung, brauchen auch bisschen gutes Zureden vielleicht für die richtige dass man die Leute dann einfach der richtigen Therapie zuführt. Und das hat ja ganz viele Einflüsse, auch so zirkonomisch. hab ganz oft das Gespräch, häufiger mit Frauen muss man sagen, dann sagen, ich kann mich jetzt so nicht operieren lassen, ich kümmere mich noch die Familie, die Enkelkinder, meinen kranken Mann. Und das ist jetzt eine gefühlte Wahrheit, aber ich würde sagen, dass manchmal Frauen da etwas mehr Zuspruch brauchen, auch mal an sich selber zu denken.
Florian: Ich möchte euch beiden jetzt mal eine Frage stellen, die eigentlich weit über Gendermedizin hinausgeht. Ist Gleichbehandlung in der Medizin immer eine gute Behandlung?
Rebecca: Glaubst du jetzt, was wir dazu sagen? Ja, ist immer so, also Gleichbehandlung ist ja nicht auch Gleichberechtigung. Das darf man immer nicht vergessen. Also das sage ich auch immer wieder in den Vorträgen, das ist ja auch ein Unterschied. Eine Gleichbehandlung ist eine nicht gleichberechtigte Behandlung, weil ich, also aktuell ist es ja so, dass wir oftmals mit Ergebnissen aus Studien arbeiten, wo man ja nie Unterschiede gemacht hat. Und es ist leider Gottes so, da muss man jetzt niemandem Vorwurf machen, aber in vielen Studien sind meistens Männer mit eingeschlossen worden, mehr als Frauen. Und diese Erkenntnisse, die wenden wir dann aber auf beide Geschlechter an und glauben jetzt, dass diese Gleichbehandlung eine gleichberechtigte und gute Behandlung ist. Das sollte einem eigentlich einleuchten, wenn man mal drüber nachdenkt, dass es nicht so ist. Das heißt also, davon muss man mal irgendwann so bisschen wegkommen und sich es erstmal bewusst machen. ist es natürlich immer gemein, uns zu fragen, wenden wir das alles schon so an in den Kliniken? kann ich auch sagen, auch von mir natürlich versuche ich das, weil ich es auch im Bewusstsein habe und dann vielleicht auch bestimmte Sachen auch vielleicht mehr weiß als andere, weil ich mich mehr damit beschäftige. Wir haben aber so wenige Erkenntnisse aktuell, dass ich nicht sagen kann, dass wir jetzt eine komplette Geschlechtertrennung in der Behandlung machen, können bei uns die Ergebnisse noch komplett fehlen. Also wir stehen vor allem in unserem Fachgebiet, in der Orthopädiomuntherchirurgie, noch extrem am Anfang. Das ist ja bei Kardinologen zum Beispiel anders. Die Kardinologen sind natürlich immer diese Speerspitze, die auch überall gezeigt werden, weil die natürlich auch mit Sachen auftrumpfen können. Mir in den Herzen fadet sieht anders aus bei einer Frau als beim Mann oftmals und haben da schon ganz andere Kenntnisse. Die haben aber schon viel früher angefangen und haben das natürlich schon viel früher in den Repertoire aufgenommen. Und es ist natürlich auch was anderes, wenn ich jemanden ein sehr prägnantes Beispiel nennen kann, wie der Herzen fadet, mit dem sich irgendwie zumindest jeder so anfänglich auskennt, das ist natürlich was, da kommt halt jeder mit und wenn ich jetzt immer anfange über was ich, kleine Knoppeltherapien zu reden, wo ich dann sage, da können wir auch noch mal den Unterschied machen, man aber schon im molekularbiologischen Bereich steht, das checkt jetzt der normale Patient nicht mehr.
Frauke: Ich würde sagen, als wir studiert haben, gab es da noch gar keine Gendermedizin. Also bei dir nicht, bei mir auch nicht. Und da war der Leitsatz, der mir so hängen geblieben ist aus der Pädiatrie, immer, die immer gesagt, Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Und das greift das ja in dem Sinne und Begriff so ein bisschen schon auf, weil man sagt, okay, auch Kinder kann man nicht einfach therapieren wie einen Erwachsenen beim gleichen Krankheitsbild. Und so ist das ja auch. Das ist ja auch keine Frauenmedizin, wie man immer sagt. Das ist ja wieder, weil man so Synonym verwendet, diese Gendermedizin, sondern eine geschlechtsspezifische oder sensible Behandlung. Das heißt auch, vielleicht brauchen Männer bei bestimmten Krankheitsbild auch eine andere Therapie als Frauen. Das heißt, man muss auf die Unterschiede einfach mehr eingehen. Ich glaube, das ist das, was man mitnehmen sollte. Aber wie gesagt, vor 10, 15 Jahren gab es diesen Begriff, glaube ich, dem Sinne oder weit verbreitet noch gar nicht.
Florian: Schön, dass du das gerade noch dazu gesagt hast, weil es hört sich gerade so an, als wenn das schon ewig weg ist. So lang ist das ja noch gar nicht weg. Aber das sieht man mal, dass man über das Thema eigentlich davor nie gesprochen hat.
Rebecca: Also man hat schon teilweise darüber gesprochen, aber wirklich nur in ganz speziellen Kreisen und man hat...
Frauke: Im Inner Circle.
Rebecca: Im Klassiker. Aber nur da? Im Geheimbund. Natürlich. Nein, man hat einfach gar nicht die Chance gehabt, an die Öffentlichkeit zu bringen, weil das einfach noch... Also da war es noch zu klein, da war es noch zu unpopulär und da muss man auch sagen, die Gesellschaft war auch noch nicht so weit, dass man es in die Öffentlichkeit tragen konnte. Also Medizin entwickelt sich auch gemeinsam mit der Gesellschaft. Das muss man immer im Hinterkopf behalten. Wenn die Gesellschaft akzeptiert, dass es Problem sein könnte und auch die Forderung stellt, dass wir dort weiterarbeiten, dann können wir das auch tun. Und deswegen ist es ganz lange in zu klein verschlossenen Räumen mal diskutiert worden und ist aber nie weitergetragen worden.
Florian: Können Medikamente bei Frauen tatsächlich anders wirken oder andere Nebenwirkungen verursachen?
Rebecca: Ja, also man weiß, dass insgesamt Medikamente mehr Nebenwirkungen bei Frauen verursachen. Auch da, historisches Problem, viele Medikamentenstudien sind ja an Frauen gar nicht durchgeführt worden. Und dann kommt immer so ein riesiger Shitstorm, und das finde ich eigentlich immer ganz, schlimm, wie konnte man? Man muss da auch Frauen einschließen und so weiter. Problem ist, ich glaube, der ein oder andere erinnert sich noch, es gab so was wie ein Konterganskandal. Das war... extrem einprägsam für die Menschheit. Ich meine, das sind ja wirklich viele Opfer gewesen, die auch wirklich auch massive Einschränkungen auch danach hatten. Das muss man einfach sagen. Das sind ja eigentlich Verstümmelungen gewesen, die wir durch Medikamente induziert haben. Daraufhin hat man natürlich als Reaktion darauf entschieden, man möchte vor allem Frauen im gebärfähigen Alter nicht mit einschließen in Studien, sie zu schützen. Das war ja keine Bösartigkeit. Also da muss man immer so bisschen vorwarnen, das ist nie eine Bösartigkeit gewesen. Dann hat man nie festgestellt, dass Frauen nicht richtig therapiert werden. Es gibt Medikamente, die sollte man Frauen nicht geben, weil sie nicht die Wirkung entfalten, die sie bei Männern entfalten. Das ist beim ASS, wo man immer mal propagiert hat. So eine kleine ASS, und dann kommt der Herzinfarkt nicht. Das war das erste, womit ich Kontakt hatte, dass ich gelernt habe, das ist gar nicht so. Hat keine protektive Wirkung bei den Frauen. Das ist bei ganz vielen Medikamenten so, dass wir vielleicht anders dosieren müssen und wir wissen es noch nicht. Es gibt bestimmte Berührungsmittel, wo wir sagen, da gibt es auch schon Leitlinien in den USA, da wissen wir, dass es reduzierter gegeben werden muss, weil die Auswirkungen sonst eckartant auf die Frauen sind. Also dieses Wissen ist da. So, jetzt müssen wir damit arbeiten. Also es ist inzwischen so, dass Medikamentenstudien auch an Frauen durchgeführt werden müssen. Also eine Neuzulassung. haben aber natürlich aktuell ganz viele Medikamente auf dem Markt, haben keine Neuzulassung. Die sind quasi noch so auf dem Markt erhältlich, sie halt mal, wie es mal begonnen hat. Das heißt, da muss man halt jetzt auch mal vielleicht schauen, ob man da neue Stuhle dazu auflegt. Ist natürlich auch immer alles sehr, teuer. Und die Gefahr besteht, dass sie dann einfach gar nicht mehr auf dem Markt sind. Das muss man ja auch sagen. Also sie werden dann einfach vom Markt genommen, weil man einfach sagt, wir können sie nicht durchführen. Weil auch Frauen einzuschließen ist gar nicht so einfach. auch ein sozialer Faktor. kann man viel schlechter dazu bewegen, teilzunehmen, auch attirent zu bleiben in dieser Studie, weil die viel mehr in ihrem Arbeits- oder im Alltag eingebunden sind, in Arbeit, Familie, also Care-Arbeit, mehr als Männer und die haben die Zeit gar nicht, die sie aufwenden können, an Studien teilzunehmen. Auch das darf man nicht vergessen. Also, multifaktoriell, warum wir da vor mehreren Problemen stehen.
Florian: Frauke aus der Brose verbinden ja viele eigentlich immer mit Frauen. Also dass es überwiegend eigentlich die Frauen betrifft, kann genau diese Vorstellung für Männer zum Problem werden.
Frauke: Ich glaube schon, dass bei Männern, dass man da vielleicht später dran denkt, weil was ja allgemein bekannt ist, quasi durch den hormonalen Status der Frau ist man ja quasi zumindest bis zur Menopause, geht es uns ja besser, da sind wir geschützt und danach kehrt sich das ja Das heißt, das ist einem bei Frauen sehr bewusst und da wird, wobei man sagen muss, bei der Osteoporose wird generell immer noch zu spät therapiert, weil das einfach teuer ist. Die Medica Medi wirken zwar ganz gut, aber Es wird häufig zu spät angefangen, nämlich wenn der Bruch schon da ist und selbst dann manchmal nicht. Aber gerade beim Mann glaube ich wirklich, dass man einfach viel, viel später daran denkt, weil das auch in den Medien, in den ganzen Köpfen ist das eher eine Frauenerkrankung des Alters. Aber Männer können das genauso haben. Deswegen ja, würde ich sagen, ist in dem Fall der Mann tatsächlich etwas unterrepräsentiert.
Florian: Das ist auf jeden Fall schon mal sehr interessant. Jetzt komme ich gleich mal mit der nächsten Fragefrau an, die wir haben, das habe ich glaube ich vorher schon darüber unterhalten. Erleben oder kommunizieren Frauen und Männer Schmerzen tatsächlich unterschiedlich und besteht die Gefahr, dass du als Behandlerin daraus falsche Schlüsse ziehst?
Frauke: Statistisch gesehen ist es so, dass Frauen häufiger oder früher den Arzt aufsuchen und auch mehr Schmerzen angeben. Das bedeutet aber nicht, dass sie früher einer operativen oder der richtigen Therapie zugeführt werden. Hat, wie ich es vorhin auch schon gesagt habe, häufig auch sozioökonomische Gründe. Ich finde, das klingt jetzt immer so plakativ, wenn man wieder wiederholt, weil es natürlich auch anders sein kann. Frauen sind einfach in die Versorgung von Kindern, Familienmitgliedern mehr eingebunden und nehmen sich da häufig nicht die Zeit für sich selber. Das muss ja auch nicht immer am Arzt liegen. Aber da braucht es manchmal etwas mehr Überzeugungsarbeit, bis man da quasi sich mal rausnimmt, weil eine operative Therapie oder auch eine längere konservative Therapie immer bedeutet, dass man für den Alltag vielleicht nicht mehr so available ist.
Rebecca: Aber ich hab manchmal so das Gefühl, ich weiß, bei dir genauso ist, die Frauen kommunizieren immer komplett anders. ich finde, sind...
Frauke: Die spielen das manchmal so bisschen, ja.
Rebecca: Also, schwierig ist vielleicht immer der falsche Ausdruck. Ich will jetzt niemanden zu nahe treten, aber ich finde, die sind immer sehr... Also, als Frau kleidet man, glaube ich, bestimmte Sachen immer mehr aus. Also, es ist nicht einfach nur der Schmerz, dann ist es vielleicht auch so der Druck und dann wird es noch... Und dann hier brennt es und da zieht es und da piekst es und...
Frauke: Frauen haben einen größeren Wortschatz als Männer. Die benutzen da vielleicht doch mehr.
Rebecca: Nackt man!
Florian: total interessant, dass ihr das so sagt, weil ich bei Medizin Direkt kriegt das ja auch mit und ich habe immer das Gefühl, immer so Frauen sind da nicht so genau in der Darstellung. wenn
Frauke: Ausweifende.
Rebecca: Na, Fing-
Florian: ich nicht, also es ist wirklich, wenn Patienten zu mir kommen und sagen ich habe das und das und das und ich dann jetzt mal auf die, sag ich mal, Lendenwirbelsäule gesehen. Ja, es ist ein schlechter ziehen Schmerz, ist ein Tauch halt, dann kriegst du immer da so Brockenhände. Männer sind da eher so die, die dann, ja es tut halt weh, aber es ist halt so dumm vor Schmerz, so gesagt. Aber Frauen sind da wirklich bei, also in der Beschreibung immer, finde ich, sehr, sehr kurz gehalten.
Rebecca: Ich finde, das ist so, ich weiß nicht, ob die bestimmte Sachen nicht so richtig, als ich nenne es mal Schmerz wahrnehmen. sind andere Symptome, wo der Mann vielleicht einfach nur sagen würde, das ist ein Schmerz, das tut halt weh. Und wie gesagt, ist manchmal so bei denen, dass sie dann sagen, ich habe so ein Drücken oder ich habe hier so ein Ziehen. Das hat auch was mit Schmerzen zu tun, aber diese Qualität wird einfach anders angegeben. Deswegen glaube ich auch, dass diese ganzen Schmerzscores, die wir da haben, sind ja auch ehrlicherweise auch nicht so richtig validiert, ob das da auch Geschlechtsunterschiede gibt, dass wir die vielleicht gar nicht anwenden können. Also alle Scores, die sich irgendwie mit Schmerzen beschäftigen, geben ein völlig verzerrtes Bild da. ich habe immer das Gefühl, wenn man Frauen und Männer nach Schmerzen befragt, dann kommen ganz andere Dinge raus, ganz andere Symptome plötzlich. Für mich ist es manchmal schwieriger, das bei Frauen tatsächlich dann auch einzuordnen, was es ist. Das heißt nicht, dass ich sie nicht gerne behandle, aber es ist anspruchsvoll.
Frauke: Aber Schmerz ist ja auch was komplett Subjektives. kann ja das nicht messen mit irgendeinem Gerät und diese Schmerzskala, die VHS-Skala geht ja von 1 bis 10 und ich versuche immer dazu zu sagen, 10 ist der schlimmste vorstellbare Schmerz, den sie haben. Und es gibt ja Menschen, sowohl Männer als auch Frauen, die dann vor einem sitzen und sagen, ruhig, ohne Tränen in den Augen, dann habe ich 10. Also das ist ja sehr subjektiv und man kann es ja nicht validieren von außen. Es ist ja das, wie es der Mensch empfindet und vielleicht
Rebecca: Ja, das wird ja wohl auch bei den Schmerztherapeuten auch entsprechend dann auch mal angegeben. Das eine ist ja wirklich das Qualitative auch dieses Empfinden, Emotionale. Was tatsächlich, das hat man auch schon rausgefunden, da gibt es tatsächlich Geschlechtsunterschiede. Also das weiß man auch. Das ist auch genauso, wenn man jemandem Morphinen gibt, kann es trotzdem sein, das ist bei Frauen auch ausgeträgter, dass... diese körperliche Reaktion nicht mehr da ist, sie aber trotzdem, und das ist nämlich genau dieses Phänomen, immer noch da sitzen und immer noch schlimmsten Schmerz empfinden, weil diese Wahrnehmung davon anderes. sind zwei unterschiedliche Teile. Und das ist wohl ein Problem auch dann tatsächlich der Frau.
Florian: Auf jeden Fall interessant. werden das mal beobachten und ich setze das mal auf unsere To-Do-Liste für die nächsten Folgen.
Rebecca: Ich finde, wir müssen wirklich mal einen Schmerztherapeutin dazu einladen. Da gibt es ja auch unterschiedliche. Da gibt es ja dann auch die anesthesiologisch geprägten, dann gibt es ja dann auch die orthopädisch geprägten, weil die einem immer wieder andere Informationen darüber geben. Das ist total spannend, darüber zu diskutieren. Ich habe das Gefühl, dass die sich auch nicht alle ganz einig sind.
Florian: Da kann ich schon mal vorgreifen, das ist auch so. Hat der letzte Gast auch bestätigt, dass das sehr unterschiedlich arbeiten. Aber sie sind gerade auf dem Weg, auch in der Schmerzmedizin, da so bisschen mehr Klarheitsstruktur in das Ganze reinzubringen, da auch mehr zu machen. Aber ja, eine top Idee, das werden wir mal machen. Müssen Frauen anders Krafttraining machen als Männer? Vieles davon ist eine Fitnessmythologie.
Rebecca: Hey Lena, wie geht's eigentlich deiner Mama?
Frauke: Eigentlich ganz gut, aber jetzt steht fest, dass sie wahrscheinlich ein neues Kniegelenk braucht. Und ehrlich gesagt wissen wir gerade gar nicht so richtig, wo wir anfangen sollen.
Rebecca: Das kann ich total verstehen. Genauso war es bei uns auch. Plötzlich hast du Befunde, Arzttermine und unglaublich viele Fragen.
Frauke: Und genau bei solchen Situationen kann Medizin direkt helfen.
Rebecca: damit man versteht, was gerade passiert, welche Fragen wichtig sind und wie die nächsten Schritte aussehen.
Frauke: Medizin direkt.
Rebecca: Medizin verstehen, Entscheidungen sicher treffen.
Frauke: Ich glaube schon, da geht es ja dann vor allem die Reha. Nach VKB-Rupturen weiß man ja, dass Frauen, also es geht ja nach der Anlassung gesagt, ich habe mir das linke Knie verletzt und dann geht es ja immer darum, man misst dann die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur, quasi den Kraftgrad zum gesunden Bein. Da haben Frauen häufiger einen Unterschied, also die kommen quasi nicht an den Gegenwehr dran, aber nicht nur in Relation, sondern auch absolut weiß man einfach, dass Frauen einfach quasi die Kraft nicht wieder aufbauen oder generell weniger haben, als sie hätten können. Und da muss man, glaube ich, mehr Augenmerk darauf legen, da man ja weiß, dass vor allem die Hamstringmuskulatur, also die hintere Kette des Kreuzband schützt danach. Und man darf sich dann nicht einfach nur auf die Zahlen verlassen, sondern oder auf die Relation, sondern auch auf die absoluten Kraftwerte. Und die, hängen Frauen tatsächlich hinterher, auch in den Studien.
Rebecca: Ihr das auch so?
Frauke: Prinzipiell, wird immer mit dem, also bei Sportlern weiß ich, es wird ja am Isokineten getestet, das heißt, man hat diese ganzen Kraftwerte und es wird versucht, darauf zu schauen. Trotzdem ist es manchmal schwer, dahin zu kommen, auch weil ich glaube, ob Frauen einfach auch langsamer Muskulatur aufbauen. Es ist ja kein Motivationsproblem.
Rebecca: Also ich weiß, dass es nach ... Also ist körperliches Glück. Also beim Kreuzbandersatz weiß man, da gibt es ein paar Studien inzwischen aus Australien, dass tatsächlich der Aufbau des Quadrezeps langsamer abläuft als bei den Männern. Also diese neuromuskuläre Ansteuerung, warum auch immer, dauert deutlich länger bei Frauen. sage ich ...
Frauke: Transplantat unabhängig.
Rebecca: Transplantat unabhängig tatsächlich. Deswegen ist immer die Frage, nehmen wir jetzt eher ein Quadrezepssehne oder Hamstringsehne? Ich tendiere genau aus diesem Grund eigentlich mehr dazu. eher die Hamstring sehen zu nehmen bei den Frauen.
Frauke: Das noch mehr Schwächte.
Rebecca: Genau, ich möchte sie nicht noch mal geschlecht sehen. Ich weiß auch, dass sie danach einfach ein Problem haben. Ich hab auch schon mit Physiotherapeuten mal darüber gesprochen, die gehen mir genau das Gleiche auch berichten, dass sie ein Problem haben. finde immer so ab Monat 6, es ist total frustrierend, die Frauen kommen und sagen, irgendwie geht gar nichts mehr voran. Also bisher habe ich ja irgendwie so bisschen Fortschritt gemacht, aber dieser Muskel wäre einfach nicht. Und deswegen sage ich denen auch immer, passen auf, Ich glaube, dass sie jetzt wahrscheinlich länger brauchen werden. Das sage ich denen von Anfang an, einfach weil sie eine Frau sind. So, ich möchte jetzt nicht gemein sein, aber sie werden wahrscheinlich für die Reha länger brauchen. Stellen sie sich darauf ein, sie sind jetzt kein Mann. Die kriegen von mir auch von Anfang an Biofeedback Training, Tänzgerät an die Hand, einfach in der Hoffnung, dass wir das irgendwie früher in den Griff bekommen. Aber das ist echt ein Problem.
Florian: Rebecca, wo sehen wir denn jetzt aktuell vor allem in eurem Fachgebiet der Orthopädieum-Unfallchirurgie die größten Unterschiede, wo jetzt schon so mehr und mehr in die Richtung der Schöner Medizin gearbeitet wird?
Rebecca: Also wir arbeiten gerade im Endeffekt, ist wie so ein Flächenbrand gerade, so muss man sich das vorstellen. Also wir versuchen gerade irgendwie alles so bisschen abzudecken, deswegen haben wir diese AG auch gegründet. Da sind ja auch unterschiedliche Fraktionen mit drin. Wir haben viele Handchirurgen auch inzwischen mit dabei, was ich immer sehr schön finde, weil das immer sehr ausgeklammert wird. Das heißt... bedeutet ja schon was. Also wenn wir versuchen, Brände zu löschen, ist da einfach noch nicht so viel da. Was hat sich historisch schon mal entwickelt? Das ist halt das Thema Osteoporose, weil da sind schon relativ viele Daten da, weil man schon von vorne rein gemerkt hat, oder es gibt Unterschiede, es gibt Medikamente, die wir nur bei Frauen einsetzen, weil sie halt postmenopausal sind, die kann ich halt bei Männern gar nicht einsetzen. Das heißt, da ist dieses denken schon dort. Also es gibt ja auch Leitlinien, die schon diesen Unterschied machen, auch in ihrem Titel zur Oste-Purose. Also das ist dann die Postmenopausale Frau und den Mann absohnen zu gehen. Das gibt es schon. Kreuzbahn hat sich jetzt entwickelt, weil einfach Mann
Frauke: Running Horse. Ja, der Gendermedizin ist er wirklich.
Rebecca: Ist tatsächlich so. Aber wie ist es gekommen? Total bescheuert. Im Endeffekt haben sich viele Frauen plötzlich beim Fußballkreuzband gerissen, was eine Katastrophe ist. Aber dadurch, dass sie jetzt so bekannt waren, der Sport so bekannt geworden ist, ist es jetzt plötzlich in die Medien gelandet. Die Studien dazu fangen jetzt also auch in Deutschland an. Witzigerweise hat das aber eigentlich in den Australien und in den USA schon viel länger mal Fahrt aufgenommen. In Australien lag das daran, dass sie die australische Football-Liga, also der Frauen aufgemacht haben und plötzlich gesehen haben, Gottes Willen, neunmal häufige Kreuzbandrisse in den ersten beiden Saisons. Das eine absolute Katastrophe, die wollten diese Liga wieder eigentlich rausnehmen. Hat man Gott sei nicht gemacht, aber deswegen haben die dann angefangen. Da gibt es auch ein paar wirklich bekannte Gesichter in der Wissenschaft, die sich dann damit beschäftigt haben, nur als Amerikaner auch. Die haben also schon jetzt ein bisschen Vorlauf und haben schon vor ein paar Jahren damit angefangen, aber es lag einfach darin, dass es immer sehr bekannte Sportarten waren. Und deswegen ist es genau das. Das ist Working Horse der Gendermedizin. Soll es aber nicht sein, es soll es auch nicht bleiben. Es wird jetzt wirklich darauf geachtet, dass wir jetzt in unterschiedlichen Bereichen vertreten sind. Deswegen machen wir auch ganz, ganz viel Leitlinienarbeit. Der Vorteil ist, es wird auch viel darauf geachtet, im wissenschaftlichen Bereich gerade, die Förderungsforst
Frauke: Die
Rebecca: erwarten, dass auch gerade bei der Leitlinienarbeit Gendermediziner mit dabei sind, weil sonst werden die Förderungen nicht ausgeschüttet, in Zahl bezahl. Das heißt, werden da gebraucht und immer wenn jetzt neue Leitlinien aufgesetzt werden bei uns in der Gesellschaft, werden wir angefragt und wir in Senden sofort Vertreter, damit wir auch dort präsent sind und dann auch neue Erkenntnisse vielleicht auch kommen. Weil es geht ja erstmal darum, welche Erkenntnisse sind überhaupt da? Das wird jetzt zusammengetragen und dann können wir sagen, okay, das sind die Forschungsansätze.
Frauke: Prinzipiell glaube ich, ein Punkt noch dazu, dieser Unterschied war ja schon immer da oder der Unterschied zwischen den Geschlechtern, aber es war ihm halt nicht so bewusst, es keine Daten dazu gab oder es keiner aufgearbeitet hat. Und es gibt in Deutschland über die BG, also über die Berufsgenossenschaften, die erstellen im Sport für die größten Sportarten, also zum Beispiel Fußball, Basketball, Handball, Eishockey, jedes Jahr einen Sportbericht, wo Verletzungen, wann verletzen sich Spieler. Wie verletzen die sich, in welcher Phase des Spiels, wo standen die auf dem Feld zum Beispiel? Das gab es im letzten Jahr, so 2025, erste Mal nur für den Fußball bei Frauen und Männern. Vorher gab es einen Report, da hat man immer nur die Männerdaten angeschaut. Und selbst da, sind jetzt die deutschen Daten der MBG, die sich die erste und zweite Liga der Frauen und Herren im Fußball anschauen, hat man einfach gesehen, die verletzen sich anders. Bei Frauen, wie wir jetzt schon mehrfach gehört haben, sind halt die Kreuzbänder überrepräsentiert. Männer haben aber zum Beispiel mehr muskuläre Verletzungen der Hamstrings. Das liegt auch an der Anatomie, am Training. Aber dieser Unterschied war ja wahrscheinlich schon immer da, ist nur keinem aufgefallen, weil die Daten einfach nur generell erhoben worden sind, auch nur für Männer und einfach die Frauenliga damals vielleicht noch nicht so präsent, so prominent war. Und das Problem ist ja auch, die Daten überhaupt nicht erhoben worden sind, weil, das ist ja auch so ein Aspekt, Frauen, da ist einfach weniger Stuff außenrum, weniger Leute, die einfach diese Daten Das muss ja auch jemand machen. da hat man jetzt angefangen und das wird jetzt, da man auch Unterschiede sieht, natürlich viel größer werden und wahrscheinlich auch auf andere Sportarten noch ausgeweitet werden.
Rebecca: Das muss aber natürlich auch das Geld schließen
Frauke: Genau, es muss auch jemand machen. Das kostet Geld.
Rebecca: Go!
Frauke: Da ist ja nicht jemand, der das freiwillig macht, sondern irgendjemand kriegt da Geld für, bezahlt und muss diese Daten erstmal heben.
Rebecca: Genau, genau. Und das ist nämlich dann wieder das nächste Problem, das wir haben. Also die Gelder müssen dafür erstmal freigegeben werden. Und dann muss das Interesse dafür groß genug sein. Also wir sehen es jetzt immer wieder, es gibt so Wellen. Plötzlich wurden Gelder freigegeben, jetzt wiederum nicht. Das liegt aber auch teilweise an der Wirtschaft, weil auch teilweise auch nicht mehr so viel Geld vorhanden ist. Wo spart man als erstes? Auch in der Wissenschaft. Das ist einfach so. Wir merken das gerade klattern. Und was ja immer gerne von Medizinern erwartet wird, dass wir immer alles in unserer Freizeit machen, das muss man ja auch sagen. Dann wird immer gesagt, so mach doch da mal eine Studie. Also ich möchte jetzt nicht sagen, welche Verbände das so alles sind, die dann immer sagen, mach das doch mal, wir finden das total toll und führt das mal durch. Aber Geld kriegt ihr dafür nicht. Liebe Leute, also auch unser Tag hat 24 Stunden und auch wir brauchen natürlich Hilfe und auch wir können das nicht immer aus eigener Tasche zahlen und sind das auch immer nicht mehr gewillt. Wenn man also möchte, dass wir Erkenntnisse haben, dass wir im Endeffekt auch die Sportler und Sportlerinnen, aber auch normale Patienten weiter...
Frauke: dringen.
Rebecca: Das muss bezahlt werden. Das muss uns auch allen klar sein. Das ist nicht immer eine Leistung, die umsonst verbracht wird.
Florian: Jetzt nochmal kurz zurückzukommen auf das Thema von der Frauke. Wir wissen ja zum Beispiel aus der Folge mit Fritzi Kron, dass die Vereine gar nicht das Geld haben, sich auch teilweise diese Aufzeichnungsgeräte zu leisten. Also im Frauenfußball jetzt ganz speziell. Fritzi Kron hat gesagt, der SVW der Bremen hatte zu der Zeit noch nicht dieses System. auch die Analysen, Sprint und so weiter, Geschwindigkeit, Pass, alles mögliche, was damit mittlerweile ja auch aufgezeichnet werden kann. Das sind ja auch Daten, mit denen muss man arbeiten, damit man das auch so sehen kann.
Rebecca: Aber jetzt überlegt ihr mal, das sind ja große Vereine, über die wir sprechen. Also wir sprechen ja auch über Hohen liegen. Und jetzt gehen wir mal aber in den Amateurbereich rein.
Frauke: den Frauen musst du schon gar nicht so weit runter gehen. Das in der ersten Bundesliga schon so, dass das hoffentlich
Rebecca: Das ist ja schon eigentlich erschreckend. Wir sind da eigentlich im Profibereich, wollen eigentlich Profis auf den Platz schicken, aber haben eine Ausstattung wie im Amateurverein. Und dann gehen wir aber auch noch in die Amateurvereine. Die haben ja auch diese ganzen Probleme, die haben ja auch diese Verletzungen und die Prävention dazu wird dann halt gar nicht betrieben, weil das erst gar nicht da ankommt und die haben auch diese Ausstattung gar nicht. Also das ist ja eigentlich auch wirklich ein volkswirtschaftliches Problem irgendwann, was wir ja völlig negieren.
Florian: Jetzt kommen wir mal zu den Fragen, die die Menschen tatsächlich draußen haben zu dem Thema. Und wir arbeiten uns da jetzt mal heute so ein bisschen vorneweg, damit wir unsere Zuhörerinnen und Zuhörer oder Zuseher auch mitnehmen können. Erste wichtige Frage an dich, Rebecca, ist Gendermedizin eigentlich hauptsächlich Frauenmedizin?
Rebecca: Das haben Gott sei Dank schon einmal geklärt. das noch einmal festzulegen, es ist keine Frauenmedizin. Es geht die Unterschiede zwischen Frauen und Männer. Es gibt Bereiche, da sind Männer bisher unterrepräsentiert und werden dadurch schlechter behandelt. Es gibt Bereiche, da ist es bei Frauen so. Es wird gerne als Frauenmedizin wahrgenommen, weil man häufig in vielen Studien vor allem eher Männer eingeschlossen hat und deswegen die Medizin halt auch sehr männlich geprägt ist im Bereich der Patienten. Aber es ist keine reine Frauenmedizin.
Florian: Frage brauchen Frauen andere Trainingspläne?
Frauke: Ja, also da kommen wir wieder auf dieses Thema Prävention, Rehabilitation, wieder dieses Running Horse VKB aufzugreifen, weil es da einfach aktuell am meisten Daten gibt. Die vordere Kortzmannverletzung entsteht ja quasi durch einen Walgus-Flexionströmer oder auf Deutsch man rutscht ins X-Bein und beugt das Knie dabei und man weiß einfach, dass Frauen von der neuromuskulären Ansteuerung, von der Rumpfstabilität da einfach größere Probleme haben und ja, generell sollte man das bei Männern und Frauen machen, weil Männer natürlich das gleiche Problem haben, aber wenn man es differenziert, muss man bei Frauen da wahrscheinlich noch mehr achten, mehr Bewusstsein schaffen, einfach für den Verletzungsvorgang und einfach dieses Defizit, was man da so bisschen hat, eher auffangen. Und das sollte nicht in der Rehabilitation anfangen, weil da ist die Verletzung schon passiert, sondern im besten Fall davor. Da gibt es ja ganz viele verschiedene Trainingsprogramme. Und man weiß, man sollte das ungefähr dreimal 20 Minuten pro Woche einbauen. Jetzt weiß man aber auch, haben auch wieder ein Geldproblem, weniger Zugang zu besseren Trainingsmöglichkeiten. Da fehlt häufig das Know-how, weil die Leute nicht da sind. Es gibt vielleicht keinen eigenen Athletiktrainer für die Frauenmannschaft, sondern das macht der Physiotherapeut, der gleichzeitig auch noch Platzwart ist und das Reha-Training macht. Da ist manchmal auch die Kapazität gar nicht da. Das heißt, wir sind da wieder in einem Bereich, wenn natürlich mehr Geld vorhanden ist, mehr Leute mit Know-how vorhanden sind, wird es wahrscheinlich besser abgebildet und da ist einfach, jetzt sind wir wieder im Sportbereich, aber sind die Frauen einfach noch schlechter versorgt.
Florian: Wie groß ist der Einfluss des Zyklus wirklich?
Rebecca: Es kommt immer noch an, über was wir da sprechen. Ich bin jetzt auch mal wieder beim Kreuzband. Es ist immer noch so, dass er dann immer groß behauptet wird, das ist schon belegt, dass in einer bestimmten Zyklusphase die Kreuzbänder tatsächlich häufiger reißen. Also wir haben Tendenzen, die uns sagen, der Ovulationsphase reißen Kreuzbänder häufiger. Das sind Tendenzen, das ist aber immer noch nicht bewiesen. Dann geht es natürlich auch die Trainingsteuerung. Es ist ein ganz beliebtes Thema. Am besten das ganze Training immer schön auf den Zyklus abstimmen. Also ganz zu extrem würde ich es nicht machen. Es gibt Frauen, die profitieren davon. Die merken ihren Zyklus einfach mehr als andere. Die sagen, sie brauchen das, dass sie auf ihren Zyklus abgestimmt sind. Erstmal in der Menstruationsphase, weil sie solche Einschränkungen haben, dass sie nicht in dem Maße trainieren können. Die merken auch, dass sie in bestimmten Zyklusphasen wirklich leistungsstärker sind. Es gibt aber auch andere, die dann sagen, bitte bleib mir weg damit, weil ich hab da gar nichts davon, außer dass ich die meiste Zeit davon irgendwo im Kraftraum sitze und ich kann aber mein eigentliches Training gar nicht machen, weil mir das quasi verboten wird. Da muss man immer so ein bisschen aufpassen, dass man da nicht immer übers Ziel hinaus steuert.
Frauke: Das ist immer wieder bei individualisierter Medizin.
Rebecca: Da ist glaube ich wirklich ganz, ganz wichtig, dass man auch mal einfach mit den Sportlerinnen spricht. Ganz einfach. Was für die aber schon hilfreich ist, einfach so, dass man Leute hat, überhaupt hier an zuhören, also dass die auch wissen, dass sie sich ansprechen können. Das ist schon mal Nummer eins, da fühlen sie sich schon mal irgendwie auch abgeholt. Und dann den Zuhörern, wovon profitieren sie? Man kann da ja auch tatsächlich auch mal so bisschen rumspielen. Wenn man aber auch merkt, dass sie dann wirklich weniger leistungsfähig sind, gerade auch bei wirklich Hochrisikosportarten, ist dann wirklich die Überlegung da, sollte man die auch einsetzen. Das will natürlich ein Verein nicht hören. Weil ich möchte ich jetzt wirklich
Frauke: Na...
Rebecca: gerade Leistungsträgerinnen aus dem Spiel rausnehmen, weil sie die Gefahr hat, dass sie sich verletzen könnte. Das muss man diskutieren, aber durchaus auch möglich.
Florian: Wir kommen jetzt noch zu einer Rubrik, die wir ja vor ein paar Wochen mal gestartet haben, die ich aber tatsächlich auch ganz gut finde, weil wir da auch nochmal in Kurzfassung darauf eingehen können, immer auf die einzelnen Punkte, das nennt sich Mythos oder Wahrheit. Frage Frauen haben höhere Schmerzgrenze.
Frauke: Also ohne jetzt das statistisch belegen zu können, man sagt ja immer Frauen kriegen Kinder, deswegen meint man immer, das ist so. Aber auch da hat man ja einen komplett anderen Hormonenhaushalt. Also man ist da natürlich so bisschen, ich sag jetzt mal plakativ gesagt, geschützt durch seine Hormone. Das heißt nicht, dass es nicht wehtut. Aber ich glaube, man kann das nicht so über einen Kamm scheren. Das heißt, ich würde eher sagen, es ist ein Mythos.
Florian: Rebecca, Männer gehen später zum Arzt.
Rebecca: Mhm. Ja, tatsächlich. Also Frauen sind ja auch wirklich dafür bekannt, und es stimmt auch, dass die mehr Präventionsprogramme wahrnehmen und dann doch, wenn sie Symptome entwickeln, auch zum Arzt gehen. Frage ist, was ist die Konsequenz? Also man kann ja zum Arzt gehen, wie man möchte, wenn man dann aber in seinen Krankheitsbildern nicht ernst genommen wird. Das ist tatsächlich so, aber es ist Fakt.
Florian: Frauen müssen zyklusbasiert trainieren. Frage.
Frauke: Das hat ja Rebecca gerade schon aufgegriffen. Ich glaube, man muss da individuell drauf eingehen. Es gibt Sportlerinnen, die große Probleme im Zyklus haben. auch ein großes Thema, muss man sagen, unentdeckte Endometriose, jetzt noch ein Fass aufzumachen. Da muss man drauf acht geben und das an die Spielerinnen anpassen. Ich wäre aber dagegen, zu sagen ... dass man für jede Spielerin quasi nach der Zyklusphase, dass man das irgendwie aufteilt in die Wochen und sagt, da darf sie das machen, da das nicht. Weil es gibt Sportlerinnen, die damit sehr gut zurechtkommen und es gibt Sportlerinnen, die da einfach mehr Schmerzen empfinden, da sensibler drauf sind und da sollte man sie individuell anpassen.
Florian: Vielen lieben Dank euch dafür schon mal, dass wir da auch jetzt noch mal Teile wiederholt haben. Zwar auch, aber ich das noch mal so in der Kurzfassung wirklich toll finde. Ihr seid ja nicht nur hier, meine Fragen zu beantworten oder ähnliches. Deshalb möchte ich euch zum Abschluss etwas anders machen lassen. Ihr dürft euch jetzt gegenseitig eine Frage stellen. Rebecca, wir fangen erst mal an. Welche Frage hättest du denn am Frauge in dem Thema?
Rebecca: Was glaubst du, wann wird es so weit sein, dass du das in den Alltag integrieren kannst?
Frauke: Also versuchen, versuchen tue ich es jetzt auch schon, einfach weil ich so ein bisschen sensibilisiert wird. In der Medizin dauert ja immer alles ein bisschen länger, bis das ankommt, realistisch. Bis das wirklich flächendeckend gemacht wird, ich sagen, wahrscheinlich mindestens zehn Jahre. Und da habe ich wahrscheinlich noch das niedrig gegriffen.
Rebecca: Ich kann es dir auch nicht sagen, du guckst mich gerade so an. kann dir auch keine Antwort geben. Deswegen, ich frage auch immer, weil ich auch immer gefragt werde.
Frauke: Bis das Flächendeckend, also bis es größer wird, es noch kurz anzuschneiden, es gab ja bei den Knieprothesen schon mal den Versuch, da andere Prothesen einzubauen, ist dann wieder verworfen worden. Also ich glaube, der Gedanke ist da und in einzelnen Feldern, weil man sensibilisiert wird, generell kommt es aber, bis das Flächendeckend passiert, dauert das, glaube ich noch.
Rebecca: Ich glaube sogar, dass wir wahrscheinlich mit 10 Jahren noch extrem positiv sind. Also ich glaube, das wird noch länger dauern, ehrlicherweise. Ich möchte jetzt niemanden deprimieren.
Frauke: Meine Frage schließt, darf ich gleich? Du bist ja jetzt einer der Pioniere in dem Gebiet der Gendermedizin. Wie würdest du sagen, hat sich auch der Blick von außen oder auch die Reaktion von Patienten oder Kollegen verändert? Weil am Anfang war Gendermedizin ja, also ich würde sagen nicht, dass jemand drüber gelacht hat, aber das belächelt. Würdest du sagen, dass sich deine Rolle oder deine Position oder wie Leute da jetzt mit dir drüber sprechen oder dich drauf ansprechen, wie hat sich das verändert?
Rebecca: Das ist wirklich eine gute Frage, weil die Beobachtung hat sich... Sehr gute Frage. Weil es mir tatsächlich letztens auch aufgefallen ist, ich komme jetzt auch gerade vom Aga-Kongress und es ist so, ich wurde am Anfang unfassbar dafür belächelt. Also es war auch ganz schwierig, eine Klinik zu finden und auch eine Uniklinik, die gesagt hat, wir probieren das aus, wir machen daran Forschung. Die meisten wollten es nicht verstehen, haben sich dafür auch nicht interessiert und ich wurde permanent ausgelacht, weil... Im Endeffekt hat man das mal nur so abgetan, als das ist irgendeine Spinnerei, die man nicht braucht. Das hat sich jetzt total gewandelt. Die Leute kommen und fragen auch ernsthaft nach, also sowohl für Alplicher als auch männliche Kollegen fragen nach, wie siehst du das, wie machst du das, gibt es denn da schon Ergebnisse? Und man wird auch wirklich aktiv eingeladen zu Vorträgen und die sagen, du musst uns mal was darüber erzählen. Das ist nicht nur spannend, sondern wir wollen es wirklich wissen, wir wollen es unsere tägliche Arbeit einarbeiten. Das hat jetzt aber Jahre gedauert. Also dieses Akzeptanz hat Jahre gedauert und ich glaube, es gibt immer noch genügend Leute, darüber lachen und da muss man dann leider drüber stehen. Das ist halt so. Aber jeder Anfang ist immer schwer.
Florian: Ihr zwei, ich fand eure Fragen wirklich sensationell, wirklich toll. Ich möchte euch jetzt zum Abschluss noch was bitten, wenn jemand diese Folge ausschaltet und morgen nur eine einzige Sache anders über Medizin denkt, welche sollte das sein?
Frauke: Ich finde, du darfst abschließen.
Rebecca: Ich darf abschneiden. Na gut, was sollen wir jetzt auch anders sagen? Bitte das Geschlecht mit bedenken. Nein, jeder sollte sich darauf fokussieren, dass ein Patient individuell ist und auch so wahrnehmen. Also immer nach Schema F handeln bringt niemanden weiter. Man darf auch mal über Grenzen. seine eigenen Grenzen auch mal nachdenken, die man vielleicht auch in seinem Denken hat und einfach mal sich dann lösen. Gerade bei Patienten, wo man nicht weiß, was der hat, weil es irgendwie so ganz komisch-kriptisch ist, vielleicht mal darüber nachdenken, dass das Problem nicht der Patient ist, sondern der eigene Horizont. Dass man den irgendwann überschreiten muss und einfach mal andere Wege gehen muss mit diesen Patienten.
Florian: Wir haben ja schon einige Punkte zusammengefasst und auch beschrieben und auch so bisschen gespoilert, was wir so in den nächsten Folgen reden und sprechen können. Ich sage jetzt erst mal vielen lieben Dank, dass ihr da wart. Danke für diesen tollen Talk mit euch und einen schönen Tag euch.
Frauke: Vielen Dank. Vielen Dank. Wünschen wir dir auch.
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